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Anlage 2 - Verordnung über die Berufsausbildung im Laborbereich Chemie, Biologie und Lack (LabChemAusbV k.a.Abk.)

V. v. 25.06.2009 BGBl. I S. 1600 (Nr. 37); zuletzt geändert durch Artikel 1 V. v. 30.12.2016 BGBl. 2017 I S. 39
Geltung ab 01.08.2009; FNA: 806-22-1-55 Berufliche Bildung
1 Änderung | wird in 1 Vorschrift zitiert

Anlage 2 (zu § 11 Absatz 1) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Biologielaboranten/zur Biologielaborantin


Anlage 2 wird in 4 Vorschriften zitiert

Abschnitt A: Pflichtqualifikationen nach § 3 Nummer 1 Gemeinsame, integrativ zu vermittelnde Qualifikationen nach § 3 Nummer 1.1

Lfd.
Nr.
Qualifikation Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitliche Richtwerte
in Wochen im
Ausbildungsabschnitt
1. - 52.
Woche
53. - 85.
Woche
86. - 182.
Woche
1234
1Berufsbildung,
Arbeits- und Tarifrecht
(§ 11 Absatz 2 Nummer 1)
a) Bedeutung des Ausbildungsvertrages, ins-
besondere Abschluss, Dauer und Beendi-
gung, erklären
b) gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem
Ausbildungsvertrag nennen
c) Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung
nennen
d) wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nen-
nen
e) wesentliche Bestimmungen der für den aus-
bildenden Betrieb geltenden Tarifverträge
nennen
während
der gesamten
Ausbildung
zu vermitteln
2Aufbau und Organisation des
Ausbildungsbetriebes
(§ 11 Absatz 2 Nummer 2)
a) Aufbau und Aufgaben des ausbildenden Be-
triebes erläutern
b) Grundfunktionen des ausbildenden Betrie-
bes, wie Beschaffung, Fertigung, Absatz
und Verwaltung, erklären
c) Beziehungen des ausbildenden Betriebes
und seiner Beschäftigten zu Wirtschaftsor-
ganisationen, Berufsvertretungen und Ge-
werkschaften nennen
d) Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der
betriebsverfassungs- oder personalvertre-
tungsrechtlichen Organe des ausbildenden
Betriebes beschreiben
3Betriebliche
Maßnahmen zum
verantwortlichen Handeln
(Responsible Care)
(§ 11 Absatz 2 Nummer 3)
 
