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Anlage 1 - Verordnung über die Berufsausbildung im Laborbereich Chemie, Biologie und Lack (LabChemAusbV k.a.Abk.)

V. v. 25.06.2009 BGBl. I S. 1600 (Nr. 37); zuletzt geändert durch Artikel 1 V. v. 03.03.2020 BGBl. I S. 326
Geltung ab 01.08.2009; FNA: 806-22-1-55 Berufliche Bildung
3 frühere Fassungen | wird in 4 Vorschriften zitiert

Anlage 1 (zu § 4 Absatz 1) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Chemielaboranten/zur Chemielaborantin


Anlage 1 wird in 4 Vorschriften zitiert

Abschnitt A: Pflichtqualifikationen nach § 3 Nummer 1 Gemeinsame, integrativ zu vermittelnde Qualifikationen nach § 3 Nummer 1.1

Lfd.
Nr.
Qualifikation Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitliche Richtwerte
in Wochen im
Ausbildungsabschnitt
1. - 52.
Woche
53. - 84.
Woche
85. - 182.
Woche
1234
1Berufsbildung,
Arbeits- und Tarifrecht
(§ 4 Absatz 2 Nummer 1)
a) Bedeutung des Ausbildungsvertrages, insbe-
sondere Abschluss, Dauer und Beendigung,
erklären
b) gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem
Ausbildungsvertrag nennen
c) Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nen-
nen
d) wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nennen
e) wesentliche Bestimmungen der für den ausbil-
denden Betrieb geltenden Tarifverträge nennen
während
der gesamten
Ausbildung
zu vermitteln
2Aufbau und
Organisation des
Ausbildungsbetriebes
(§ 4 Absatz 2 Nummer 2)
a) Aufbau und Aufgaben des ausbildenden Be-
triebes erläutern
b) Grundfunktionen des ausbildenden Betriebes,
wie Beschaffung, Fertigung, Absatz und Ver-
waltung, erklären
c) Beziehungen des ausbildenden Betriebes und
seiner Beschäftigten zu Wirtschaftsorganisa-
tionen, Berufsvertretungen und Gewerkschaf-
ten nennen
d) Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der
betriebsverfassungs- oder personalvertre-
tungsrechtlichen Organe des ausbildenden
Betriebes beschreiben
3Betriebliche
Maßnahmen zum
verantwortlichen
Handeln
(Responsible Care)
(§ 4 Absatz 2 Nummer 3)
 
