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Entscheidung - Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts - 1 BvL 16/11 - (zu § 3 Nummer 3 Satz 2 und 3, Nummer 4, 5, 6 Satz 3 und Nummer 7 Satz 2 des Grunderwerbsteuergesetzes) (BVerfGE20120718 k.a.Abk.)

B. v. 20.08.2012 BGBl. I S. 1770 (Nr. 38)
Geltung ab 18.07.2012; FNA: 1104-5 Bundesverfassungsgericht
1 Änderung | wird in 1 Vorschrift zitiert

Entscheidung


Entscheidung ändert mWv. 18. Juli 2012 GrEStG § 3

Aus dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 18. Juli 2012 - 1 BvL 16/11 - wird die Entscheidungsformel veröffentlicht:

1.
§ 3 Nummer 3 Satz 2 und Satz 3, Nummer 4, Nummer 5, Nummer 6 Satz 3 und Nummer 7 Satz 2 des Grunderwerbsteuergesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 26. Februar 1997 (Bundesgesetzblatt I Seite 418) sind vom Inkrafttreten des Gesetzes zur Beendigung der Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Gemeinschaften: Lebenspartnerschaften vom 16. Februar 2001 (Bundesgesetzblatt I Seite 266) bis zum Inkrafttreten des Jahressteuergesetzes 2010 (Bundesgesetzblatt I Seite 1768) mit Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes unvereinbar, soweit eingetragene Lebenspartner nicht wie Ehegatten von der Grunderwerbsteuer befreit sind.

2.
Der Gesetzgeber ist verpflichtet, bis zum 31. Dezember 2012 für den in Nummer 1 genannten Zeitraum eine verfassungsgemäße Regelung herbeizuführen.

Die vorstehende Entscheidungsformel hat gemäß § 31 Absatz 2 des Bundesverfassungsgerichtsgesetzes Gesetzeskraft.

Die Bundesministerin der Justiz

S.
Leutheusser-Schnarrenberger

 
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