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Synopse aller Änderungen der Aromenverordnung am 15.02.2008

Diese Gegenüberstellung vergleicht die jeweils alte Fassung (linke Spalte) mit der neuen Fassung (rechte Spalte) aller am 15. Februar 2008 durch Artikel 4 der 2. ZZulVuaÄndV geänderten Einzelnormen. Synopsen für andere Änderungstermine finden Sie in der Änderungshistorie der AromV.

Hervorhebungen: alter Text, neuer Text

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a.F. (alte Fassung)
in der vor dem 15.02.2008 geltenden Fassung
n.F. (neue Fassung)
in der am 15.02.2008 geltenden Fassung
durch Artikel 4 V. v. 30.01.2008 BGBl. I S. 132
(heute geltende Fassung) 
(Textabschnitt unverändert)

§ 3 Zusatzstoffe


(1) Als Zusatzstoffe werden zugelassen

1. die in Anlage 5 Nr. 1 Buchstabe a aufgeführten Aromastoffe zur Herstellung von Aromen, die zur Verwendung bei den in Anlage 6 aufgeführten Lebensmitteln und ihren Zutaten bestimmt sind,

2. der in Anlage 5 Nr. 1 Buchstabe b aufgeführte Aromastoff zur Herstellung von Lakritzwaren,

3. die in Anlage 5 Nr. 1 Buchstabe c aufgeführten Aromastoffe zur Herstellung von Spirituosen und alkoholfreien Erfrischungsgetränken,

(Text alte Fassung) nächste Änderung

4. die in Anlage 5 Nr. 2 aufgeführten Stoffe zur Geschmacksbeeinflussung von Aromen, die dort aufgeführten Aminosäuren und deren Salze sowie Glutaminsäure, Mononatriumglutamat und Monokaliumglutamat darüber hinaus zur Herstellung von Reaktionsaromen,

5. die in Anlage 5 Nr. 3 aufgeführten Stoffe als Lösungsmittel oder Trägerstoffe für Aromen.

(Text neue Fassung)

4. die in Anlage 5 Nr. 2 aufgeführten Stoffe zur Geschmacksbeeinflussung von Aromen, die dort aufgeführten Aminosäuren und deren Salze sowie Glutaminsäure, Mononatriumglutamat und Monokaliumglutamat darüber hinaus zur Herstellung von Reaktionsaromen.

5. (aufgehoben) *)

(2) Der Gehalt an diesen Zusatzstoffen darf die in Anlage 5 jeweils festgesetzten Höchstmengen nicht überschreiten. Der Gehalt an Glutaminsäure und Glutamaten darf im verzehrfertigen Lebensmittel insgesamt 10 000 Milligramm pro Kilogramm, berechnet als Glutaminsäure, nicht überschreiten.

(3) Zum Räuchern von Lebensmitteln allgemein, ausgenommen das Räuchern von Wasser, wässrigen Lösungen, Speiseölen, anderen Flüssigkeiten und Nitritpökelsalz, wird frisch entwickelter Rauch aus naturbelassenen Hölzern und Zweigen, Heidekraut und Nadelholzsamenständen, auch unter Mitverwendung von Gewürzen, zugelassen.

(4) Zum Räuchern von Malz für die Whiskyherstellung wird frisch entwickelter Rauch aus Torf zugelassen.

vorherige Änderung nächste Änderung

 



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*) Anm. d. Red.: Die nicht durchführbare Änderung in Artikel 4 Nr. 1 Buchstabe b V. v. 30. Januar 2008 (BGBl. I S. 132) wurde sinngemäß in Absatz 1 durchgeführt.

§ 7 Übergangsvorschrift


vorherige Änderung nächste Änderung

Bis zum 27. Januar 2006 dürfen Aromen und andere Lebensmittel nach den bis zum 25. Januar 2005 geltenden Vorschriften gekennzeichnet oder in den Verkehr gebracht und danach noch bis zum Abbau der Vorräte weiter in den Verkehr gebracht werden.



(1) Bis zum 27. Januar 2006 dürfen Aromen und andere Lebensmittel nach den bis zum 25. Januar 2005 geltenden Vorschriften gekennzeichnet oder in den Verkehr gebracht und danach noch bis zum Abbau der Vorräte weiter in den Verkehr gebracht werden.

(2) Bis zum Ablauf des 14. August 2008 dürfen Aromen und andere Lebensmittel nach den bis zum 14. Februar 2008 geltenden Vorschriften gekennzeichnet oder in den Verkehr gebracht werden
und danach noch bis zum Abbau der Vorräte weiter in den Verkehr gebracht werden.

