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Verordnung über die Berufsausbildung zum Fotografen und zur Fotografin (Fotografiergewerbe-Ausbildungsverordnung - FotoAusbV)

V. v. 12.05.2009 BGBl. I S. 1051 (Nr. 26)
Geltung ab 01.08.2009; FNA: 7110-6-103 Handwerk im Allgemeinen
1 Änderung

Eingangsformel



Auf Grund des § 25 Absatz 1 in Verbindung mit § 26 Absatz 1 und 2 der Handwerksordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. September 1998 (BGBl. I S. 3074; 2006 I S. 2095), von denen § 25 Absatz 1 zuletzt durch Artikel 146 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) geändert und § 26 durch Artikel 2 Nummer 4 des Gesetzes vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931) neu gefasst worden ist, verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:

*)
Diese Rechtsverordnung ist eine Ausbildungsordnung im Sinne des § 25 der Handwerksordnung. Die Ausbildungsordnung und der damit abgestimmte, von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland beschlossene Rahmenlehrplan für die Berufsschule werden demnächst als Beilage im Bundesanzeiger veröffentlicht.


§ 1 Staatliche Anerkennung des Ausbildungsberufs



Der Ausbildungsberuf des Fotografen und der Fotografin wird nach § 25 der Handwerksordnung zur Ausbildung für das Gewerbe Nummer 38, Fotograf, der Anlage B Abschnitt 1 der Handwerksordnung staatlich anerkannt.


§ 2 Dauer der Berufsausbildung



Die Ausbildung dauert drei Jahre.


§ 3 Struktur der Berufsausbildung



Die Berufsausbildung gliedert sich in gemeinsame Ausbildungsinhalte und die Ausbildung in einem der Schwerpunkte

A.
Porträtfotografie,

B.
Produktfotografie,

C.
Industrie- und Architekturfotografie oder

D.
Wissenschaftsfotografie.


§ 4 Ausbildungsrahmenplan, Ausbildungsberufsbild



(1) Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die im Ausbildungsrahmenplan (Anlage) aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit). Eine von dem Ausbildungsrahmenplan abweichende Organisation der Ausbildung ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.

(2) Die Berufsausbildung zum Fotografen und zur Fotografin gliedert sich wie folgt:

Abschnitt A Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:

1.
Beraten von Kunden,

2.
Erstellen von Bildkonzeptionen,

3.
Arbeitsplanung,

4.
Handhaben von fotografischen Aufnahmegeräten,

5.
Einsetzen von Beleuchtung,

6.
Umsetzen von Bildkonzeptionen,

7.
Bilddatenhandling und Bildbearbeitung,

8.
Ausgeben von Bilddaten,

9.
Archivieren von Bilddaten;

Abschnitt B Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:

1.
Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,

2.
Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebs,

3.
Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz,

4.
Umweltschutz,

5.
qualitätssichernde Maßnahmen,

6.
wirtschaftliche Aspekte und rechtliche Grundlagen.


§ 5 Durchführung der Berufsausbildung



(1) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne des § 1 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 6 und 7 nachzuweisen.

(2) Die Ausbildenden haben unter Zugrundelegung des Ausbildungsrahmenplans für die Auszubildenden einen Ausbildungsplan zu erstellen.

(3) Die Auszubildenden haben einen schriftlichen Ausbildungsnachweis zu führen. Ihnen ist Gelegenheit zu geben, den schriftlichen Ausbildungsnachweis während der Ausbildungszeit zu führen. Die Ausbildenden haben den schriftlichen Ausbildungsnachweis regelmäßig durchzusehen.


§ 6 Zwischenprüfung



(1) Zur Ermittlung des Ausbildungsstands ist eine Zwischenprüfung durchzuführen. Sie soll zur Mitte des vierten Ausbildungshalbjahres stattfinden.

(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage für die ersten drei Ausbildungshalbjahre aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.

