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Fahrlehrer-Ausbildungsordnung (FahrlAusbO k.a.Abk.)

V. v. 19.06.2012 BGBl. I S. 1307 (Nr. 27); aufgehoben durch Artikel 7 V. v. 02.01.2018 BGBl. I S. 2
Geltung ab 23.06.2012; FNA: 9231-7-11 Allgemeines Straßenverkehrsrecht
1 Änderung | Drucksachen / Entwurf / Begründung | wird in 4 Vorschriften zitiert

Eingangsformel



Auf Grund

-
des § 9b Absatz 4 und des § 11 Absatz 4 des Fahrlehrergesetzes vom 25. August 1969 (BGBl. I S. 1336), die zuletzt durch Artikel 289 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) geändert worden sind, verordnet das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung,

-
des § 2 Nummer 1 des Fahrpersonalgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. Februar 1987 (BGBl. I S. 640), § 2 Nummer 1 zuletzt geändert durch Artikel 1 Nummer 1 des Gesetzes vom 6. Juli 2007 (BGBl. I S. 1270), verordnet das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales,

-
des § 23 Absatz 2 des Fahrlehrergesetzes vom 25. August 1969 (BGBl. I S. 1336), der zuletzt durch Artikel 289 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) geändert worden ist, verordnet das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:


§ 1 Ort der Ausbildung



Die Ausbildung zum Fahrlehrer erfolgt in einer amtlich anerkannten Fahrlehrerausbildungsstätte und in einer Ausbildungsfahrschule. Die Regelung des § 30 Absatz 2 des Fahrlehrergesetzes bleibt unberührt.


§ 2 Fahrlehrerausbildungsstätte



(1) Die Ausbildung ist nach einem von der Erlaubnisbehörde (§ 32 des Fahrlehrergesetzes) zu genehmigenden Ausbildungsplan durchzuführen, der mindestens die Sachgebiete und Stundenzahl des Rahmenplans (Anlage) enthalten muss.

(2) Die wöchentliche Dauer der Ausbildung darf 32 Unterrichtsstunden zu je 45 Minuten nicht unterschreiten. Die tägliche Dauer der Ausbildung darf acht Unterrichtsstunden nicht überschreiten.

(3) Die Ausbildung erfolgt in einem geschlossenen Lehrgang. Die Teilnehmerzahl der Lehrgänge für Bewerber um die Fahrlehrerlaubnis der Klassen A, BE und CE darf sechs nicht unterschreiten und soll 32 nicht überschreiten. Der Beginn des Lehrgangs und die Namen der Teilnehmer sind der Erlaubnisbehörde innerhalb von zwei Wochen ab Beginn mitzuteilen.

(4) Die Sachgebiete des Rahmenplans sind von den Lehrkräften nach § 9 der Durchführungsverordnung zum Fahrlehrergesetz zu unterrichten, und zwar

1.
von einem Fahrlehrer (§ 9 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 und 4 der Durchführungsverordnung zum Fahrlehrergesetz)

Abschnitt 1.5, 1.6.2 bis 1.6.8, 2.3, 2.4.2 bis 2.4.5, 3.3.2, 3.3.3, 4.3.5 bis 4.3.7, 4.4, 4.5.2, 5.3.7 bis 5.3.9, 5.4, 5.5.2;

2.
von einem Erziehungswissenschaftler (§ 9 Absatz 1 Satz 1 Nummer 5 der Durchführungsverordnung zum Fahrlehrergesetz)

Abschnitt 1.1.1.1 bis 1.1.2.1, 1.6.1, 2.1.1, 2.1.2, 2.4.1, 3.1.1, 3.3.1, 4.1.1, 4.5.1, 5.1.1, 5.5.1;

3.
von einem Ingenieur (§ 9 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 der Durchführungsverordnung zum Fahrlehrergesetz)

Abschnitt 1.3, 2.2.1 bis 2.2.8, 3.2, 4.3.1 bis 4.3.4.2, 5.3.1 bis 5.3.6;

4.
von einer Lehrkraft mit der Befähigung zum Richteramt (§ 9 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 der Durchführungsverordnung zum Fahrlehrergesetz)

Abschnitt 1.2, 4.2, 5.2.

Die übrigen Sachgebiete können von jeder Lehrkraft nach Satz 1 unterrichtet werden.


