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Verordnung zur Änderung der FS-An- und Abflug-Kostenverordnung und zur Übertragung der Ermächtigung zum Erlass von Rechtsverordnungen nach dem Luftverkehrsgesetz zur Beauftragung einer Flugsicherungsorganisation (FSAAKVuaÄndV k.a.Abk.)

V. v. 09.08.2021 BGBl. I S. 3568 (Nr. 54); Geltung ab 20.08.2021, abweichend siehe Artikel 3
2 Änderungen

Eingangsformel



Auf Grund des § 27d Absatz 1b, des § 31f Absatz 3a Satz 2 und des § 32 Absatz 4 Nummer 7 in Verbindung mit Absatz 4a Nummer 2 des Luftverkehrsgesetzes, von denen § 27d Absatz 1b und § 31f Absatz 3a Satz 2 durch Artikel 1 Nummer 2 Buchstabe b und Nummer 4 Buchstabe d des Gesetzes vom 5. Juli 2021 (BGBl. I S. 2287) eingefügt, § 32 Absatz 4 Satzteil vor Nummer 1 zuletzt durch Artikel 567 Nummer 2 Buchstabe b der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) geändert, Absatz 4 Nummer 7 durch Artikel 2 Nummer 15 Buchstabe a Doppelbuchstabe aa Ziffer ii des Gesetzes vom 29. Juli 2009 (BGBl. I S. 2424) angefügt, Absatz 4a Satzteil vor Nummer 1 zuletzt durch Artikel 567 Nummer 2 Buchstabe b der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) geändert und Absatz 4a Nummer 2 zuletzt durch Artikel 2 Absatz 175 Nummer 3 Buchstabe b des Gesetzes vom 7. August 2013 (BGBl. I S. 3154) geändert worden ist, verordnet das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur:


Artikel 1 Änderung der FS-An- und Abflug-Kostenverordnung


Artikel 1 wird in 1 Vorschrift zitiert und ändert mWv. 1. September 2021 FSAAKV § 1, § 2, Anlage (neu)

Die FS-An- und Abflug-Kostenverordnung vom 28. September 1989 (BGBl. I S. 1809), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 17. Dezember 2020 (BGBl. I S. 3015) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:

1.
§ 1 wird wie folgt geändert:

a)
Absatz 1 wird wie folgt gefasst:

„(1) Für die Inanspruchnahme von Diensten und Einrichtungen der Flugsicherung durch Luftfahrzeuge beim An- und Abflug an den Flughäfen Berlin Brandenburg, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Erfurt-Weimar, Frankfurt Main, Hamburg, Hannover, Köln/Bonn, Leipzig/Halle, München, Münster/Osnabrück, Nürnberg, Saarbrücken und Stuttgart werden Kosten (Gebühren und Auslagen) erhoben (Gebührenbereich 1)."

b)
Nach Absatz 1 werden die folgenden Absätze 1a und 1b eingefügt:

„(1a) Ferner werden für die Inanspruchnahme von Diensten und Einrichtungen der Flugsicherung durch Luftfahrzeuge beim An- und Abflug an den Flugplätzen Allendorf-Eder, Augsburg, Bautzen, Bayreuth, Braunschweig-Wolfsburg, Coburg-Brandensteinsebene, Donaueschingen-Villingen, Donauwörth HEL, Dortmund, Eggenfelden, Emden, Frankfurt-Hahn, Friedrichshafen, Giebelstadt, Hamburg-Finkenwerder, Hassfurt-Schweinfurt, Heringsdorf, Hof-Plauen, Karlsruhe/Baden-Baden, Kassel-Calden, Kiel-Holtenau, Lahr, Leipzig-Altenburg Airport, Lübeck-Blankensee, Magdeburg/City, Mannheim City, Memmingen, Mengen-Hohentengen, Mönchengladbach, Neubrandenburg, Niederrhein, Oberpfaffenhofen, Paderborn/Lippstadt, Schönhagen, Schwäbisch Hall, Siegerland, Straubing, Strausberg, Sylt, Wilhelmshaven Jadeweser Airport und Zweibrücken Kosten (Gebühren und Auslagen) erhoben (Gebührenbereich 2).

(1b) Die Art des notwendigen Flugsicherungsdienstes bestimmt sich nach der Anlage."

c)
In Absatz 2 werden die Wörter „nach Absatz 1" durch die Wörter „nach den Absätzen 1 und 1a" ersetzt.

d)
Absatz 3 wird wie folgt geändert:

aa)
In Satz 2 werden nach dem Wort „Zähleinheit" die Wörter „des Gebührenbereichs 1" eingefügt.

bb)
Folgender Satz 3 wird angefügt:

„Zähleinheit des Gebührenbereichs 2 ist die Landung."

2.
§ 2 wird wie folgt geändert:

a)
Der Wortlaut wird Absatz 1 und wird wie folgt geändert:

aa)
In Satz 1 werden nach dem Wort „Luftfahrzeug" die Wörter „im Gebührenbereich 1" eingefügt.

bb)
In Satz 2 werden nach dem Wort „Gebührensatzes" die Wörter „für die Flughäfen des Gebührenbereichs 1" eingefügt.

b)
Folgender Absatz 2 wird angefügt:

„(2) Der Gebührensatz für eine Inanspruchnahme durch ein Luftfahrzeug im Gebührenbereich 2 beträgt ab 1. September 2021.130,35 Euro. Zur Ermittlung des Gebührensatzes wird die algebraische Differenz aus den durch das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung anerkannten geplanten Kosten für die Flugsicherung an den Flugplätzen des Gebührenbereichs 2 für das betreffende Kalenderjahr einerseits und den finanziellen Leistungen des Bundes zur Unterstützung der Erbringung von gebührenfinanzierten Flugsicherungsleistungen an den Flugplätzen des Gebührenbereichs 2 für das betreffende Kalenderjahr andererseits durch die gemäß Anhang VIII Nummer 2 der Durchführungsverordnung (EU) 2019/317 berechnete voraussichtliche Gesamtzahl der An- und Abflugdiensteinheiten für das betreffende Kalenderjahr geteilt. Die Gebühr für die einzelne Inanspruchnahme entspricht dem Produkt aus dem Gebührensatz nach Satz 1 und der An- und Abflugdiensteinheit gemäß Anhang VIII Nummer 2 der Durchführungsverordnung (EU) 2019/317 für diese Inanspruchnahme."

3.
Folgende Anlage wird angefügt:

„Anlage (zu § 1 Absatz 1b)

1.
Flugplätze, an denen Flugverkehrskontrolldienst notwendig ist:

Augsburg

Berlin Brandenburg

Braunschweig-Wolfsburg

Bremen

Dortmund

Dresden

Düsseldorf

Erfurt-Weimar

Frankfurt-Hahn

Frankfurt Main

Friedrichshafen

Hamburg

Hamburg-Finkenwerder

Hannover

Heringsdorf

Hof-Plauen

Karlsruhe/Baden-Baden

Kassel-Calden

Köln/Bonn

Lahr

Leipzig/Halle

Lübeck-Blankensee

Mannheim City

Memmingen

Mönchengladbach

München

Münster/Osnabrück

Niederrhein

Nürnberg

Oberpfaffenhofen

Paderborn/Lippstadt

Saarbrücken

Stuttgart

Sylt

2.
Flugplätze, an denen Flugplatzinformationsdienst notwendig ist:

Allendorf/Eder

Bautzen

Bayreuth

Coburg-Brandensteinsebene

Donaueschingen-Villingen

Donauwörth HEL

Eggenfelden

Emden

Giebelstadt

Hassfurt-Schweinfurt

Kiel-Holtenau

Leipzig-Altenburg Airport

Magdeburg/City

Mengen-Hohentengen

Neubrandenburg

Schönhagen

Schwäbisch Hall

Siegerland

Straubing

Strausberg

Wilhelmshaven Jadeweser Airport

Zweibrücken".


Artikel 2 Verordnung zur Übertragung der Ermächtigung zum Erlass von Rechtsverordnungen nach dem Luftverkehrsgesetz zur Beauftragung einer Flugsicherungsorganisation


Artikel 2 ändert mWv. 20. August 2021 BAFÜbVO

(gesamter Text siehe BAFÜbVO)


Artikel 3 Inkrafttreten



(1) Diese Verordnung tritt vorbehaltlich des Absatzes 2 am Tag nach der Verkündung*) in Kraft.

(2) Artikel 1 tritt am 1. September 2021 in Kraft.


---
*)
Anm. d. Red.: Die Verkündung erfolgte am 19. August 2021.


Schlussformel



Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur

Andreas Scheuer