(3) Die Zwischenprüfung findet im Prüfungsbereich „fotografische Arbeitsprozesse" statt. Für diesen Prüfungsbereich bestehen folgende Vorgaben:

1.
Der Prüfling soll nachweisen, dass er

a)
Aufnahmeentwürfe erstellen und Arbeitsschritte festlegen,

b)
Licht setzen,

c)
fotografische Aufnahmegeräte handhaben,

d)
Belichtungen durchführen,

e)
Bilddaten bearbeiten,

f)
fotografische Ausgabegeräte handhaben sowie

g)
Maßnahmen zur Arbeitsorganisation, zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz, zur Wirtschaftlichkeit und zur Qualitätssicherung berücksichtigen

kann;

2.
der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe durchführen sowie Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.
der Prüfling soll als Arbeitsaufgabe einen Aufnahmeentwurf erstellen, Arbeitsschritte festlegen, die Aufnahme anfertigen und diese digital bearbeiten. Hierzu wählt er aus vorgegebenen Aufgaben eine aus;

4.
die Prüfungszeit beträgt 210 Minuten. Innerhalb dieser Zeit sollen die schriftlichen Aufgaben in 90 Minuten bearbeitet werden.


§ 7 Gesellenprüfung



(1) Durch die Gesellenprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In der Gesellenprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er die dafür erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen.

(2) Die Gesellenprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:

1.
Ausführung fotografischer Aufträge,

2.
Anwendung fotografischer Prozesse,

3.
Darstellung und Analyse fotografischer Prozesse,

4.
Wirtschafts- und Sozialkunde.

(3) Für den Prüfungsbereich „Ausführung fotografischer Aufträge" bestehen folgende Vorgaben:

1.
Der Prüfling soll nachweisen, dass er

a)
Kundenwünsche berücksichtigen,

b)
Auftragsziele analysieren,

c)
Bildkonzeptionen erarbeiten und darstellen,

d)
technische Hilfsmittel, Kamerazubehör und fotografische Aufnahmegeräte handhaben,

e)
Licht nutzen und Licht setzen,

f)
Arbeitsabläufe unter Beachtung wirtschaftlicher, technischer und organisatorischer Vorgaben selbstständig und kundenorientiert planen,

g)
Ergebnisse seiner Arbeit präsentieren sowie

h)
die Vorgehensweise bei der Herstellung von Aufnahmen begründen und fachliche Hintergründe aufzeigen

kann;

2.
dem Prüfungsbereich sind folgende Tätigkeiten zugrunde zu legen:

a)
das Ausführen eines fotografischen Auftrags unter Berücksichtigung des gewählten Schwerpunkts,

b)
das Ausführen eines fotografischen Auftrags außerhalb des gewählten Schwerpunkts,

c)
das Anfertigen einer Aufnahmeserie nach eigenem Thema, die aus mindestens drei Aufnahmen besteht. Dem Prüfungsausschuss ist vor Durchführung hierfür eine Bildkonzeption mit Angabe des Verwendungszwecks vorzulegen;

3.
der Prüfling soll nach Nummer 2 Buchstabe a bis c je ein Prüfungsstück anfertigen, zum Prüfungsstück nach Buchstabe c soll er eine Präsentation durchführen sowie seine Vorgehensweise begründen;

4.
die Prüfungsstücke sind in insgesamt 20 Stunden anzufertigen. Die Prüfungsstücke sind spätestens 14 Tage nach Aufgabenstellung nach Nummer 2 Buchstabe a und b und Vorlage der Bildkonzeption nach Nummer 2 Buchstabe c abzugeben. Die Prüfungszeit für die Präsentation beträgt höchstens 15 Minuten;

5.
die Prüfungsstücke nach Nummer 2 Buchstabe a und b sind mit jeweils 25 Prozent, das Prüfungsstück nach Nummer 2 Buchstabe c einschließlich der Präsentation mit 50 Prozent zu gewichten.

(4) Für den Prüfungsbereich „Anwendung fotografischer Prozesse" bestehen folgende Vorgaben:

1.
Der Prüfling soll nachweisen, dass er

a)
technische Hilfsmittel und Kamerazubehör handhaben,

b)
Licht nutzen und Licht setzen,

c)
fotografische Aufnahmegeräte handhaben und Belichtungen durchführen,

d)
Bildbearbeitungs- und Bildausgabeprozesse durchführen sowie

e)
Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Umweltschutz, Kundenorientierung, Wirtschaftlichkeit und Qualitätssicherung berücksichtigen

kann;

2.
dem Prüfungsbereich sind folgende Tätigkeiten zugrunde zu legen: das Anfertigen einer Aufnahme einschließlich Bildbearbeitung entsprechend dem Verwendungszweck unter Berücksichtigung des gewählten Schwerpunkts;

3.
der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe durchführen;

4.
die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten.