§ 3 Ausbildungsfahrschule



(1) Die Ausbildung des Fahrlehreranwärters ist nach einem von der Erlaubnisbehörde (§ 32 des Fahrlehrergesetzes) zu genehmigenden Ausbildungsplan durchzuführen. Der Ausbildungsplan muss folgende Abschnitte enthalten:

1.
Einführung,

2.
Teilnahme am theoretischen und praktischen Unterricht (Hospitation) mit Vor- und Nachbesprechung (Auswertung) des Unterrichts,

3.
Durchführung von theoretischem und praktischem Unterricht in Anwesenheit des Ausbildungsfahrlehrers mit Vor- und Nachbesprechung (Auswertung) des Unterrichts,

4.
Durchführung von theoretischem und praktischem Unterricht ohne Anwesenheit des Ausbildungsfahrlehrers und

5.
Vorstellung von Fahrschülern zur Prüfung einschließlich Begleitung und Beaufsichtigung bei der praktischen Prüfung.

(2) Die wöchentliche Dauer der Ausbildung darf 20 Unterrichtsstunden nicht unterschreiten und 40 Unterrichtsstunden nicht überschreiten. Eine Unterrichtsstunde beträgt 45 Minuten.

(3) Der Ausbildungsfahrlehrer soll insbesondere zu Beginn der Ausbildung jeweils nur einen Fahrlehreranwärter ausbilden; im Übrigen darf er nicht mehr als zwei Fahrlehreranwärter gleichzeitig ausbilden.


§ 4 Inkrafttreten, Außerkrafttreten


§ 4 ändert mWv. 23. Juni 2012 FahrlAusbO

Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung*) in Kraft. Gleichzeitig tritt die Fahrlehrer-Ausbildungsordnung vom 18. August 1998 (BGBl. I S. 2307, 2321), die durch Artikel 6 der Verordnung vom 7. August 2002 (BGBl. I S. 3267) geändert worden ist, außer Kraft.


---
*)
Anm. d. Red.: Die Verkündung erfolgte am 22. Juni 2012.


Schlussformel



Der Bundesrat hat zugestimmt.

Der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

Peter Ramsauer


Anlage (zu § 2 Absatz 1) Rahmenplan für die Fahrlehrerausbildung an Fahrlehrerausbildungsstätten



Übersicht


Verkehrsverhalten


Fahrlehreranwärter erwerben Wissen über das Verkehrsverhalten unter besonderer Berücksichtigung der Gefahrenlehre; sie lernen, ihr eigenes Fahrverhalten und das Fahrverhalten der Fahrschüler zu beobachten; sie lernen, das richtige Fahrverhalten den Fahrschülern zu vermitteln. Sie lernen die psychologischen und sozialen Aspekte des Verkehrsverhaltens sowie die Grundzüge der Verkehrspsychologie kennen.

Recht


Fahrlehreranwärter erwerben Kenntnisse des Rechtssystems, seiner Gliederung, Struktur und Funktion. Sie lernen die Wechselbeziehungen zwischen Grundrechten und Ansprüchen des Einzelnen und den Gemeinschaftsinteressen kennen sowie den Zusammenhang zwischen persönlichen Interessen und Verantwortung gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern und der Umwelt. Fahrlehreranwärter reflektieren ihr Rechtsverständnis und orientieren sich über die Einstellungen der Fahrschüler der unterschiedlichen Altersklassen. Fallbeispiele, induktive und deduktive Methoden kommen dabei zur Anwendung.

Technik


Fahrlehreranwärter lernen Aufbau und Funktionsweise des Kraftfahrzeugs und seiner Teile kennen (Nutzung, Bedienung, Kontrolle, Pflege, Wartung). Bei der Auswahl und Gewichtung der Ausbildungsinhalte kommt der Sicherheit und dem Umweltschutz eine besondere Bedeutung zu; naturwissenschaftliche Erklärungen, z. B. zur Umwelttechnik und zur Fahrphysik sind notwendig. Fahrlehreranwärter reflektieren ihr Technikverständnis und lernen die Zusammenhänge zwischen Fahrzeugtechnik, Verkehrssicherheit und Umweltschutz zu vermitteln.