3.1Sicherheit und
Gesundheitsschutz
bei der Arbeit
(§ 4 Absatz 2 Nummer 3.1)
a) Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am
Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zu ih-
rer Vermeidung ergreifen
b) berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallver-
hütungsvorschriften anwenden
c) Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben
sowie erste Maßnahmen einleiten
d) Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes
anwenden; Verhaltensweisen bei Bränden
beschreiben und Maßnahmen zur Brandbe-
kämpfung ergreifen
e) Aufgaben der zuständigen Berufsgenossen-
schaft und der Gewerbeaufsicht erläutern
  f) persönliche Schutzausrüstungen auswählen
und handhaben
g) Sicherheitseinrichtungen am Arbeitsplatz be-
dienen und ihre Funktionsfähigkeit erhalten
h) Explosionsgefahren beschreiben und Maßnah-
men zum Explosionsschutz ergreifen
i) Kennzeichnungen und Kennzeichnungsfarben
Behältern und Fördersystemen zuordnen
j) Regeln der Arbeitshygiene anwenden
3.2Umweltschutz
(§ 4 Absatz 2 Nummer 3.2)
Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelas-
tungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitra-
gen, insbesondere
a) mögliche Umweltbelastungen durch den Aus-
bildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Um-
weltschutz an Beispielen erklären
b) für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelun-
gen des Umweltschutzes anwenden
c) Möglichkeiten der wirtschaftlichen und um-
weltschonenden Energie- und Materialverwen-
dung nutzen
d) Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer
umweltschonenden Entsorgung zuführen
3.3Einsetzen von
Energieträgern
(§ 4 Absatz 2 Nummer 3.3)
a) die im Ausbildungsbetrieb verwendeten Ener-
giearten unter Beachtung des Wirkungsgrades
und Gefährdungspotentials einsetzen
b) Geräte zum Heizen, Kühlen und Temperieren
einsetzen
c) mechanische, thermische und elektrische
Energien unter Verwendung von SI-Größen
und SI-Einheiten berechnen
2*)  
3.4Umgehen mit
Arbeitsgeräten und -mitteln
einschließlich Pflege und
Wartung
(§ 4 Absatz 2 Nummer 3.4)
a) Belüftungs-, Entlüftungs- und Absperreinrich-
tungen bedienen und pflegen
b) Laborgeräte unter Berücksichtigung ihrer
Werkstoffeigenschaften einsetzen
c) Einrichtungen und Arbeitsgeräte zum Einsatz
vorbereiten, prüfen, reinigen und warten sowie
bei Störungen Maßnahmen zur Fehlerbeseiti-
gung einleiten
3*)  
3.5Qualitätssichernde
Maßnahmen,
Kundenorientierung
(§ 4 Absatz 2 Nummer 3.5)
a) Elemente des Qualitätsmanagements aufga-
benspezifisch anwenden
b) Messgeräte kalibrieren
c) über Qualifizierung und Validierung Auskunft
geben
d) statistische Methoden aufgabenbezogen an-
wenden
e) Kundenorientierung bei der Aufgabenerledi-
gung berücksichtigen
3.6Wirtschaftlichkeit im Labor
(§ 4 Absatz 2 Nummer 3.6)
a) laborbezogene Kostenarten und -stellen unter-
scheiden
b) Möglichkeiten der Beeinflussbarkeit von Kos-
ten im eigenen Arbeitsbereich nutzen
c) zur Einhaltung von Kostenvorgaben beitragen
während
der gesamten
Ausbildung
zu vermitteln
4Arbeitsorganisation
und Kommunikation
(§ 4 Absatz 2 Nummer 4)
 
4.1Arbeitsplanung,
Arbeiten im Team
(§ 4 Absatz 2 Nummer 4.1)
a) Arbeitsplatz unter Berücksichtigung betriebli-
cher Vorgaben und ergonomischer Regeln ein-
richten
b) Materialien, Ersatzteile, Werkzeuge und Be-
triebsmittel auswählen, disponieren, bereitstel-
len und lagern
c) Projektziele festlegen, Arbeitsabläufe und Teil-
aufgaben unter Beachtung wirtschaftlicher und
terminlicher Vorgaben planen sowie bei Abwei-
chungen Prioritäten festlegen
d) Arbeitsschritte festlegen und erforderliche Be-
arbeitungszeiten planen
e) Problemlösungsmethoden anwenden
f) Kommunikationsregeln anwenden, Hilfsmittel
zur Kommunikationsförderung einsetzen
g) Aufgaben im Team bearbeiten, Ergebnisse ab-
stimmen, auswerten und kontrollieren
4.2Informationsbeschaffung
und Dokumentation
(§ 4 Absatz 2 Nummer 4.2)
a) Informationsquellen nutzen
b) Dokumentationsarten unterscheiden und de-
ren Dokumentationswert beschreiben
c) Hilfsmittel zur Dokumentation einsetzen
d) Arbeitsabläufe und -ergebnisse dokumentie-
ren, beurteilen und präsentieren
4.3Kommunikations-
und Informationssysteme
(§ 4 Absatz 2 Nummer 4.3)
a) betriebsspezifische Kommunikations- und In-
formationssysteme einsetzen
b) mit Standardsoftware und arbeitsplatzspezifi-
scher Software arbeiten
c) Regeln zum Datenschutz und zur Datensicher-
heit anwenden
3*)  
4.4Messdatenerfassung
und -verarbeitung
(§ 4 Absatz 2 Nummer 4.4)
a) labortechnische Aufgaben, insbesondere
Steuerung, Messdatenerfassung und -auswer-
tung, mit Computer lösen
b) Sensoren, Aktoren und Messgeräte auswählen
und einsetzen
c) Laborprozesse regeln und steuern
3*)  
4.5Anwenden von
Fremdsprachen bei
Fachaufgaben
(§ 4 Absatz 2 Nummer 4.5)
a) fremdsprachige Fachbegriffe anwenden
b) fremdsprachige Informationsquellen, insbe-
sondere englischsprachige Arbeitsvorschrif-
ten, technische Unterlagen, Dokumentationen,
Handbücher, Betriebs- und Gebrauchsanwei-
sungen, auswerten und anwenden
c) Auskünfte in einer Fremdsprache geben
während
der gesamten
Ausbildung
zu vermitteln
5Umgehen
mit Arbeitsstoffen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 5)
a) laborspezifische Werkstoffe Einsatzgebieten
zuordnen und mit diesen Werkstoffen umge-
hen
b) Vorschriften zum Umgang mit Gefahrstoffen
anwenden, insbesondere Gefahrensymbole
und -bezeichnungen von Arbeitsstoffen erklä-
ren und beachten
c) Arbeitsstoffe kennzeichnen
d) Reaktionsgleichungen von chemischen Um-
setzungen aufstellen
e) Konzentrationen berechnen und stöchiometri-
sche Aufgaben lösen
f) mit Säuren, Basen und Salzen sowie deren
Lösungen umgehen
g) mit organischen Lösemitteln umgehen
h) mit Gasen umgehen
4*)  
6Chemische und
physikalische Methoden
(§ 4 Absatz 2 Nummer 6)
 