(5) Für den Prüfungsbereich „Darstellung und Analyse fotografischer Prozesse" bestehen folgende Vorgaben:

1.
Der Prüfling soll darstellen, dass er

a)
Auftragsziele analysieren und beschreiben, Kunden beraten, Arbeitsschritte festlegen,

b)
Prinzipien der Wahrnehmung und Gestaltung anwenden,

c)
Aufnahmesysteme und Lichtsysteme anwenden,

d)
Bildbearbeitungsprozesse, Bildausgabeprozesse und Bildarchivierung anwenden und optimieren,

e)
fachbezogene Berechnungen durchführen,

f)
wirtschaftliche und rechtliche Anforderungen berücksichtigen sowie

g)
Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Umweltschutz und Qualitätssicherung berücksichtigen

kann;

2.
der Prüfling soll schriftlich fallbezogene Aufgaben bearbeiten;

3.
die Prüfungszeit beträgt vier Stunden.

(6) Für den Prüfungsbereich „Wirtschafts- und Sozialkunde" bestehen folgende Vorgaben:

1.
Der Prüfling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen kann;

2.
der Prüfling soll schriftlich praxisbezogene Aufgaben bearbeiten;

3.
die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

(7) Die einzelnen Prüfungsbereiche sind wie folgt zu gewichten:

1.
Prüfungsbereich „Ausführung fotografischer Aufträge" 35 Prozent,

2.
Prüfungsbereich „Anwendung fotografischer Prozesse" 25 Prozent,

3.
Prüfungsbereich „Darstellung und Analyse fotografischer Prozesse" 30 Prozent,

4.
Prüfungsbereich „Wirtschafts- und Sozialkunde" 10 Prozent.

(8) Die Gesellenprüfung ist bestanden, wenn die Leistungen

1.
im Gesamtergebnis mit mindestens „ausreichend",

2.
im Prüfungsbereich „Anwendung fotografischer Prozesse" mit mindestens „ausreichend",

3.
in mindestens zwei der übrigen Prüfungsbereiche mit mindestens „ausreichend",

4.
in keinem Prüfungsbereich mit „ungenügend" bewertet worden sind.

(9) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der mit schlechter als „ausreichend" bewerteten Prüfungsbereiche, in denen Prüfungsleistungen mit eigener Anforderung und Gewichtung schriftlich zu erbringen sind, durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2 : 1 zu gewichten.


§ 8 Bestehende Berufsausbildungsverhältnisse



Berufsausbildungsverhältnisse, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bestehen, können unter Anrechnung der bisher zurückgelegten Ausbildungszeit nach den Vorschriften dieser Verordnung fortgesetzt werden, wenn die Vertragsparteien dies vereinbaren.


§ 9 Inkrafttreten, Außerkrafttreten


§ 9 ändert mWv. 1. August 2009 FotoAusbV

Diese Verordnung tritt am 1. August 2009 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Berufsausbildung zum Fotografen/zur Fotografin vom 12. Mai 1997 (BGBl. I S. 1032) außer Kraft.


Anlage (zu § 4 Absatz 1) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Fotografen und zur Fotografin



