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Einundzwanzigste Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften (Einundzwanzigste Betäubungsmittelrechts-Änderungsverordnung - 21. BtMÄndV)


Eingangsformel



Auf Grund des § 1 Abs. 2 des Betäubungsmittelgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. März 1994 (BGBl. I S. 358) verordnet die Bundesregierung nach Anhörung von Sachverständigen:


Artikel 1 Änderung der Anlagen des Betäubungsmittelgesetzes


Artikel 1 wird in 2 Vorschriften zitiert und ändert mWv. 1. März 2008 BtMG Anlage I, Anlage II, Anlage III

Die Anlagen des Betäubungsmittelgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. März 1994 (BGBl. I S. 358), das zuletzt durch die Verordnung vom 14. Februar 2007 (BGBl. I S. 154) geändert worden ist, werden wie folgt geändert:

1.
Anlage I wird wie folgt geändert:

a)
Es wird folgende Position in alphabetischer Reihenfolge eingefügt:

INNandere nicht geschützte oder
Trivialnamen
chemische Namen
(IUPAC)
„-Salvia divinorum
(Pflanzen und Pflanzenteile)
-".


b)
Die Position „Oxymorphon" wird mit allen Angaben gestrichen.

2.
In Anlage II werden folgende Positionen in alphabetischer Reihenfolge eingefügt:

INNandere nicht geschützte oder
Trivialnamen
chemische Namen
(IUPAC)
„Amfetaminil - (Phenyl)[(1-phenylpropan-2-yl)
amino]acetonitril
-Benzylpiperazin (BZP) 1-Benzylpiperazin
-Butobarbital5-Butyl-5-ethylpyrimidin-2,4,6
(1H,3H,5H)-trion
-meta-Chlorphenyl-
piperazin (m-CPP)
1-(3-Chlorphenyl)piperazin
Cyclobarbital-5-(Cyclohex-1-en-1-yl)-5-
ethylpyrimidin-2,4,6(1H,3H,5H)-
trion
Fencamfamin -N-Ethyl-3-phenylbicyclo[2.2.1]
heptan-2-amin
Mazindol-5-(4-Chlorphenyl)-2,5-dihydro-3H-
imidazol[2,1-a]isoindol-5-ol
Mefenorex-3-Chlor-N-(1-phenylpropan-2-yl)
propan-1-amin
Meprobamat-(2-Methyl-2-propylpropan-1,3-diyl)
dicarbamat
MetamfetaminMethamphetamin(2S)-N-Methyl-1-phenylpropan-2-
amin
Methaqualon-2-Methyl-3-(2-methylphenyl)
chinazolin-4(3H)-on
Methyprylon-3,3-Diethyl-5-methylpiperidin-
2,4-dion
-Oripavin4,5a-Epoxy-6-methoxy-17-
methylmorphina-6,8-dien-3-ol
Oxymorphon1 4-Hydroxydihydro-
morphinon
4,5a-Epoxy-3,14-dihydroxy-17-
methylmorphinan-6-on
Phenmetrazin-3-Methyl-2-phenylmorpholin
SecbutabarbitalButabarbital5-(Butan-2-yl)-5-ethylpyrimidin-
2,4,6(1H,3H,5H)-trion
Vinylbital-5-Ethenyl-5-(pentan-2-yl)
pyrimidin-2,4,6(1H,3H,5H)-trion".


3.
In Anlage III werden die Positionen „Amfetaminil", „Butobarbital", „Cyclobarbital", „Fencamfamin", „Mazindol", „Mefenorex", „Meprobamat", „Metamfetamin", „Methaqualon", „Methyprylon", „Modafinil", „Phenmetrazin", „Secbutabarbital" und „Vinylbital" mit allen Angaben gestrichen.


Artikel 2 Übergangsvorschrift



Wer am 1. März 2008 mit folgenden in Artikel 1 Nr. 2 aufgeführten Stoffen und deren Zubereitungen

1.
Benzylpiperazin (BZP)

2.
Oripavin

am Verkehr im Sinne des § 3 Abs. 1 Nr. 1 des Betäubungsmittelgesetzes teilnimmt oder ausgenommene Zubereitungen herstellt (§ 3 Abs. 1 Nr. 2 des Betäubungsmittelgesetzes), bleibt dazu bis zum 1. September 2008 berechtigt. Beantragt er vor dem Ablauf dieser Frist eine Erlaubnis nach § 3 Abs. 1 des Betäubungsmittelgesetzes, so dauert die Berechtigung bis zur unanfechtbaren Ablehnung des Antrages fort. Der nach Satz 1 und 2 Berechtigte ist ab 1. März 2008 wie der Inhaber einer Erlaubnis an alle übrigen Vorschriften des Betäubungsmittelgesetzes und der dazu ergangenen Verordnungen gebunden.


Artikel 3 Inkrafttreten



Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung*) in Kraft.




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*)
Anm. d. Red.: Die Verkündung erfolgte am 29. Februar 2008.


Schlussformel



Der Bundesrat hat zugestimmt.