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Siebtes Gesetz zur Änderung des Bundesfernstraßengesetzes (7. FStrGÄndG k.a.Abk.)

G. v. 27.06.2017 BGBl. I S. 2082 (Nr. 43); Geltung ab 05.07.2017
1 Änderung | Drucksachen / Entwurf / Begründung

Eingangsformel



Der Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrates das folgende Gesetz beschlossen:


Artikel 1


Artikel 1 ändert mWv. 5. Juli 2017 FStrG § 5b (neu), Anlage

Das Bundesfernstraßengesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. Juni 2007 (BGBl. I S. 1206), das zuletzt durch Artikel 9 des Gesetzes vom 29. Mai 2017 (BGBl. I S. 1298) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:

1.
Nach § 5a wird folgender § 5b eingefügt:

§ 5b Finanzhilfen für Radschnellwege in Straßenbaulast der Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände

(1) Zum Bau von Radschnellwegen in der Straßenbaulast der Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände kann der Bund den Ländern insbesondere zur Förderung des wirtschaftlichen Wachstums bis zum Ablauf des Jahres 2030 Finanzhilfen gewähren. Die Finanzhilfen verringern sich beginnend mit dem Haushaltsjahr 2022 um 3 vom Hundert. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur überprüft jährlich die Verwendung der Mittel nach Satz 1.

(2) Die Länder zahlen die Finanzhilfen zurück, wenn geförderte Maßnahmen nicht die Voraussetzungen des Absatzes 1 sowie der Verwaltungsvereinbarung im Sinne von Absatz 4 erfüllen. Nach Satz 1 zurückzuzahlende Mittel sind zu verzinsen. Werden Mittel zu früh angewiesen, so sind für die Zeit der Auszahlung bis zur zweckentsprechenden Verwendung Zinsen zu zahlen.

(3) Bestehen tatsächliche Anhaltspunkte, die eine Rückforderung von Bundesmitteln möglich erscheinen lassen, haben das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie der Bundesrechnungshof ein Recht auf einzelfallbezogene Informationsbeschaffung einschließlich örtlicher Erhebungsbefugnisse.

(4) Die Einzelheiten insbesondere der Verteilung der Mittel auf die Länder, des Eigenanteils der Länder, der Förderbereiche, der Förderquote des Bundes, der Bewirtschaftung der Mittel, der Prüfung der Mittelverwendung sowie des Verfahrens zur Durchführung dieser Vorschrift werden durch Verwaltungsvereinbarung geregelt. Die Inanspruchnahme der Finanzhilfen ist an das Inkrafttreten der Verwaltungsvereinbarung gebunden."

2.
Die Anlage wird wie folgt gefasst:

„Anlage (zu § 17e Absatz 1) Bundesfernstraßen mit erstinstanzlicher Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts

Vorbemerkung:

Im Sinne dieser Anlage bedeuten

1.
A: Bundesautobahn

2.
B: Bundesstraße

3.
L: Landesstraße

4.
OU: Ortsumgehung

Zu den Bundesfernstraßen gehören auch die für den Betrieb von Bundesfernstraßen notwendigen Anlagen. Die Bundesfernstraßen beginnen und enden jeweils an den Knotenpunkten, an denen sie mit dem bestehenden Straßennetz verbunden sind.

Lfd. Nr. Bezeichnung
1A 1 Dreieck Hamburg-Südost - Dreieck Hamburg-Stillhorn (A 26)
2A 1 Neuenkirchen/Vörden - Münster-Nord
3A 1 Köln-Niehl - Kreuz Leverkusen
4A 1 Kreuz Wuppertal-Nord (A 43)
5A 1 Westhofener Kreuz (A 45)
6A 1 Blankenheim - Kelberg
7A 2 Kreuz Bottrop (A 31)
8A 3 Kreuz Kaiserberg (A 40)
9A 3 Kreuz Oberhausen (A 2/ A 516)
10A 3 Köln-Mülheim - Kreuz Leverkusen (A 1)
11A 3 Wiesbadener Kreuz (A 66)
12A 3 Kreuz Biebelried (A 7) - Kreuz Fürth/Erlangen (A 73)
13A 4 Kreuz Köln-Süd (A 555)
14A 6 Saarbrücken-Fechingen - St. Ingbert-West
15A 6 Heilbronn/Untereisesheim - Heilbronn/Neckarsulm
16A 6 Kreuz Weinsberg (A 81) - Kreuz Feuchtwangen/Crailsheim (A 7)
17A 7 Hamburg/Heimfeld - Hamburg/Volkspark
18A 7 Kreuz Rendsburg - Rendsburg/Büdelsdorf
19A 8 Mühlhausen - Hohenstadt
20A 8 Kreuz München Süd (A 99) - Bundesgrenze Deutschland/Österreich
21A 20 Westerstede (A 28) - Weede
22A 26 Drochtersen (A 20) - Dreieck Hamburg-Stillhorn (A 1)
23A 33 Bielefeld/Brackwede - Borgholzhausen einschließlich Zubringer Ummeln
24A 33 Dreieck Osnabrück-Nord (A 1) - Osnabrück-Belm
25A 39 Lüneburg - Wolfsburg
26A 40 Duisburg-Homberg - Duisburg-Häfen
27A 44 Ratingen (A 3) - Velbert
28A 45 Hagen (A 46) - Westhofen (A 1)
29A 46 Westring - Kreuz Sonnborn (L 418)
30A 49 Bischhausen - A 5
31A 57 Kreuz Köln-Nord (A 1) - Kreuz Moers (A 40)
32A 61 Kreuz Frankenthal (A 6) - Landesgrenze Rheinland-Pfalz/Baden-Württemberg
33A 66 Kreuz Wiesbaden-Schierstein - Kreuz Wiesbaden
34A 81 Böblingen/Hulb - Sindelfingen Ost
35A 94 Malching - Pocking (A 3)
36A 99 Dreieck München Süd-West (A 96) - Kreuz München Süd (A 8)
37A 100 Dreieck Neukölln (A 113) - Storkower Straße
38A 111 Landesgrenze Berlin/Brandenburg - einschließlich Rudolf-Wissell-Brücke (A 100)
39A 281 Eckverbindung in Bremen
40A 445 Werl-Nord - Hamm-Rhynern (A 2)
41A 643 Dreieck Mainz (A 60) - Mainz-Mombach
42B 19 OU Meiningen
43B 85 Altenkreith - Wetterfeld
44B 112 OU Frankfurt (Oder)
45B 180 Aschersleben - Quenstedt
46B 402/B 213/ B 72 (E 233) Meppen (A 31) - Cloppenburg (A 1)
".


Artikel 2



Dieses Gesetz tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.


Schlussformel



Das vorstehende Gesetz wird hiermit ausgefertigt. Es ist im Bundesgesetzblatt zu verkünden.

Der Bundespräsident

Steinmeier

Die Bundeskanzlerin

Dr. Angela Merkel

Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur

A. Dobrindt