Umweltschutz


Fahrlehreranwärter lernen die Zusammenhänge zwischen Straßenverkehr und Umweltschutz kennen. Sie werden mit den Möglichkeiten des Energiesparens beim Führen von Kraftfahrzeugen vertraut gemacht.

Fahren


Fahrlehreranwärter vervollkommnen ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten im sicheren, vorschriftsmäßigen, umweltschonenden und gewandten Fahren in den verschiedenen Fahrerlaubnisklassen; sie können ihr Fahrverhalten erklären.

Verkehrspädagogik (§ 4 Absatz 1 Nummer 3 des Fahrlehrergesetzes)


Fahrlehreranwärter lernen, theoretischen und praktischen Fahrunterricht in den verschiedenen Fahrerlaubnisklassen zu planen, zu gestalten und zu analysieren. Sie lernen die Grundlagen der Erwachsenenpädagogik und der Lernpsychologie kennen und entwickeln durch ihre Ausbildung ein persönliches Verständnis ihres pädagogischen Auftrags.

AbschnittZeit*)Sachgebiet
1770Fahrlehrerlaubnis Klasse BE
1.1280Verkehrsverhalten
1.1.180 Fahrer
1.1.1.1Fähigkeiten und Fahrfertigkeiten
Wahrnehmungsfähigkeit, Sehvermögen, Blickverhalten; Blickverhalten bei Fahran-
fängern, psychomotorische Fertigkeiten; Reaktionsfähigkeit; Konzentrationsfähigkeit
und Aufmerksamkeit; Denkprozesse und Automatismen beim Fahren
Wissen, anwenden, beobachten
1.1.1.2Fahrtüchtigkeit
Beanspruchung, Stress, Emotionen und Traumwelten, Alkohol und andere Drogen,
Medikamente
Wissen, beachten, beobachten, beeinflussen
1.1.1.3Einstellungen
zum Fahren und Fahrzeug; Möglichkeiten und Schwierigkeiten der Beeinflussung
Kennenlernen, orientieren, klären, beeinflussen
1.1.1.4 Aggression, Selbstdurchsetzung und Gewalt im Straßenverkehr
Formen, Entstehung und Möglichkeiten der Beeinflussung bei Fahrschülern und Fah-
rern
Wissen, analysieren, beeinflussen
1.1.1.5Fahrerselbstbild und Selbstwertgefühl
Selbsteinschätzung, Fahrertypologien, Fahrstile, Motive
Kennenlernen, reflektieren
1.1.1.6Unterschiedliche Verkehrsteilnehmer:
Hilfsbedürftige, Kinder, Jugendliche, Senioren, Fußgänger, Radfahrer, Kraftfahrer
Informieren, reflektieren
1.1.240 Fahrverhalten
1.1.2.1Regelkonformität
Bedeutung für das Verkehrssystem und für jeden Einzelnen; Akzeptanz, Verstöße,
Kontrolle; Statistik; Einstellungen bei Kraftfahrern
Wissen, orientieren, reflektieren
1.1.2.2Gefahrenlehre
Objektive und subjektive Sicherheit, Risikowahrnehmung und Risikoakzeptanz; Ge-
fährdung und Gefährlichkeit; Fahrfehler; Unfallforschung, Unfallstatistik, besondere
Situation bei Verkehrsunfall, Fehlverhalten und Unfalltrends bei jungen Fahrern; Ge-
fahren des Straßenverkehrs; Gefahrenabwehr, defensive Fahrweise
Informieren, reflektieren
1.1.2.3Kommunikation im Straßenverkehr, Straßenverkehr als besondere Kommunikations-
situation; soziales Handeln im Straßenverkehr, Partnerschaft und Kooperation; Hilfe,
Rücksicht, Höflichkeit, Gelassenheit
Wissen, erfahren, sensibilisieren, engagieren, reflektieren
1.1.2.4Verantwortung für Mensch und Umwelt
Werte, Wertewandel, Wertekonflikt (Leben und Gesundheit, Umwelt, Freiheit, Mobili-
tät, Eigentum) und Normen im Straßenverkehr, Zusammenhänge zwischen morali-