6.1Probenahme
und Probenvorbereitung
(§ 4 Absatz 2 Nummer 6.1)
a) Verfahren zur Probenahme und zur Probenvor-
bereitung für die Gehalts- und Qualitätskon-
trolle unterscheiden
b) Proben nehmen
2*)  
6.2Physikalische Größen
und Stoffkonstanten
(§ 4 Absatz 2 Nummer 6.2)
a) Volumenmessgeräte unterschiedlicher Mess-
genauigkeit einsetzen
b) Waagen unterschiedlicher Messbereiche ein-
setzen
c) physikalische Größen messen und Stoffkon-
stanten bestimmen, insbesondere Temperatur
und pH-Wert messen
3*)  
6.3Analyseverfahren
(§ 4 Absatz 2 Nummer 6.3)
a) fotometrische Bestimmungen durchführen und
auswerten
b) chromatografische Trennverfahren, insbeson-
dere nach Einsatzgebieten, unterscheiden
c) Stoffgemische durch chromatografische Ver-
fahren trennen
4*)  
6.4Trennen und
Vereinigen von
Arbeitsstoffen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 6.4)
a) definierte Lösungen herstellen
b) Feststoffe von Flüssigkeiten trennen, insbe-
sondere durch Dekantieren, Sedimentieren,
Filtrieren, Zentrifugieren und Eindampfen
2*)  


*)
Im Zusammenhang mit anderen Ausbildungsinhalten zu vermitteln.

Pflichtqualifikationen nach § 3 Nummer 1.2 Buchstabe a

Lfd.
Nr.
Qualifikation Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitliche Richtwerte
in Wochen im
Ausbildungsabschnitt
1. - 52.
Woche
53. - 84.
Woche
85. - 182.
Woche
1234
7Durchführen
analytischer Arbeiten
(§ 4 Absatz 2 Nummer 7)
 