3.1Sicherheit und
Gesundheitsschutz
bei der Arbeit
(§ 11 Absatz 2 Nummer 3.1)
a) Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit
am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen
zu ihrer Vermeidung ergreifen
b) berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfall-
verhütungsvorschriften anwenden
c) Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben
sowie erste Maßnahmen einleiten
d) Vorschriften des vorbeugenden Brandschut-
zes anwenden; Verhaltensweisen bei Brän-
den beschreiben und Maßnahmen zur
Brandbekämpfung ergreifen
e) Aufgaben der zuständigen Berufsgenossen-
schaft und der Gewerbeaufsicht erläutern
f) persönliche Schutzausrüstungen auswählen
und handhaben
  g) Sicherheitseinrichtungen am Arbeitsplatz
bedienen und ihre Funktionsfähigkeit erhal-
ten
h) Explosionsgefahren beschreiben und Maß-
nahmen zum Explosionsschutz ergreifen
i) Kennzeichnungen und Kennzeichnungsfar-
ben Behältern und Fördersystemen zuord-
nen
j) Regeln der Arbeitshygiene anwenden
3.2Umweltschutz
(§ 11 Absatz 2 Nummer 3.2)
Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbe-
lastungen im beruflichen Einwirkungsbereich
beitragen, insbesondere
a) mögliche Umweltbelastungen durch den
Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum
Umweltschutz an Beispielen erklären
b) für den Ausbildungsbetrieb geltende Rege-
lungen des Umweltschutzes anwenden
c) Möglichkeiten der wirtschaftlichen und um-
weltschonenden Energie- und Materialver-
wendung nutzen
d) Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien ei-
ner umweltschonenden Entsorgung zufüh-
ren
3.3Einsetzen von
Energieträgern
(§ 11 Absatz 2 Nummer 3.3)
a) die im Ausbildungsbetrieb verwendeten
Energiearten unter Beachtung des Wir-
kungsgrades und Gefährdungspotentials
einsetzen
b) Geräte zum Heizen, Kühlen und Temperie-
ren einsetzen
c) mechanische, thermische und elektrische
Energien unter Verwendung von SI-Größen
und SI-Einheiten berechnen
2*)  
3.4Umgehen mit
Arbeitsgeräten und
-mitteln einschließlich
Pflege und Wartung
(§ 11 Absatz 2 Nummer 3.4)
a) Belüftungs-, Entlüftungs- und Absperrein-
richtungen bedienen und pflegen
b) Laborgeräte unter Berücksichtigung ihrer
Werkstoffeigenschaften einsetzen
c) Einrichtungen und Arbeitsgeräte zum Ein-
satz vorbereiten, prüfen, reinigen und war-
ten sowie bei Störungen Maßnahmen zur
Fehlerbeseitigung einleiten
3*)  
3.5Qualitätssichernde
Maßnahmen,
Kundenorientierung
(§ 11 Absatz 2 Nummer 3.5)
a) Elemente des Qualitätsmanagements auf-
gabenspezifisch anwenden
b) Messgeräte kalibrieren
c) über Qualifizierung und Validierung Auskunft
geben
d) statistische Methoden aufgabenbezogen
anwenden
e) Kundenorientierung bei der Aufgabenerledi-
gung berücksichtigen
3.6 Wirtschaftlichkeit im Labor
(§ 11 Absatz 2 Nummer 3.6)
a) laborbezogene Kostenarten und -stellen un-
terscheiden
b) Möglichkeiten der Beeinflussbarkeit von
Kosten im eigenen Arbeitsbereich nutzen
während
der gesamten
zu vermitteln
c) zur Einhaltung von Kostenvorgaben beitra-
gen
4Arbeitsorganisation
und Kommunikation
(§ 11 Absatz 2 Nummer 4)
 
4.1 Arbeitsplanung,
Arbeiten im Team
(§ 11 Absatz 2 Nummer 4.1)
a) Arbeitsplatz unter Berücksichtigung betrieb-
licher Vorgaben und ergonomischer Regeln
einrichten
b) Materialien, Ersatzteile, Werkzeuge und Be-
triebsmittel auswählen, disponieren, bereit-
stellen und lagern
c) Projektziele festlegen, Arbeitsabläufe und
Teilaufgaben unter Beachtung wirtschaftli-
cher und terminlicher Vorgaben planen so-
wie bei Abweichungen Prioritäten festlegen
d) Arbeitsschritte festlegen und erforderliche
Bearbeitungszeiten planen
e) Problemlösungsmethoden anwenden
f) Kommunikationsregeln anwenden, Hilfsmit-
tel zur Kommunikationsförderung einsetzen
g) Aufgaben im Team bearbeiten, Ergebnisse
abstimmen, auswerten und kontrollieren
4.2Informationsbeschaffung und
Dokumentation
(§ 11 Absatz 2 Nummer 4.2)
a) Informationsquellen nutzen
b) Dokumentationsarten unterscheiden und
deren Dokumentationswert beschreiben
c) Hilfsmittel zur Dokumentation einsetzen
d) Arbeitsabläufe und -ergebnisse dokumen-
tieren, beurteilen und präsentieren
4.3Kommunikations- und
Informationssysteme
(§ 11 Absatz 2 Nummer 4.3)
a) betriebsspezifische Kommunikations- und
Informationssysteme einsetzen
b) mit Standardsoftware und arbeitsplatzspezi-
fischer Software arbeiten
c) Regeln zum Datenschutz und zur Datensi-
cherheit anwenden
3*)  
4.4Messdatenerfassung
und -verarbeitung
(§ 11 Absatz 2 Nummer 4.4)
a) labortechnische Aufgaben, insbesondere
Steuerung, Messdatenerfassung und -aus-
wertung, mit Computer lösen
b) Sensoren, Aktoren und Messgeräte aus-
wählen und einsetzen
c) Laborprozesse regeln und steuern
3*)  
4.5Anwenden von
Fremdsprachen bei
Fachaufgaben
(§ 11 Absatz 2 Nummer 4.5)
a) fremdsprachige Fachbegriffe anwenden
b) fremdsprachige Informationsquellen, insbe-
sondere englischsprachige Arbeitsvorschrif-
ten, technische Unterlagen, Dokumentatio-
nen, Handbücher, Betriebs- und Ge-
brauchsanweisungen, auswerten und an-
wenden
c) Auskünfte in einer Fremdsprache geben
während
der gesamten
Ausbildung
zu vermitteln
5Umgehen mit Arbeitsstoffen
(§ 11 Absatz 2 Nummer 5)
a) laborspezifische Werkstoffe Einsatzgebieten
zuordnen und mit diesen Werkstoffen umge-
hen
b) Vorschriften zum Umgang mit Gefahrstoffen
anwenden, insbesondere Gefahrensymbole
und -bezeichnungen von Arbeitsstoffen er-
klären und beachten
c) Arbeitsstoffe kennzeichnen
d) Reaktionsgleichungen von chemischen Um-
setzungen aufstellen
e) Konzentrationen berechnen und stöchiome-
trische Aufgaben lösen
f) mit Säuren, Basen und Salzen sowie deren
Lösungen umgehen
g) mit organischen Lösemitteln umgehen
h) mit Gasen umgehen
4*)  
6Chemische und
physikalische Methoden
(§ 11 Absatz 2 Nummer 6)
 