Abschnitt A Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

1.
Gemeinsame Ausbildungsinhalte

Lfd.
Nr.
Teil des
Ausbildungsberufsbilds
Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitlicher Richtwert
in Wochen im
1. - 18.
Monat
19. - 36.
Monat
1234
1 Beraten von Kunden
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 1)
a) Kundengespräche unter Berücksichtigung der Kundenzu-
friedenheit und Kundenbindung führen
b) Fachbegriffe, auch englischsprachige, erläutern
4 
c) Aufträge unter Berücksichtigung der Kundenwünsche und
Auftragsziele analysieren
d) berufstypische Rechtsvorschriften berücksichtigen
e) bei der Vorbereitung fotografischer Arbeiten Kunden bera-
ten
f) Beschwerden und Reklamationen entgegennehmen, bear-
beiten sowie im Interesse des Betriebs und der Kunden
handeln
 4
2 Erstellen von
Bildkonzeptionen
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 2)
a) Aufnahmeentwürfe erstellen
b) technische und terminliche Rahmenbedingungen prüfen
6 
c) wirtschaftliche Rahmenbedingungen prüfen
d) Aufnahmeorte, Gestaltungsmittel, Geräte und Hilfsmittel
auswählen
e) Bildkonzeptionen im Kundenauftrag und für selbstge-
wählte Themen erarbeiten und darstellen
 6
3 Arbeitsplanung
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 3)
a) Arbeitsschritte festlegen
b) für Aufnahmeorte und -situationen erforderliche Genehmi-
gungen einholen
c) Kamerasysteme und Kamerazubehör sowie Beleuchtungs-
geräte für den Transport vorbereiten, verpacken, transpor-
tieren und vor Witterungseinflüssen schützen
d) Informationsmaterialien, auch englischsprachige, auswer-
ten
4 
e) Termine planen und Terminabsprachen treffen
f) Bedarf an externen Dienstleistungen ermitteln und Arbeits-
schritte mit Dienstleistern abstimmen
g) Termine, Arbeitsschritte, Geräte und Hilfsmittel sowie den
Einsatz von Personen koordinieren und im Team abstim-
men
 4
4Handhaben von
fotografischen
Aufnahmegeräten
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 4)
a) Verfahren zur Aufnahme, Bearbeitung und Wiedergabe von
stehenden und bewegten Bildern unterscheiden
b) starre und in den Ebenen bewegliche Kamerasysteme in
unterschiedlichen Formaten unterscheiden
c) Kamerasysteme mit unterschiedlichen Komponenten ein-
setzen, insbesondere verschiedene Objektive und Bildauf-
zeichnungssysteme für Personen- und Sachaufnahmen
nutzen
14 
d) fotografische Reproduktionen durchführen
e) Scans erstellen
  
f) technische Hilfsmittel und Kamerazubehör auswählen und
einsetzen
 2
5 Einsetzen
von Beleuchtung
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 5)
a) Dauerlicht, Blitzanlagen, Lichtformer und Zusatzgeräte
auswählen und handhaben
b) vorhandenes Licht nutzen, zusätzliches Licht setzen und
den Beleuchtungskontrast auf das beabsichtigte Bild-
ergebnis abstimmen
8 
c) Licht bestimmen und unter Berücksichtigung von Farbtem-
peratur, Intensität und Charakteristik einsetzen
d) Lichtführung zur beabsichtigten Form-, Farb-, Kontrast-
und Oberflächenwiedergabe einsetzen
e) Mischlichtsituation auf ihre Auswirkung bestimmen und
berücksichtigen
 10
6 Umsetzen von
Bildkonzeptionen
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 6)
a) Aufnahmeverfahren auswählen
b) Hilfsmittel, insbesondere Requisiten und Hintergründe be-
schaffen
c) Kamera einrichten
d) Gestaltungsmittel einsetzen
e) Belichtungen durchführen, Bildergebnisse kontrollieren
12 
f) Personen und Objekte positionieren, Aufnahmestand-
punkte festlegen und Bildregie übernehmen
g) fotografische Aufnahmewerte, insbesondere Belichtungs-
zeiten und Blendenwerte ermitteln und einsetzen sowie
Kontrastumfang und Farbtemperatur messen und berück-
sichtigen
h) in der Aufnahmesituation Optimierungen durchführen
 8
7 Bilddatenhandling
und Bildbearbeitung
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 7)
a) Geräte und Hilfsmittel zur Bildbearbeitung auswählen, in-
stallieren, nutzen und pflegen
b) Programme zur Bildbearbeitung auswählen, installieren,
nutzen und aktualisieren
c) Bilddatenformate unterscheiden
10 
d) Farbmanagement berücksichtigen und anwenden
e) Bilddaten inhaltlich und gestalterisch aufbereiten und ent-
sprechend der Bildkonzeptionen bearbeiten
f) Bilddaten für unterschiedliche Ausgabemedien und unter-
schiedliche Systemplattformen aufbereiten und erzeugen
g) Fotocomposings und Typografie in Fotos unter Berück-
sichtigung technischer und gestalterischer Aspekte planen
und umsetzen
 12
8 Ausgeben
von Bilddaten
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 8)
a) Bilddaten entsprechend ihrem Verwendungszweck ausge-
ben
b) Arbeitsergebnisse prüfen und beurteilen
6 
c) Bildpräsentationen für unterschiedliche Verwendungszwe-
cke vorbereiten und durchführen
 2
9Archivieren
von Bilddaten
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 9)
a) Dateiinformationen und Metadaten erfassen und verwalten
b) Speichermedien und Dateiformate festlegen
c) Archivierungssoftware sowie Archivierungstechniken fest-
legen
d) Bildarchive anlegen und pflegen
e) Datenbanken zur Verwaltung von Bilddaten nutzen
8 