schem Anspruch und tatsächlichem Verkehrsverhalten im Straßenverkehr, unter-
schiedliche moralische Argumentationsniveaus in der Verkehrserziehung; Verhaltens-
steuerung im Straßenverkehr durch Normen, Motive, Gesetze, durch Einsicht und Ver-
nunft; Möglichkeiten der Beeinflussung der Verkehrsmoral durch Fahrschulunterricht
Informieren, analysieren, vermitteln, reflektieren
1.1.3160 Straßenverkehr
1.1.3.1Verkehrsregeln
Kennen, respektieren; sicherheitsrelevant, partnerschaftlich und verantwortungsvoll
anwenden
1.1.3.2Zulassung zum Straßenverkehr
Personen
Fahrzeuge
Kennenlernen
1.270 Recht
1.2.1Verfassungs- und Verwaltungsrecht, System der Vorschriften; Gesetze, Verordnungen,
Verwaltungsvorschriften, Richtlinien, Dienstanweisungen (Entstehung, Bedeutung,
Funktion); Verwaltungsrechtsschutz: Rechte und Möglichkeiten des Bürgers; formelle
und formlose Rechtsmittel, Leistungsgrenzen des Rechtsstaates
1.2.2Strafrecht einschließlich Ordnungswidrigkeiten
Materielles Recht, Verfahrensrecht
1.2.3 Entziehung der Fahrerlaubnis und Fahrverbot
Gerichtliche und behördliche sowie vorläufige und endgültige Maßnahmen, Reflexion
der häufigsten Auffälligkeiten und ihre Ursachen
1.2.4Haftungs- und Versicherungsrecht
Delikts- und Gefährdungshaftung; Vertragsverletzung, Haftpflichtversicherung und
freiwillige Versicherungen
1.2.5Steuerrecht (Kraftfahrzeugsteuergesetz)
Grundzüge kennen
1.2.6Wettbewerbsrecht, Arbeits- und Sozialrecht
Grundzüge
1.390 Technik
1.3.1Motoren und Aggregate
Otto- und Dieselmotoren; Kühlung; Schmierung; Kraftstoffanlagen; Abgasanlagen
Elektroantrieb in Kraftfahrzeugen
1.3.2Kraftstoffe
Anforderungen an Kraftstoffe; Umweltbelastung durch Kraftstoffe; alternative Kraft-
stoffe
1.3.3Schmierstoffe
Unterscheidung von Güte und Viskosität; Umweltbelastung, Entsorgung
1.3.4Kraftübertragung
Arten der Kraftübertragung, Kupplung, Getriebe, Achsantrieb, Differential
1.3.5Fahrwerk
Radaufhängung; Rad- und Achsstellungen; Federung und Dämpfung; Räder und
Reifen; Lenkung
1.3.6Bremsen
Arten; Betriebs-, Feststell- und Hilfsbremsanlagen
1.3.7Karosserie und Ausstattung
Innere und äußere Sicherheit, Recycling und Entsorgung; aktive und passive Sicher-
heit
1.3.8Elektrische und elektronische Anlagen
Generator, Batterie, Verbraucher
1.3.9Fahrphysik
Antriebskräfte, Fahrwiderstände; Kurvenkräfte; Bremskräfte
1.3.10Anhängertechnik
Aufbauarten, Fahrtechnik mit Anhänger, Zusammenstellen von Zügen
1.3.11Umwelttechnik
Katalysator, Lambdasonde, Abgasrückführung, Rußfilter; Geräuschentwicklung; Re-
cycling; Umgang mit technischen Einrichtungen; Kontrolle, Wartung und Pflege
1.410Umweltschutz
Einfluss des Straßenverkehrs auf Klimaveränderungen, Natur (neuartige Baumkrank-
heiten) und menschliche Gesundheit; Emissionen,
Ozonbildung, Treibhauseffekt; Umweltverträglichkeit und Energieverbrauch der unter-
schiedlichen Verkehrsmittel; Ressourcen; Möglichkeiten des Energiesparens; Ver-
kehrsvermeidungsstrategien
1.515Fahren
Fahrlehreranwärter vervollkommnen Fahrweise und Fahrfertigkeiten
1.6235Verkehrspädagogik
1.6.1135 Inhalte, Ziele und Lernprozesse
1.6.1.1Inhalte der Fahrschülerausbildung