Anlage 5 (zu § 3) Zusatzstoffe


1. Aromastoffe


E-Nummer | Aromastoffe | Höchstmenge mg/kg
verzehrfertiges Lebensmittel

1 | 2 | 3

| a) Ethylvanillin | 250

| Allylphenoxiacetat | 2

| α-Amylzimtaldehyd | 1

| Anisylaceton | 25

| Hydroxicitronellal | insgesamt 25, berechnet als Hydroxicitronellal

| Hydroxicitronellaldiethylacetal

| Hydroxicitronellaldimethylacetal

| 6-Methylcumarin | 30

| Methylheptincarbonat | 4

| β-Naphthylmethylketon | 5

| 2-Phenylpropionaldehyd | 1

| Piperonylisobutyrat | 3

| Propenylguaethol | 25

| Resorcindimethylether | 5

| Vanillinacetat | 25

| b) Ammoniumchlorid | 20 000

| c) Chininhydrochlorid | insgesamt 300 bei Spirituosen,
85 bei alkoholfreien Erfrischungs-
getränken, jeweils berechnet als
Chinin (einschließlich der Zusätze
nach Anlage 4)*)

| Chininsulfat

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*) Die Höchstmengen beziehen sich auf einen Liter.

2. Geschmacksbeeinflussende Stoffe


E-Nummer | Stoffe | Höchstmenge mg/kg
verzehrfertiges Lebensmittel

1 | 2 | 3

E640 | L-Alanin
L-Arginin
L-Asparaginsäure
L-Citrullin
L-Cystein
L-Cystin
Glycin
L-Histidin
L-Isoleucin
L-Leucin
L-Lysin
L-Methionin
L-Phenylalanin
L-Serin
Taurin
L-Threonin
L-Valin
sowie die Natrium- und Kaliumverbindungen und
die Hydrochloride dieser Aminosäuren | insgesamt 500 und nicht mehr
als 300 je Einzelsubstanz,
jeweils berechnet als Aminosäure

| Maltol | 10

| Ethylmaltol | 50

vorherige Änderung


3. Lösungsmittel und Trägerstoffe


E-Nummer | Lösungsmittel/Trägerstoffe | Höchstmenge mg/kg
verzehrfertiges Lebensmittel

1 | 2 | 3

E 170
E 260
E 261
E 262
E 263
E 270
E 296
E 322
E 325
E 326
E 327
E 330
E 331
E 332
E 333
E 334
E 400
E 401
E 402
E 404
E 406
E 407
E 410
E 412
E 413
E 414
E 415
E 420
E 422
E 440
E 461 | Calciumcarbonate
Essigsäure
Kaliumacetat
Natriumacetate
Calciumacetat
Milchsäure
Äpfelsäure
Lecithine
Natriumlactat
Kaliumlactat
Calciumlactat
Citronensäure
Natriumcitrate
Kaliumcitrate
Calciumcitrate
L(*)-Weinsäure
Alginsäure
Natriumalginat
Kaliumalginat
Calciumalginat
Agar-Agar
Carrageen
Johannisbrotkernmehl
Guarkemmehl
Traganth
Gummi arabicum
Xanthan
Sorbit
Glycerin
Pektine
Methylcellulose | qs *)

E 466 | Carboxymethylcellulose,
Natriumcarboxymethylcellulose

E 470a
E 470b
E 471 | Natrium-, Kalium- und Calciumsalze von Speisefettsäuren
Magnesiumsalze von Speisefettsäuren
Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren

E 472a | Essigsäureester von Mono- und Diglyceriden von
Speisefettsäuren

E 472b | Milchsäureester von Mono- und Diglyceriden von
Speisefettsäuren

E 472c | Citronensäureester von Mono- und Diglyceriden von
Speisefettsäuren

E 472d | Weinsäureester von Mono- und Diglyceriden von
Speisefettsäuren

E 472e | Mono- und Diacetylweinsäureester von
Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren

E 500 | Natriumcarbonate

E 501 | Kaliumcarbonate

E 504 | Magnesiumcarbonate

E 1414 | Acetyliertes Distärkephosphat

E 1420 | Acetylierte Stärke

E 1422 | Acetyliertes Distärkeadipat

E 1518 | Glycerintriacetat

E 1505 | Triethylcitrat

- | Glycerindiacetat

- | Propan-1,2-diol (Propylenglycol)

- | Ethyllactat

- | Benzylalkohol

E 341 | Calciumphosphate | 1 000 einzeln oder in Kombination

E 551 | Siliciumdioxid
(jeweils nur für pulverförmige Aromen)

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*) qs = quantum satis im Sinne des § 7 Abs. 2 der Zusatzstoff-Zulassungsverordnung.





3. (aufgehoben)