7.1Vorbereiten von Proben
(§ 4 Absatz 2 Nummer 7.1)
a) Stoffe in Lösung bringen
b) Proben zur Messung vorbereiten
c) Referenzmaterialien auswählen und zur Mes-
sung vorbereiten
  3
7.2Qualitative Analyse
(§ 4 Absatz 2 Nummer 7.2)
a) anorganische Reaktionsgleichungen aufstellen
b) charakteristische Reaktionen zur Identifizie-
rung anorganischer Stoffe durchführen
4  
7.3 Spektroskopie
(§ 4 Absatz 2 Nummer 7.3)
a) über Aufbau und Funktionsweise von UV/VIS-
und IR-Spektrometern Auskunft geben sowie
IR- und UV/VIS-Spektroskopie Einsatzgebie-
ten zuordnen
4  
b) Stoffe mit UV/VIS- und IR-Spektrometern qua-
litativ und quantitativ analysieren
  5
7.4Gravimetrie
(§ 4 Absatz 2 Nummer 7.4)
a) chemische Reaktionsgleichungen der Gravi-
metrie aufstellen
b) gravimetrische Bestimmung durchführen
4 5
7.5 Maßanalyse
(§ 4 Absatz 2 Nummer 7.5)
a) chemische Reaktionsgleichungen der Maß-
analyse aufstellen
b) volumetrische Bestimmungen Einsatzgebieten
zuordnen
c) direkte und indirekte volumetrische Bestim-
mungen acidimetrisch-alkalimetrisch und
komplexometrisch durchführen
d) direkte und indirekte volumetrische Bestim-
mungen oxidimetrisch-reduktometrisch durch-
führen
e) Bestimmungen nach mindestens zwei unter-
schiedlichen Methoden, insbesondere poten-
ziometrisch, konduktometrisch oder polaro-
grafisch, durchführen
  6
7.6 Chromatografie
(§ 4 Absatz 2 Nummer 7.6)
a) Identitätsprüfungen durchführen  5 
b) Stoffgemische chromatografisch trennen und
die Analyten quantitativ bestimmen
  6
7.7Auswerten von
Messergebnissen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 7.7)
Messergebnisse analytischer Arbeiten auswerten,
dokumentieren und auf Plausibilität prüfen
3  
8Durchführen
präparativer Arbeiten
(§ 4 Absatz 2 Nummer 8)
 
8.1 Herstellen von Präparaten
(§ 4 Absatz 2 Nummer 8.1)
a) chemische Reaktionsgleichungen geplanter
Synthesen aufstellen sowie Ansätze und Aus-
beuten berechnen
b) Syntheseapparaturen einsetzen
c) Verbindungen durch Fällungsreaktion, C-C-
Verknüpfungen, Einführung funktioneller Grup-
pen, Veränderung funktioneller Gruppen und
enzymatische Reaktion nach Vorschrift her-
stellen
46 
d) organische oder anorganische Verbindung
über mehrere Stufen nach Vorschrift herstellen
e) Maßnahmen zur Verschiebung des Reaktions-
gleichgewichtes ergreifen
f) Katalysatoren zur Reaktionsbeschleunigung
einsetzen
 6 
8.2Trennen und
Reinigen von Stoffen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 8.2)
a) Stoffgemische ohne und mit Hilfsstoffen filtrie-
ren
b) Flash- oder Säulenchromatografie durchführen
c) Feststoffe, Flüssigkeiten und Gase trocknen
d) Stoffe kristallisieren und durch Umkristallisie-
ren reinigen
e) Stoffe extrahieren
f) Stoffgemische durch Destillieren unter Normal-
druck und reduziertem Druck sowie mit
Schleppmitteln trennen
54 
8.3Charakterisieren
von Produkten
(§ 4 Absatz 2 Nummer 8.3)
Edukte, Zwischen- und Endprodukte durch min-
destens vier Methoden charakterisieren, davon
sind mindestens drei der folgenden Methoden
anzuwenden: Dünnschichtchromatografie, Polari-
metrie, Rheologie, Refraktometrie oder Schmelz-
punktbestimmung
26 


Abschnitt B: Wahlqualifikationen nach § 3 Nummer 2 Buchstabe a Wahlqualifikationen der Auswahlliste 1 nach § 4 Absatz 3

Lfd.
Nr.
Qualifikation Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitliche Richtwerte
in Wochen im
Ausbildungsabschnitt
1. - 52.
Woche
53. - 84.
Woche
85. - 182.
Woche
1234
9Präparative Chemie,
Reaktionstypen und
-führung
(§ 4 Absatz 3 Nummer 1)
a) Synthesevorschriften auswählen
b) Syntheseapparaturen auswählen
   