Sachgebiete für den theoretischen und praktischen Unterricht; Verbindlichkeit und
Gestaltungsspielräume; Curricularer Leitfaden, Unterrichtswerke; Lehr- und Ausbil-
dungspläne
Kennen, gewichten, aufbereiten, anordnen
1.6.1.2Ziele der Fahrschülerausbildung
Systematik der Ausbildungsziele, Konkretisierung der Ausbildungsziele bei der Unter-
richtsplanung
Kennenlernen, verstehen, konkretisieren
1.6.1.3Lernformen und Lernprozesse beim Fahrenlernen
Lernvoraussetzungen, Lernstand; Lernstörungen; Weiterlernen nach der Fahrerlaub-
nisprüfung; Lernprozesse in der Erwachsenenbildung
Anleiten, beurteilen, helfen, unterstützen
1.6.1.4Unterrichtsplanung
Planungsfaktoren, -prinzipien und -schritte
Kennenlernen, analysieren, anwenden
1.6.1.5Fahrlehrerverhalten
Besonderes pädagogisches Verhältnis; psychologische und soziale Zusammenhänge;
Unterrichts- und Erziehungsstile, Typenkonzepte, Dimensionen; Zusammenhänge
zwischen Unterrichtsstil, Lernklima, Lernerfolg und Lehrerimage
Kennen, trainieren, beurteilen
1.6.1.6Fahrlehrer-Fahrschüler-Kommunikation
Im Theorieunterricht und im praktischen Fahrunterricht; Beziehungen und Bezie-
hungsstörungen
Analysieren, gestalten, trainieren
1.6.1.7Lernstandsdiagnose
Leistung und Leistungsbeurteilung beim Fahrenlernen; Diagnosebogen; Leistungs-
rückmeldungen; Beurteilungsfehler, Prüfungsvorbereitung, Prüfungsreife, Prüfungs-
angst
Wissen, mitteilen, helfen
1.6.1.8Beratung von Fahrschülern
Beratung als besonders pädagogische Beziehung; Methoden und typische Situatio-
nen
Wissen, anwenden, können
1.6.260 Unterrichtsmethoden
Veranschaulichung, Demonstration, Modellverhalten; Information, Erklärung, Referat,
Erzählung, Bericht; Aufgaben, Anweisungen, entwickelndes Unterrichtsgespräch; Be-
kräftigung, Kritik, Korrektur, Appell; Arrangieren und moderieren: Übung, Wiederho-
lung, Diskussion, Kleingruppenarbeit, Rollenspiel und Interaktionsspiel
Kennenlernen, auswählen, üben
1.6.3Unterrichtsmedien
Modelle, Printmedien, audiovisuelle Medien, elektronische Medien
Kennenlernen, beurteilen, auswählen, produzieren
1.6.4Unterrichtspraxis
Theorieunterricht und praktischer Unterricht; Einsatz von Zusatzspiegeln und Doppel-
pedalen
Analysieren, planen, gestalten, anweisen, üben
1.6.540 Fahrschulwesen
Fahrlehrergesetz und Durchführungsverordnung zum Fahrlehrergesetz; Vorschriften
über Ausbildung und Prüfung von Fahrschülern einschließlich Fahrerlaubnis auf Probe
und Nachschulung; Vorschriften über Ausbildung und Prüfung von Fahrschülern und
Prüfung von Fahrlehrern
1.6.6Vorbereitung auf die praktische Ausbildung
Ablauf, Umfang und Organisation; Aufgaben des Fahrlehreranwärters und der Ausbil-
dungsfahrschule; Status des Fahrlehreranwärters
1.6.7Fahrlehrerberuf
Entwicklung, Weiterqualifizierung; Belastungsfaktoren; Arbeitsorganisation
Verkehrssicherheitsarbeit
1.6.8Programme, Sicherheitstraining, Fahrerweiterbildung
Kennen, anwenden
1.770Auswertung der Erfahrungen aus der praktischen Ausbildung
Analyse der Erfahrungen, praktische Folgerungen; Vertiefung der Sachgebiete
Unterrichtsmethoden und Unterrichtspraxis
2140Fahrlehrerlaubnis Klasse A
2.145Verkehrsverhalten