2.
Berufsausbildung in Schwerpunkten

2.1
Schwerpunkt Porträtfotografie

Lfd.
Nr.
Teil des
Ausbildungsberufsbilds
Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitlicher Richtwert
in Wochen im
19. - 36. Monat
1234
1Beraten von Kunden
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 1)
a) Kunden empfangen und motivieren, sich auf die Aufnah-
mesituation einzulassen
b) Kunden unter Berücksichtigung ihrer Gesamterscheinung,
ästhetischer Aspekte sowie modischer Trends beraten
c) Kunden zur Typ-Optimierung hinsichtlich Farbe und Stil der
Kleidung, Accessoires und Schminktechniken beraten
8
2Umsetzen von
Bildkonzeptionen
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 6)
a) entspannende Atelieratmosphäre schaffen
b) Aufnahmestandpunkte entsprechend der Lichtcharakte-
ristik, der beabsichtigten Bildstimmung und -aussage fest-
legen
c) Kunden unter Berücksichtigung ihrer Persönlichkeit, Wün-
sche und Erwartungen im Hinblick auf Gestik und Mimik für
die Aufnahmesituation anleiten
d) mit Einfühlungsvermögen auf das Verhalten der Kunden in
der Aufnahmesituation einwirken
e) für Aufnahmen im Rahmen von gesellschaftlichen Anläs-
sen Aufnahmekonzept, Motive und Zeitplan mit dem Kun-
den abstimmen sowie auf nicht geplante Änderungen in
der Aufnahmesituation reagieren
17
3Bilddatenhandling
und Bildbearbeitung
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 7)
Beautyretusche im Rahmen der Bildbearbeitung durchführen 3


2.2
Schwerpunkt Produktfotografie

Lfd.
Nr.
Teil des
Ausbildungsberufsbilds
Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitlicher Richtwert
in Wochen im
19. - 36. Monat
1234
1Erstellen von
Bildkonzeptionen
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 2)
Projekte unter Berücksichtigung der Marketingstrategie und des
Briefings der Kunden planen
8
2Handhaben von
fotografischen
Aufnahmegeräten
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 4)
a) in den Ebenen bewegliche Fachkamerasysteme mit unter-
schiedlichen Komponenten einsetzen, insbesondere ver-
schiedene Objektive und Bildaufzeichnungssysteme nut-
zen
b) technische Hilfsmittel und Zubehör für Fachkamerasys-
teme auswählen und einsetzen
10
3Umsetzen von
Bildkonzeptionen
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 6)
a) Aufnahmesituationen nach Vorgaben aufbauen und Pro-
dukte nach Layout einrichten
b) Licht entsprechend der beabsichtigten Bild- oder Werbe-
aussage setzen
c) Bildergebnisse mit der Layoutvorgabe abgleichen
10


2.3
Schwerpunkt Industrie- und Architekturfotografie

Lfd.
Nr.
Teil des
Ausbildungsberufsbilds
Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitlicher Richtwert
in Wochen im
19. - 36. Monat
1234
1Erstellen von
Bildkonzeptionen
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 2)
Projekte unter Berücksichtigung der Marketingstrategie und des
Briefings der Kunden planen
6
2Handhaben von
fotografischen
Aufnahmegeräten
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 4)
a) in den Ebenen bewegliche Fachkamerasysteme mit unter-
schiedlichen Komponenten einsetzen, insbesondere
verschiedene Objektive und Bildaufzeichnungssysteme
nutzen
b) technische Hilfsmittel und Zubehör für Fachkamerasys-
teme auswählen und einsetzen
10
3Umsetzen von
Bildkonzeptionen
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 6)
a) Aufnahmestandpunkte unter Berücksichtigung des Auf-
nahmeumfelds, der Witterungseinflüsse und des Zeit-
punkts festlegen
b) Personen zur Verdeutlichung von darzustellenden Prozes-
sen einbeziehen und positionieren
c) Bildergebnisse mit dem Briefing der Kunden abgleichen
d) Merkmale von Baustilen unterscheiden
e) Sicherheitsvorschriften vor Ort beachten und Sicherheits-
maßnahmen anwenden
f) Vorschriften für explosionsgeschützte Bereiche beachten
12