  c) Verbindungen nach Analogvorschriften und
Vorschriften mit allgemeinen Angaben unter
Anwenden von mindestens fünf unterschiedli-
chen Reaktionstypen herstellen, davon sind
mindestens vier der folgenden Reaktionstypen
anzuwenden:
- Addition,
- Substitution,
- Umlagerung,
- Eliminierung,
- biokatalytische Reaktion,
- katalytische Reaktion,
- Cyclisierung,
- Polymerisation
d) Verbindungen über mehrere Stufen unter An-
wenden unterschiedlicher Reaktionstypen her-
stellen
e) Ausgangsstoffe, Zwischen- und Endprodukte
auf Einhaltung der Spezifikation prüfen und
das Ergebnis dokumentieren
  13
10Präparative Chemie,
Synthesetechnik
(§ 4 Absatz 3 Nummer 2)
a) Verbindungen unter Anwenden von mindes-
tens zwei unterschiedlichen Techniken herstel-
len, dabei mindestens eine der folgenden
Techniken anwenden:
- Tieftemperatursynthese,
- Mikrosynthese,
- Synthese an polymeren Trägern,
- Schutzgassynthese,
- Fermentertechnik,
- fotochemische Synthese,
- Gasphasenreaktion,
- elektrochemische Technik,
- Hochdrucksynthese,
- Kombinatorik
b) Verfahrensbedingungen durch unterschiedli-
che Reaktionsführungen optimieren
c) Ausgangsstoffe, Zwischen- und Endprodukte
auf Einhaltung der Spezifikation prüfen und
das Ergebnis dokumentieren
  13
11Durchführen
verfahrenstechnischer
Arbeiten
(§ 4 Absatz 3 Nummer 3)
a) Sensoren für die Messtechnik auswählen
b) Stoffe verfahrenstechnisch herstellen
c) Stoffe, insbesondere mechanisch und ther-
misch, trennen und reinigen
d) Verfahren auf veränderte Maßstäbe übertragen
und optimieren
e) verfahrenstechnische Prozesse steuern und
regeln
  13
12Anwenden
probenahmetechnischer
und analytischer Verfahren
(§ 4 Absatz 3 Nummer 4)
a) Probenahmeverfahren nach Spezifität, Reprä-
sentativität und Materialbeschaffenheit aus-
wählen
b) Methoden der Probenkonservierung und -auf-
bewahrung anwenden
c) Proben stoff- und analysenspezifisch vorberei-
ten
d) Analysenverfahren auswählen und einsetzen
e) Verfahrensschritte optimieren
f) Analyseverfahren validieren
  13
13Anwenden
chromatografischer
Verfahren
(§ 4 Absatz 3 Nummer 5)
a) Methoden unter Beachtung von Spezifität und
Matrixeinflüssen sowie nach Anwendungsbe-
reich auswählen
b) Analysenproben vorbereiten
c) chromatografische Verfahren optimieren
d) Kalibrierfunktion aufstellen und deren Richtig-
keit überprüfen
e) Mehrstoffgemische unter Anwenden von min-
destens drei unterschiedlichen Verfahren ana-
lysieren
f) Chromatogramme interpretieren
  13
14Anwenden
spektroskopischer
Verfahren
(§ 4 Absatz 3 Nummer 6)
a) Methoden unter Beachtung von Spezifität und
Matrixeinflüssen sowie nach Anwendungsbe-
reich auswählen
b) Analysenproben zur spektroskopischen Mes-
sung vorbereiten
c) Messparameter einstellen und optimieren
d) Kalibrierfunktion aufstellen und deren Richtig-
keit überprüfen
e) Stoffe mit unterschiedlichen spektroskopi-
schen Methoden analysieren
f) Spektren interpretieren
  13
15Analytische
Kopplungstechniken
(§ 4 Absatz 3 Nummer 7)
a) Kopplungstechnik auswählen
b) Analysenproben vorbereiten
c) Messparameter einstellen und optimieren
d) Kalibrierfunktion aufstellen und deren Richtig-
keit überprüfen
e) Stoffe mit einer Kopplungstechnik analysieren
f) Spektren interpretieren
  13
16Bestimmen
thermodynamischer
Größen
(§ 4 Absatz 3 Nummer 8)
a) thermodynamische und kalorische Kenndaten
ermitteln
b) sicherheitstechnische Kennzahlen bestimmen
c) thermodynamische Größen von Reaktionen
ermitteln
  13
17Durchführen
mikrobiologischer
Arbeiten I
(§ 4 Absatz 3 Nummer 9)
a) Arbeitssicherheitsmaßnahmen beim Umgang
mit biologischem Material ergreifen
b) Methoden der Desinfektion und Sterilisation
anwenden
c) kontaminiertes Material entsorgen
d) Nährmedien herstellen
e) Mikroorganismen in der Umwelt nachweisen
f) Impf- und Kulturtechniken anwenden
g) unter Anwenden verschiedener Beleuchtungs-
techniken mikroskopieren
h) Mikroorganismen isolieren, färben und diffe-
renzieren
i) Keimwachstum dokumentieren und Keimzahl
bestimmen
j) betriebliche Einsatzmöglichkeiten biotechnolo-
gischer Verfahren erläutern
k) biotechnologische Laborverfahren durchführen
  13
18Durchführen
biochemischer Arbeiten
(§ 4 Absatz 3 Nummer 10)
a) fotometrische und chromatografische Metho-
den anwenden
b) enzymatische Analysen durchführen
c) Nucleinsäuren isolieren und schneiden oder
Proteine isolieren
d) Nucleinsäuren oder Proteingemische elektro-
foretisch trennen und nachweisen
  13
19Prüfen von Werkstoffen
(§ 4 Absatz 3 Nummer 11)
a) Werkstoffe zur Prüfung vorbereiten
b) Oberflächenbeschaffenheit und Stoffverteilung
mikroskopisch beurteilen
c) Werkstoffe nach zerstörungsfreier und zerstö-
render Methode prüfen
d) Prüfergebnis auf Plausibilität beurteilen und
dokumentieren
  13
20Herstellen, Applizieren
und Prüfen von
Beschichtungsstoffen
und -systemen
(§ 4 Absatz 3 Nummer 12)
a) Beschichtungsstoff nach vorgegebener Re-
zeptur erstellen und dessen systemspezifische
Eigenschaft erläutern
b) Eigenschaften, Lager- und Transportbedingun-
gen des Beschichtungsstoffes prüfen sowie
Korrekturmaßnahmen einleiten und durchfüh-
ren
c) Untergrund nach Vorgabe vorbereiten
d) Beschichtungsstoff nach Verarbeitungsvor-
schrift applizieren
e) Beschichtungsstoff unter Berücksichtigung
des Filmbildungsmechanismus härten
f) Beschichtung nach Anforderungsprofil prüfen,
bewerten und optimieren
  13
21Prozessbezogene
Arbeitstechniken
(§ 4 Absatz 3 Nummer 13)
a) bei der Planung von Prozessabläufen mitwir-
ken
b) prozessorientierte Arbeitstechnik auswählen
und bewerten
c) prozessorientierte Arbeitstechnik einsetzen
d) Prozessablauf kontrollieren und dokumentie-
ren
e) Ergebnisse prüfen, bewerten und dokumentie-
ren
  13