2.1.115 Fahrer
Vertiefung des Wissens, der Fähigkeiten und Fertigkeiten, Einstellungen; Wahrneh-
mungsvermögen, psychomotorische Fähigkeiten (z. B. Gleichgewichtssinn); Konditi-
on, Einstellungen zum Kraftradfahren, Fahrgefühle, Freizeitgestaltung; Fahrertypolo-
gien, Fahrstile
Wissen, anwenden, beobachten
2.1.2Fahrverhalten des Kraftradfahrers
Regelverstöße, Statistik; Risiko und Risikobereitschaft; Fahrfehler, Unfälle, Trends, de-
fensive Fahrweise; aggressives Fahren; Fahren in der Gruppe; Verhalten gegenüber
anderen Verkehrsteilnehmern; Verantwortung für Mensch und Umwelt
Wissen, beachten, beobachten, beeinflussen
2.1.330 Straßenverkehr
2.1.3.1Verkehrsregeln
Kennen, respektieren, sicherheitsrelevant, partnerschaftlich und verantwortungsvoll
anwenden
2.1.3.2Zulassung zum Straßenverkehr
Personen
Fahrzeuge
Kennen
2.230 Technik
2.2.1Motoren und Aggregate
Viertakt- und Zweitaktmotoren, Kühlung, Schmierung, Kraftstoffanlagen, Abgasan-
lagen
2.2.2Kraftübertragung
Arten der Kraftübertragung, Kupplung, Getriebe, Primär- und Sekundärantrieb
2.2.3Fahrwerk
Federung und Dämpfung, Räder und Reifen, Reifenverschleiß, Radführung
2.2.4Bremsen
Arten, Funktion
2.2.5Rahmenformen und -arten
2.2.6 aktive, passive Sicherheit
Seitenwagen
Formen, Anbau, Besonderheiten
2.2.7Fahrphysik
Antriebskräfte, Fahrwiderstände, Kurvenkräfte, Bremskräfte, Besonderheiten bei Rol-
ler und Kraftrad mit Beiwagen
2.2.8Umwelttechnik und ihre Bedeutung für Fahrpraxis und Fahrzeugwartung, Katalysator,
Lambdasonde, Abgasrückführung; Geräuschentwicklung; Recycling, umweltgerechte
Entsorgung
Kennen, anwenden
2.2.9Funkanlagen
Arten und Einsatzmöglichkeiten
2.310Fahren
2.455Verkehrspädagogik
Fahrlehreranwärter lernen, ihr verkehrspädagogisches Wissen, ihr pädagogisches
Wissen und ihre pädagogischen Fähigkeiten und Fertigkeiten auf die Klasse A zu
übertragen, zu ergänzen und anzuwenden
2.4.115Inhalte, Ziele, Lernprozesse und -probleme beim Fahren auf Krafträdern; Mofa-
Ausbildung
2.4.240 Methoden der praktischen Ausbildung
Kleingruppen; Aufbau von Übungen mit steigendem Schwierigkeitsgrad; Sicherung
und Kennzeichnung von Übungsflächen für die Grundfahrübungen; Einsatz von Funk-
anlagen
2.4.3Unterrichtsmedien
Modelle, Printmedien, audiovisuelle und elektronische Medien
2.4.4Lernstandsdiagnose
Leistung und Leistungsbeurteilung beim Fahrenlernen, Diagnosebogen, Leistungs-
rückmeldungen, Beurteilungsfehler, Prüfungsvorbereitung, Prüfungsreife, Ausbil-
dungs- und Prüfungsängste
2.4.5Fahrschulwesen
Fahrlehrergesetz und Durchführungsverordnung zum Fahrlehrergesetz; Vorschriften
über Ausbildung und Prüfung von Fahrschülern; Ausbildungsfahrzeuge und Funkein-
satz; Vorschriften über Ausbildung und Prüfung von Fahrlehrern
3140Fahrlehrerlaubnis Klasse CE oder DE
(1. Ausbildungsmonat)
3.140Verkehrsverhalten
3.1.110Fahrer
Vertiefung des Wissens, der Fähigkeiten und Fertigkeiten; Einstellungen der Fahrer
von unterschiedlichen Nutzfahrzeugen, insbesondere: Blickverhalten; Dauerbeanspru-
chung; Stress, Anstrengung und Entspannung, Erholung, Fahrtüchtigkeit; Verantwor-
tung des Fahrers; Verhalten gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern
Wissen, orientieren, reflektieren, sensibilisieren, engagieren
3.1.230 Straßenverkehr
3.1.2.1Verkehrsregeln
Kennen, respektieren, sicherheitsrelevant, partnerschaftlich und verantwortungsvoll
anwenden
3.1.2.2Zulassung zum Straßenverkehr
Personen
Fahrzeuge
3.260 Technik
3.2.1Motoren und Aggregate
Dieselmotoren, Kühlung, Schmierung, Einspritzverfahren, Aufladetechnik, Abgasan-
lagen
3.2.2Kraftstoffe
Anforderungen an Kraftstoffe, Umweltbelastung durch Kraftstoffe, alternative Kraft-
stoffe
3.2.3Schmierstoffe
Unterscheidung von Güte und Viskosität, Umweltbelastung, Entsorgung
3.2.4Kraftübertragung
Arten der Kraftübertragung, Kupplungs-, Getriebe- und Achsantriebsarten, Differential
3.2.5Fahrwerk
Radaufhängung, Rad- und Achsstellung, Federung und Dämpfung, Räder und Reifen,
Lenkung
3.2.6Bremsen
Arten, Betriebs-, Feststell- und Hilfsbremsanlagen, Dauerbremsen (Motorbremsen,
Retarder)
3.2.7Elektrische und elektronische Anlagen
Generator, Batterie, Verbraucher
3.2.8Fahrphysik
Antriebskräfte, Fahrwiderstände, Kurvenkräfte, Bremskräfte
3.2.9Umwelttechnik
Technische Einrichtungen zur Schadstoffreduzierung (z. B. Katalysator, Lambdason-
de, Abgasrückführung, Rußfilter), Geräuschentwicklung, Recycling, umweltgerechte
Entsorgung, Kontrollen, Wartung, Pflege
Kennen, vermitteln
3.340Verkehrspädagogik
Fahrlehreranwärter lernen ihr verkehrspädagogisches Wissen und ihre pädagogischen
Fähigkeiten und Fertigkeiten auf die Klassen CE und DE zu übertragen und anzuwen-
den
3.3.110Inhalte, Ziele, Lernprozesse und -probleme beim Führen von Nutzfahrzeugen,
Lernstandsbeurteilung
3.3.230 Methoden der praktischen Ausbildung in Kleingruppen
Sicherung und Kennzeichnung von Übungsflächen für die Grundfahrübungen;
Einsatz von Sicherungsposten und Einweisern
3.3.3Fahrschulwesen
Fahrlehrergesetz und Durchführungsverordnung zum Fahrlehrergesetz; Vorschriften
über Ausbildung und Prüfung von Fahrschülern, Vorschriften über Ausbildung und
Prüfung von Fahrlehrern. Belastungsfaktoren; Arbeitsorganisation, gemeinsame Nut-
zung von Ausbildungsfahrzeugen, Kooperationsformen im CE- und DE-Bereich
4140Fahrlehrerlaubnis Klasse CE
(2. Ausbildungsmonat)
4.145Verkehrsverhalten
4.1.15 Fahrer
Einstellungen zum Fahren, Fahrzeug und Ladung, Möglichkeiten und Schwierigkeiten
der Beeinflussung, Verhalten gegenüber schwächeren Verkehrsteilnehmern
4.1.1.2Ängste, Aggression und Selbstdurchsetzung
Formen, Entstehung und Möglichkeiten der Beeinflussung bei Fahrschülern und Fah-
rern
4.1.1.3 Fahrerselbstbild und Selbstwertgefühl
Selbstüberschätzung, Fahrertypologien, Fahrstile
4.1.240 Straßenverkehr
4.1.2.1Verkehrsregeln
Kennen, respektieren, sicherheitsrelevant, partnerschaftlich und verantwortungsvoll
anwenden
4.1.2.2Sozialvorschriften im Straßenverkehr
4.1.2.3Gefahrgutbeförderung
4.1.2.4Unfallverhütungsvorschriften
4.1.2.5Berufskraftfahrerausbildung
4.1.2.6Ausbildung zum Kraftverkehrsmeister
4.1.2.7Internationaler Güterverkehr
4.25 Recht
4.2.1Güterkraftverkehrsgesetz mit Nebenverordnungen
4.2.2Kfz-Steuer bei Lkw, Anhänger und Sattelkraftfahrzeug
4.345Technik