6.1Probenahme
und Probenvorbereitung
(§ 11 Absatz 2 Nummer 6.1)
a) Verfahren zur Probenahme und zur Proben-
vorbereitung für die Gehalts- und Qualitäts-
kontrolle unterscheiden
b) Proben nehmen
2*)  
6.2Physikalische Größen
und Stoffkonstanten
(§ 11 Absatz 2 Nummer 6.2)
a) Volumenmessgeräte unterschiedlicher Mess-
genauigkeit einsetzen
b) Waagen unterschiedlicher Messbereiche
einsetzen
c) physikalische Größen messen und Stoffkon-
stanten bestimmen, insbesondere Tempera-
tur und pH-Wert messen
3*)  
6.3Analyseverfahren
(§ 11 Absatz 2 Nummer 6.3)
a) fotometrische Bestimmungen durchführen
und auswerten
b) chromatografische Trennverfahren, insbe-
sondere nach Einsatzgebieten, unterschei-
den
c) Stoffgemische durch chromatografische
Verfahren trennen
4*)  
6.4Trennen und Vereinigen
von Arbeitsstoffen
(§ 11 Absatz 2 Nummer 6.4)
a) definierte Lösungen herstellen
b) Feststoffe von Flüssigkeiten trennen, insbe-
sondere durch Dekantieren, Sedimentieren,
Filtrieren, Zentrifugieren und Eindampfen
2*)  


*)
Im Zusammenhang mit anderen Ausbildungsinhalten zu vermitteln.

Pflichtqualifikationen nach § 3 Nummer 1.2 Buchstabe b

Lfd.
Nr.
Qualifikation Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitliche Richtwerte
in Wochen im
Ausbildungsabschnitt
1. - 52.
Woche
53. - 85.
Woche
86. - 182.
Woche
1234
7Durchführen
mikrobiologischer Arbeiten I
(§ 11 Absatz 2 Nummer 7)
a) Arbeitssicherheitsmaßnahmen beim Um-
gang mit biologischem Material ergreifen
b) Methoden der Desinfektion und Sterilisation
anwenden
c) kontaminiertes Material entsorgen
d) Nährmedien herstellen
e) Mikroorganismen in der Umwelt nachweisen
f) Impf- und Kulturtechniken für Aerobier an-
wenden
g) unter Anwenden unterschiedlicher Beleuch-
tungstechniken mikroskopieren
h) Mikroorganismen isolieren, färben und mor-
phologisch differenzieren
i) Keimwachstum dokumentieren und Keim-
zahl bestimmen
j) betriebliche Einsatzmöglichkeiten biotech-
nologischer Verfahren erläutern
12  
8Durchführen
zellkulturtechnischer
Arbeiten I
(§ 11 Absatz 2 Nummer 8)
a) Geräte und Materialien für Zellkulturtechni-
ken einsetzen
b) Adhäsions- und Suspensionszellen kultivie-
ren
c) Lebendzellzahl bestimmen
7  
9Durchführen
molekularbiologischer
Arbeiten
(§ 11 Absatz 2 Nummer 9)
a) Nucleinsäuren aus biologischem Material
isolieren
b) Nucleinsäuren schneiden und ligieren
c) Nucleinsäuren elektroforetisch trennen und
nachweisen
  10
10 Durchführen
biochemischer Arbeiten
(§ 11 Absatz 2 Nummer 10)
a) fotometrische und chromatografische Me-
thoden anwenden
4  
b) enzymatische Analysen durchführen
c) biologisches Material aufarbeiten
d) Proteingemische elektroforetisch trennen
e) Proteine reinigen
  9
11Durchführen
diagnostischer Arbeiten I
(§ 11 Absatz 2 Nummer 11)
    
11.1 Hämatologische Arbeiten
(§ 11 Absatz 2 Nummer 11.1)
a) Blut von Versuchstieren entnehmen und
aufarbeiten
b) Blutausstriche färben
c) Blutbestandteile identifizieren und bestim-
men
 4 
d) Gerinnungstests durchführen und Gerin-
nungszeiten ermitteln
e) Antigen-Antikörper-Reaktion durchführen
 2 
11.2Histologische Arbeiten
(§ 11 Absatz 2 Nummer 11.2)
a) Gewebe und Gewebeproben von Organis-
men entnehmen, fixieren und einbetten
b) Gewebeschnitte herstellen, färben und ein-
decken
c) histologische Präparate mikroskopieren und
identifizieren
d) Objekte in histologischen Präparaten mikro-
skopisch vermessen
 5 
12Durchführen zoologisch-
pharmakologischer Arbeiten
(§ 11 Absatz 2 Nummer 12)
a) über das Tierschutzgesetz Auskunft geben
und Tierversuche unter Berücksichtigung
des Tierschutzgesetzes durchführen
b) über die Möglichkeiten der Verringerung und
Vermeidung von Tierversuchen sowie den
Ersatz durch andere Verfahren Auskunft ge-
ben
c) Versuchstiere halten und kennzeichnen
d) Veränderungen des äußeren Erscheinungs-
bildes von Versuchstieren feststellen, not-
wendige Maßnahmen einleiten
e) Applikationen an Säugetieren durchführen
f) unter Beachtung des Tierschutzgesetzes
Versuchstiere narkotisieren
g) pharmakologische Wirkungen feststellen
h) Methoden zur Tötung von Versuchstieren
unterscheiden
i) Versuchstiere nach den Bestimmungen des
Tierschutzgesetzes töten
j) Sektionen an Versuchstieren durchführen
 22 
13Bereichsspezifische
qualitätssichernde
Maßnahmen
(§ 11 Absatz 2 Nummer 13)
a) Regeln Guter Laborpraxis (GLP) anwenden
b) Daten unter Berücksichtigung der biologi-
schen Variabilität auswerten
3  


Abschnitt B: Wahlqualifikationen nach § 3 Nummer 2 Buchstabe b Wahlqualifikationen der Auswahlliste I nach § 4 Absatz 3

Lfd.
Nr.
Qualifikation Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitliche Richtwerte
in Wochen im
Ausbildungsabschnitt
1. - 52.
Woche
53. - 85.
Woche
86. - 182.
Woche
1234
14Durchführen
immunologischer und
biochemischer Arbeiten
(§ 11 Absatz 3 Nummer 1)
a) Enzyme aus biologischem Material isolieren
b) Antikörper gewinnen und Titer bestimmen
c) Antigen- und Antikörpernachweis durchfüh-
ren
d) Proteine durch Blotting-Verfahren identifi-
zieren
  13
15Durchführen
biotechnologischer Arbeiten
(§ 11 Absatz 3 Nummer 2)
a) Stoffumsetzungen mit freien und immobili-
sierten Zellen durchführen
b) Stoffumsetzungen mit immobilisierten Enzy-
men durchführen
c) Zellen im Fermenter kultivieren und Proben
entnehmen
d) Fermentationsprodukte aufarbeiten
  13
16Durchführen
botanischer Arbeiten
(§ 11 Absatz 3 Nummer 3)
a) Sprosspflanzen kultivieren sowie vegetativ
und generativ vermehren
b) mikroskopische Präparate herstellen und
untersuchen
c) pflanzenphysiologische Untersuchungen
durchführen
  13
17Durchführen
mikrobiologischer Arbeiten II
(§ 11 Absatz 3 Nummer 4)
a) Wirkkonzentrationen von Antiinfektiva be-
stimmen
b) Resistenz von Mikroorganismen bestimmen
c) Mikroorganismen biochemisch differenzie-
ren
d) Anaerobier kultivieren
e) Pilze kultivieren
  13
18Durchführen
gentechnischer und
molekularbiologischer
Arbeiten
(§ 11 Absatz 3 Nummer 5)
a) Vorschriften zum Gentechnikgesetz anwen-
den
b) Abschnitte von Nucleinsäuren klonieren
c) Nucleinsäuren durch Blotting-Verfahren
nachweisen
d) Abschnitte von Nucleinsäuren mit Genson-
den identifizieren
e) Nucleinsäuren, insbesondere durch polyme-
rase-chain-reaction (PCR), vervielfältigen
f) Plasmide isolieren
g) Transformationen durchführen und Transfor-
mationsrate bestimmen
  13
19Durchführen
parasitologischer Arbeiten
(§ 11 Absatz 3 Nummer 6)
a) Stammhaltung von Parasiten durchführen
b) Parasitenbefall nachweisen und Parasiten
differenzieren
c) Wirkstoffe in vitro und in vivo testen
  13
20Durchführen
pharmakologischer Arbeiten
(§ 11 Absatz 3 Nummer 7)
a) Wirbeltiere narkotisieren und für die Ver-
suchsdurchführung präparieren
b) Wirkstoffe in vitro und in vivo testen sowie
Messwerte erfassen, auswerten und doku-
mentieren
  13
21Durchführen
toxikologischer Arbeiten
(§ 11 Absatz 3 Nummer 8)
a) Ablauf toxikologischer Studien darstellen
und Durchführungskriterien anwenden
b) bei der Planung toxikologischer Studien
mitwirken
c) toxikologische Untersuchungen durchfüh-
ren
  13
22Durchführen
phytomedizinischer Arbeiten
(§ 11 Absatz 3 Nummer 9)
a) Stammhaltung von Pflanzenschädlingen
und -krankheitserregern durchführen
b) Wirkstoffe in vitro und in vivo testen
c) Pflanzenschäden feststellen
  13*)
23Durchführen
zellkulturtechnischer
Arbeiten II
(ยง 11 Absatz 3 Nummer 10)
a) Stammhaltung von Zellen durchführen
b) Primärkulturen anlegen
c) Untersuchungen an Zellkulturen durchfüh-
ren
  13
24Durchführen
diagnostischer Arbeiten II
11 Absatz 3 Nummer 11)
a) Körperflüssigkeiten gewinnen und aufarbei-
ten
b) Elektrolyt- und Substratkonzentrationen so-
wie Enzymaktivitäten bestimmen
c) Plasmaproteine nachweisen
d) Krankheitserreger serologisch nachweisen
  13
25Durchführen
pharmakokinetischer
Arbeiten
11 Absatz 3 Nummer 12)
a) Körperflüssigkeiten gewinnen und aufarbei-
ten
b) Wirkstoffe in Körperflüssigkeiten bestimmen
c) Metaboliten von Wirkstoffen bestimmen
d) Kinetiken durchführen
  13


*)
Nur in Verbindung mit der Qualifikationseinheit lfd. Nummer 16 dieser Anlage zu vermitteln.

Wahlqualifikationen der Auswahlliste II nach § 4 Absatz 4

Lfd.
Nr.
Qualifikation Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitliche Richtwerte
in Wochen im
Ausbildungsabschnitt
1. - 52.
Woche
53. - 85.
Woche
86. - 182.
Woche
1234
26Laborbezogene
Informationstechnik
11 Absatz 4 Nummer 1)
a) Hard- und Softwarekomponenten zur Lö-
sung von Laboraufgaben auswählen, testen
und einsetzen
b) Makro-Programmierungen durchführen
c) Programme installieren und konfigurieren
d) Methoden der Systempflege anwenden
e) Informationsleistungen von Datensystemen
dokumentieren
  13
27Arbeiten mit automatisierten
Systemen im Labor
11 Absatz 4 Nummer 2)
a) Stoffe und Proben für automatisierte Sys-
teme vorbereiten
b) automatisierte Systeme einrichten, optimie-
ren und überprüfen
c) mit automatisierten Systemen im Labor um-
gehen
d) Labor-Informations- und Management-Sys-
tem erklären
e) Störungen an automatisierten Systemen
erkennen und Maßnahmen zur Störungsbe-
seitigung einleiten
  13
28Prozessbezogene
Arbeitstechniken
11 Absatz 4 Nummer 3)
a) bei der Planung von Prozessabläufen mit-
wirken
b) prozessorientierte Arbeitstechnik auswählen
und bewerten
c) prozessorientierte Arbeitstechnik einsetzen
d) Prozessablauf kontrollieren und dokumen-
tieren
e) Ergebnisse prüfen, bewerten und dokumen-
tieren
  13
29Qualitätsmanagement
11 Absatz 4 Nummer 4)
a) Validierung für ein Verfahren durchführen
und dokumentieren
b) Qualitätssicherungskonzept für einen Ar-
beitsplatz entwickeln
c) statistische Qualitätskontrolle durchführen
d) Regeln Guter Laborpraxis (GLP), Guter Her-
stellungspraxis (GMP) oder vergleichbare
Regelungen anwenden
e) bei der internen Überprüfung des Qualitäts-
managements mitwirken
  13
30Umweltbezogene
Arbeitstechniken
11 Absatz 4 Nummer 5)
a) bei einem prozessbezogenen Verfahren der
Abfallwirtschaft, Boden-, Luft- oder Gewäs-
serreinhaltung mitwirken
b) Konzentrationen und Kenngrößen von Um-
weltparametern unter Beachtung einschlä-
giger Vorschriften bestimmen
c) Emissionen und Immissionen messen
d) Untersuchungsergebnisse mit Bestimmun-
gen von Regelwerken vergleichen, doku-
mentieren und beurteilen sowie Maßnahmen
veranlassen
  13
31Anwenden
probenahmetechnischer
und analytischer Verfahren
11 Absatz 4 Nummer 6)
a) Probenahmeverfahren nach Spezifität, Re-
präsentativität und Materialbeschaffenheit
auswählen
b) Methoden der Probenkonservierung und
-aufbewahrung anwenden
c) Proben stoff- und analysenspezifisch vorbe-
reiten
d) Analysenverfahren auswählen und einsetzen
e) Verfahrensschritte optimieren
f) Analyseverfahren validieren
  13
32Anwenden
chromatografischer
Verfahren
11 Absatz 4 Nummer 7)
a) Methoden unter Beachtung von Spezifität
und Matrixeinflüssen sowie nach Anwen-
dungsbereich auswählen
b) Analysenproben vorbereiten
c) chromatografische Verfahren optimieren
d) Kalibrierfunktion aufstellen und deren Rich-
tigkeit überprüfen
e) Mehrstoffgemische unter Anwenden von
mindestens drei unterschiedlicher Verfahren
analysieren
f) Chromatogramme interpretieren
  13
33Anwenden
spektroskopischer Verfahren
11 Absatz 4 Nummer 8)
a) Methoden unter Beachtung von Spezifität
und Matrixeinflüssen sowie nach Anwen-
dungsbereich auswählen
b) Analysenproben zur spektroskopischen
Messung vorbereiten
c) Messparameter einstellen und optimieren
d) Kalibrierfunktion aufstellen und deren Rich-
tigkeit überprüfen
e) Stoffe mit unterschiedlichen spektroskopi-
schen Methoden analysieren
f) Spektren interpretieren
  13
34Durchführen
verfahrenstechnischer
Arbeiten
11 Absatz 4 Nummer 9)
a) Sensoren für die Messtechnik auswählen
b) Stoffe verfahrenstechnisch herstellen
c) Stoffe mechanisch und thermisch trennen
und reinigen
d) Verfahren auf veränderte Maßstäbe übertra-
gen und optimieren
e) verfahrenstechnische Prozesse steuern und
regeln
  13