Wahlqualifikationen der Auswahlliste II nach § 4 Absatz 4

Lfd.
Nr.
Qualifikation Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitliche Richtwerte
in Wochen im
Ausbildungsabschnitt
1. - 52.
Woche
53. - 84.
Woche
85. - 182.
Woche
1234
22Laborbezogene
Informationstechnik
(§ 4 Absatz 4 Nummer 1)
a) Hard- und Softwarekomponenten zur Lösung
von Laboraufgaben auswählen, testen und
einsetzen
b) Makro-Programmierungen durchführen
c) Programme installieren und konfigurieren
d) Methoden der Systempflege anwenden
e) Informationsleistungen von Datensystemen
dokumentieren
  13
23Arbeiten mit
automatisierten
Systemen im Labor
(§ 4 Absatz 4 Nummer 2)
a) Stoffe und Proben für automatisierte Systeme
vorbereiten
b) automatisierte Systeme einrichten, optimieren
und überprüfen
c) mit automatisierten Systemen im Labor um-
gehen
d) Labor-Informations- und Management-System
erklären
e) Störungen erkennen und Maßnahmen zur
Störungsbeseitigung einleiten
  13
24Anwendungs-
technische Arbeiten,
Kundenbetreuung
(§ 4 Absatz 4 Nummer 3)
a) Stoffe hinsichtlich ihrer anwendungstechnisch
relevanten Eigenschaften überprüfen
b) Stoffe hinsichtlich des geplanten Einsatzes
chemisch und technisch optimieren
c) Kunden beraten und Problemlösungen erar-
beiten
  13
25Durchführen
elektrotechnischer und
elektronischer Arbeiten
(§ 4 Absatz 4 Nummer 4)
a) Schaltpläne und -zeichen lesen
b) elektrotechnische und elektronische Bauteile
und Grundschaltungen anwenden und berech-
nen
c) elektrotechnische Grundlagen von Mess- und
Untersuchungsverfahren erläutern sowie elek-
trotechnische Größen bestimmen und berech-
nen
  13
  d) elektrische Parameter des Wechselstromkrei-
ses bestimmen und Berechnungen durchfüh-
ren
e) Frequenzverhalten von RC-Gliedern bestim-
men und Berechnungen durchführen
   