4.3.130 Bau- und Antriebsarten
4.3.2Aufbauten
4.3.3Zusammenstellung von Zügen, Verbindungseinrichtungen
4.3.4Bremsen
4.3.4.1Zugfahrzeug
4.3.4.2Anhänger und Sattelauflieger
4.3.515 Ladungsaufnahme und Ladungssicherung
4.3.6Fahrtechnik und Anhänger
4.3.7Sicherheits- und Abfahrkontrollen
4.410Fahren
Fahrlehreranwärter vervollkommnen ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten im sicheren,
vorschriftsmäßigen, umweltschonenden und gewandten Fahren von Zügen oder Sat-
telkraftfahrzeugen einschließlich Verbinden und Trennen von Fahrzeugkombinationen
4.535Verkehrspädagogik
4.5.15Fortführung der Ausbildungsschwerpunkte aus Abschnitt 3.3
4.5.230Inhalte und Ziele der Fahrschülerausbildung
Methoden der praktischen Ausbildung in Kleingruppen; Sicherheits- und Abfahrkon-
trollen; Grundfahraufgaben; Anweisen des Sicherungsposten bei Verbinden von Fahr-
zeugkombinationen
Lernstandsdiagnose
Unterrichtsmedien
Kennen, gewichten, ausführen, anordnen
5140Fahrlehrerlaubnis Klasse DE
(2. Ausbildungsmonat)
5.145Verkehrsverhalten
5.1.110 Fahrer
5.1.1.1Einstellungen zum Fahren und gegenüber Fahrgästen; Möglichkeiten und Schwierig-
keiten der Beeinflussung von Fahrern und Fahrgästen
5.1.1.2Ängste, Aggression und Selbstdurchsetzung
Formen, Entstehung und Möglichkeiten der Beeinflussung
5.1.1.3 Fahrerselbstbild und Selbstwertgefühl
Selbstüberschätzung, Fahrertypologie, Fahrstile
Kennen, reflektieren, beeinflussen
5.1.235 Straßenverkehr
5.1.2.1Verkehrsregeln
Kennen, respektieren, sicherheitsrelevant, partnerschaftlich und verantwortungsvoll
anwenden
5.1.3Sonstige Vorschriften
5.1.3.1Unfallverhütungsvorschriften
5.1.3.2Sozialvorschriften im Straßenverkehr
5.1.3.3Berufskraftfahrerausbildung
5.1.3.4Ausbildung zum Kraftverkehrsmeister
5.1.3.5Internationaler Personenverkehr
Wissen, anwenden
5.25 Recht
5.2.1Personenbeförderungsgesetz mit Nebenbestimmungen
5.2.2Kraftfahrzeugsteuergesetz
5.330 Technik
5.3.1Bauarten
5.3.2Aufbauten
5.3.3Bremsen
5.3.4Aktive und passive Sicherheit
5.3.5Technische Serviceeinrichtungen Heizung, Klimaanlage, Bordküche, Toilette usw.
5.3.6Versorgung und Entsorgung
5.3.725 Nothilfeeinrichtungen
5.3.8Fahrtechnik
5.3.9Werkstattausbildung
Störungssuche und Fehlerbeseitigung
5.410Fahren
Fahrlehreranwärter vervollkommnen ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten im sicheren,
vorschriftsmäßigen, umweltschonenden und gewandten Fahren; sie können ihr Fahr-
verhalten erklären
5.525Verkehrspädagogik
5.5.15Fortführung der Ausbildungsschwerpunkte aus Abschnitt 3.3
5.5.220Inhalte und Ziele der Fahrschülerausbildung
Methoden der praktischen Ausbildung in Kleingruppen; Sicherheits- und Abfahrkon-
trolle; Grundfahraufgaben; Anweisen des Sicherungsposten bei Verbinden von Fahr-
zeugkombinationen
Lernstandsdiagnose
Leistung und Leistungsbeurteilung beim Fahrenlernen, Diagnosebogen, Leistungs-
rückmeldungen, Beurteilungsfehler, Prüfungsvorbereitung, Prüfungsreife, Ausbil-
dungs- und Prüfungsängste
Unterrichtsmedien
Modelle, Printmedien, audiovisuelle Medien, elektronische Medien
Kennen, gewichten, aufbereiten, anordnen


*)
Stunden zu je 45 Minuten.