2.4
Schwerpunkt Wissenschaftsfotografie

Lfd.
Nr.
Teil des
Ausbildungsberufsbilds
Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitlicher Richtwert
in Wochen im
19. - 36. Monat
1234
1Erstellen von
Bildkonzeptionen
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 2)
Projekte unter Berücksichtigung des Dokumentations- und
Forschungsziels und der wissenschaftlichen Aussage planen
6
2Handhaben von
fotografischen
Aufnahmegeräten
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 4)
a) in den Ebenen bewegliche Fachkamerasysteme mit unter-
schiedlichen Komponenten einsetzen, insbesondere ver-
schiedene Objektive und Bildaufzeichnungssysteme nut-
zen
b) technische Hilfsmittel und Zubehör für Fachkamera-
systeme auswählen und einsetzen
c) fotografische Aufnahmegeräte im Makrobereich einsetzen
d) Mikroskopsysteme hinsichtlich ihrer Abbildungsmöglich-
keiten unterscheiden
12
3Umsetzen von
Bildkonzeptionen
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 6)
a) Aufnahmestandpunkte unter Berücksichtigung des Auf-
nahmeumfelds und des -zeitpunkts festlegen
b) vergleichbare, farbverbindliche und skalierte Dokumentati-
onsaufnahmen erstellen
c) spezielle bildgebende Verfahren, insbesondere Infrarot-
und UV-Fotografie unterscheiden
d) Sicherheitsvorschriften vor Ort beachten und Sicherheits-
maßnahmen anwenden
e) hygienische Anforderungen, klimatische Bedingungen so-
wie Lichtempfindlichkeit der Aufnahmeobjekte beachten
f) Personen zur Verdeutlichung der Bildaussage einbeziehen
und positionieren
10


Abschnitt B Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

Lfd.
Nr.
Teil des
Ausbildungsberufsbilds
Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitlicher Richtwert
in Wochen im
1. - 18.
Monat
19. - 36.
Monat
1234
1Berufsbildung,
Arbeits- und Tarifrecht
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt B Nummer 1)
a) Bedeutung des Ausbildungsvertrags, insbesondere Ab-
schluss, Dauer und Beendigung, erklären
b) gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungs-
vertrag nennen
c) Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nennen
d) wesentliche Teile des Arbeitsvertrags nennen
e) wesentliche Bestimmungen der für den ausbildenden Be-
trieb geltenden Tarifverträge nennen
während der
2Aufbau und
Organisation des
Ausbildungsbetriebs
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt B Nummer 2)
a) Aufbau und Aufgaben des ausbildenden Betriebs erläutern
b) Grundfunktionen des ausbildenden Betriebs, wie Angebot,
Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung, erklären
c) Beziehungen des ausbildenden Betriebs und seiner Be-
schäftigten zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretun-
gen und Gewerkschaften nennen
d) Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsver-
fassungs- oder personalvertretungsrechtlichen Organe
des ausbildenden Betriebs beschreiben
3Sicherheit und
Gesundheitsschutz
am Arbeitsplatz
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt B Nummer 3)
a) Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeits-
platz feststellen und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung er-
greifen
b) berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvor-
schriften anwenden
c) Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste
Maßnahmen einleiten
d) Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden;
Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnah-
men zur Brandbekämpfung ergreifen
gesamten
Ausbildung
zu vermitteln
4Umweltschutz
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt B Nummer 4)
Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im be-
ruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
a) mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbe-
trieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen
erklären
b) für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Um-
weltschutzes anwenden
c) Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden
Energie- und Materialverwendung nutzen
d) Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer umwelt-
schonenden Entsorgung zuführen
5Qualitätssichernde
Maßnahmen
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt B Nummer 5)
a) qualitätssichernde Maßnahmen im eigenen Arbeitsbereich
anwenden
b) Geräte und Ausrüstung lagern, pflegen und warten
2 
6 Wirtschaftliche
Aspekte und
rechtliche Grundlagen
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt B Nummer 6)
a) Zeit- und Materialaufwand zur Rechnungserstellung doku-
mentieren
b) Möglichkeiten der Selbstvermarktung darstellen; an der
Konzeption und Durchführung von Werbe- und Marketing-
maßnahmen mitwirken
c) Vorschriften zum Datenschutz anwenden
d) fotorechtliche Vorschriften, insbesondere Bildrechte und
Recht am eigenen Bild, anwenden
4 
e) Informationen beschaffen, Trends bewerten und nutzen
f) Kalkulationen erstellen, Angebote formulieren
g) Rechnungen erstellen
 2