26Qualitätsmanagement
(§ 4 Absatz 4 Nummer 5)
a) Validierung für ein Verfahren durchführen und
dokumentieren
b) Qualitätssicherungskonzept für einen Arbeits-
platz entwickeln
c) statistische Qualitätskontrolle durchführen
d) Regeln Guter Laborpraxis (GLP), Guter Her-
stellungspraxis (GMP) oder vergleichbare Re-
gelungen anwenden
e) bei der internen Überprüfung des Qualitäts-
managements mitwirken
  13
27Umweltbezogene
Arbeitstechniken
(§ 4 Absatz 4 Nummer 6)
a) bei einem prozessbezogenen Verfahren der
Abfallwirtschaft, Boden-, Luft- oder Gewässer-
reinhaltung mitwirken
b) Konzentrationen und Kenngrößen von Um-
weltparametern unter Beachtung einschlägiger
Vorschriften bestimmen
c) Emissionen und Immissionen messen
d) Untersuchungsergebnisse mit Bestimmungen
von Regelwerken vergleichen, dokumentieren
und beurteilen sowie Maßnahmen veranlassen
  13
28Durchführen
immunologischer und
biochemischer Arbeiten
4 Absatz 4 Nummer 7)
a) Enzyme aus biologischem Material isolieren
b) Antikörper gewinnen und Titer bestimmen
c) Antigen- und Antikörpernachweis durchführen
d) Proteine durch Blotting-Verfahren identifizieren
  13
29Durchführen
biotechnologischer
Arbeiten
(§ 4 Absatz 4 Nummer 8)
a) Stoffumsetzungen mit freien und immobilisier-
ten Zellen durchführen
b) Stoffumsetzungen mit immobilisierten Enzy-
men durchführen
c) Zellen im Fermenter kultivieren und Proben
entnehmen
d) Fermentationsprodukte aufarbeiten
  13*)
30Durchführen
mikrobiologischer
Arbeiten II
(§ 4 Absatz 4 Nummer 9)
a) Wirkkonzentrationen von Antiinfektiva bestim-
men
b) Resistenz von Mikroorganismen bestimmen
c) Mikroorganismen biochemisch differenzieren
d) Anaerobier kultivieren
e) Pilze kultivieren
  13*)
31Durchführen
gentechnischer und
molekularbiologischer
Arbeiten
(§ 4 Absatz 4 Nummer 10)
a) Vorschriften zum Gentechnikgesetz anwenden
b) Abschnitte von Nucleinsäuren klonieren
c) Nucleinsäuren durch Blotting-Verfahren nach-
weisen
   
