(1) Das Gericht kann die Strafe in den Fällen des
§ 307 Abs. 1 und des
§ 309 Abs. 2 nach seinem Ermessen mildern (
§ 49 Abs. 2), wenn der Täter freiwillig die weitere Ausführung der Tat aufgibt oder sonst die Gefahr abwendet.
(2) Das Gericht kann die in den folgenden Vorschriften angedrohte Strafe nach seinem Ermessen mildern (
§ 49 Abs. 2) oder von Strafe nach diesen Vorschriften absehen, wenn der Täter
- 1.
- in den Fällen des § 309 Abs. 1 oder § 314 Abs. 1 freiwillig die weitere Ausführung der Tat aufgibt oder sonst die Gefahr abwendet oder
- 2.
- in den Fällen des
- a)
- § 307 Abs. 2,
- b)
- § 308 Absatz 1 und 6,
- c)
- § 309 Abs. 6,
- d)
- § 311 Abs. 1,
- e)
- § 312 Abs. 1 und 6 Nr. 1,
- f)
- § 313, auch in Verbindung mit § 308 Absatz 6,
freiwillig die Gefahr abwendet, bevor ein erheblicher Schaden entsteht.
(3) Nach den folgenden Vorschriften wird nicht bestraft, wer
- 1.
- in den Fällen des
- a)
- § 307 Abs. 4,
- b)
- § 308 Absatz 7,
- c)
- § 311 Abs. 3,
- d)
- § 312 Abs. 6 Nr. 2,
- e)
- § 313 Abs. 2 in Verbindung mit § 308 Absatz 7
freiwillig die Gefahr abwendet, bevor ein erheblicher Schaden entsteht, oder
- 2.
- in den Fällen des § 310 freiwillig die weitere Ausführung der Tat aufgibt oder sonst die Gefahr abwendet.
(4) Wird ohne Zutun des Täters die Gefahr abgewendet, so genügt sein freiwilliges und ernsthaftes Bemühen, dieses Ziel zu erreichen.
Die nachfolgende Aufstellung zeigt alle Änderungen dieser Vorschrift. Über die Links aktuell und vorher können Sie jeweils alte Fassung (a.F.) und neue Fassung (n.F.) vergleichen. Beim Änderungsgesetz finden Sie dessen Volltext sowie die Begründung des Gesetzgebers.
Bitte beachten Sie, dass rückwirkende Änderungen - soweit vorhanden - nach dem Verkündungsdatum des Änderungstitels (Datum in Klammern) und nicht nach dem Datum des Inkrafttretens in diese Liste einsortiert sind.
Gesetz zur effektiveren Ahndung und Bekämpfung von Straftaten im Zusammenhang mit explosionsgefährlichen Stoffen
G. v. 09.01.2026 BGBl. 2026 I Nr. 3
G. v. 20.05.1970 BGBl. I S. 509; aufgehoben durch Artikel 50 G. v. 08.12.2010 BGBl. I S. 1864