  d) Abschnitte von Nucleinsäuren mit Gensonden
identifizieren
e) Nucleinsäuren, insbesondere durch polyme-
rase-chain-reaction (PCR), vervielfältigen
f) Plasmide isolieren
g) Transformationen durchführen und Transfor-
mationsrate bestimmen
  13**)
32Durchführen
zellkulturtechnischer
Arbeiten
(§ 4 Absatz 4 Nummer 11)
a) Geräte und Materialien für Zellkulturtechniken
einsetzen
b) Adhäsions- und Suspensionszellen kultivieren
c) Stammhaltung von Zellen durchführen
d) Untersuchungen an Zellkulturen durchführen
  13
33Durchführen
diagnostischer Arbeiten
(§ 4 Absatz 4 Nummer 12)
a) Körperflüssigkeiten aufarbeiten
b) Elektrolyt- und Substratkonzentrationen sowie
Enzymaktivitäten bestimmen
c) Plasmaproteine nachweisen
d) Krankheitserreger serologisch nachweisen
  13**)
34Formulieren, Herstellen
und Prüfen von
Bindemitteln
(§ 4 Absatz 4 Nummer 13)
a) Bindemittel nach Anforderungsprofil formulie-
ren
b) Ausgangsstoffe auswählen
c) Syntheseapparatur auswählen und einsetzen
d) Bindemittel herstellen und Reaktionsverlauf
anhand ermittelter Kenndaten steuern
e) Einsetzbarkeit des Bindemittels prüfen und
Bindemittel optimieren
  13
35Durchführen
farbmetrischer Arbeiten
(§ 4 Absatz 4 Nummer 14)
a) betrieblichen Einsatz von Farbmessgeräten er-
läutern
b) farbmetrische Messungen durchführen
c) Messwerte auswerten und Ergebnis interpre-
tieren
d) Farbmittel nach optischen, chemischen und
thermischen Eigenschaften auswählen
e) Farbtöne nach farbmetrischen Daten ausarbei-
ten
  13
36Untersuchen von
Beschichtungen
(§ 4 Absatz 4 Nummer 15)
a) Oberflächenbeschaffenheit prüfen und Be-
schichtungsfehler beschreiben
b) Präparationstechnik zur Ursachenermittlung
von Oberflächenstörungen anwenden
c) Beschichtungen mikroskopisch untersuchen
d) Zusammensetzung von Beschichtungen spek-
troskopisch untersuchen
e) fotometrische Messungen durchführen
f) Messwerte auswerten
  13


*)
Nur in Verbindung mit der Qualifikationseinheit lfd. Nummer 17 dieser Anlage zu vermitteln.

**)
Nur in Verbindung mit der Qualifikationseinheit lfd. Nummer 18 dieser Anlage zu vermitteln.



 

Zitierungen von Anlage 1 Verordnung über die Berufsausbildung im Laborbereich Chemie, Biologie und Lack

Sie sehen die Vorschriften, die auf Anlage 1 LabChemAusbV verweisen. Die Liste ist unterteilt nach Zitaten in LabChemAusbV selbst, Ermächtigungsgrundlagen, anderen geltenden Titeln, Änderungsvorschriften und in aufgehobenen Titeln.
 
interne Verweise

§ 4 LabChemAusbV Ausbildungsrahmenplan, Ausbildungsberufsbild
... Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die im Ausbildungsrahmenplan (Anlage 1 ) aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche ...
§ 7 LabChemAusbV Teil 1 der Abschlussprüfung
... stattfinden. (2) Teil 1 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 1 für die ersten 84 Wochen aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten ...
§ 8 LabChemAusbV Teil 2 der Abschlussprüfung
... Teil 2 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 1 aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach § 3 Nummer 1.1, Nummer ...
 
Zitate in Änderungsvorschriften

Zweite Verordnung zur Änderung der Verordnung über die Berufsausbildung im Laborbereich Chemie, Biologie und Lack
V. v. 03.03.2020 BGBl. I S. 326
Artikel 1 2. LabChemAusbVÄndV Änderung der Verordnung über die Berufsausbildung im Laborbereich Chemie, Biologie und Lack
...  (1) Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die im Ausbildungsrahmenplan ( Anlage 1 ) aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten. Von der Organisation der ... Absatz 2 Abschnitt B Nummer 1 bis 11 gewählten Wahlqualifikationen;". 11. Die Anlagen 1 bis 3 werden durch die folgenden Anlagen 1 bis 3 ersetzt: „Anlage 1 (zu § 4 ... Wahlqualifikationen;". 11. Die Anlagen 1 bis 3 werden durch die folgenden Anlagen 1 bis 3 ersetzt: „Anlage 1 (zu § 4 Absatz 1 Satz 1) Ausbildungsrahmenplan ... 11. Die Anlagen 1 bis 3 werden durch die folgenden Anlagen 1 bis 3 ersetzt: „ Anlage 1 (zu § 4 Absatz 1 Satz 1) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum ...