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Verordnung über die Berufsausbildung im Laborbereich Chemie, Biologie und Lack (LabChemAusbV k.a.Abk.)

V. v. 25.06.2009 BGBl. I S. 1600 (Nr. 37); zuletzt geändert durch Artikel 1 V. v. 03.03.2020 BGBl. I S. 326
Geltung ab 01.08.2009; FNA: 806-22-1-55 Berufliche Bildung
3 frühere Fassungen | wird in 4 Vorschriften zitiert

Eingangsformel



Auf Grund des § 4 Absatz 1 in Verbindung mit § 5 des Berufsbildungsgesetzes vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), von denen § 4 Absatz 1 durch Artikel 232 Nummer 1 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) geändert worden ist, verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:

*)
Diese Rechtsverordnung ist eine Ausbildungsordnung im Sinne des § 4 des Berufsbildungsgesetzes. Die Ausbildungsordnung und der damit abgestimmte, von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder der Bundesrepublik Deutschland beschlossene Rahmenlehrplan für die Berufsschule werden als Beilage zum Bundesanzeiger veröffentlicht.


Teil 1 Gemeinsame Vorschriften

§ 1 Staatliche Anerkennung der Ausbildungsberufe



Die Ausbildungsberufe

1.
Chemielaborant/Chemielaborantin,

2.
Biologielaborant/Biologielaborantin,

3.
Lacklaborant/Lacklaborantin,

werden nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes staatlich anerkannt.


§ 2 Ausbildungsdauer



Die Ausbildung dauert drei Jahre und sechs Monate.


§ 3 Struktur der Berufsausbildung



Die Ausbildung gliedert sich in

1.
Pflichtqualifikationen, bestehend aus

1.1
für die drei Ausbildungsberufe gemeinsame, integrativ zu vermittelnde Qualifikationen nach § 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 1 bis 6.4, § 11 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 1 bis 6.4 und § 18 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 1 bis 6.4;

1.2
für jeden Ausbildungsberuf spezifische Pflichtqualifikationen:

a)
für den Chemielaboranten/die Chemielaborantin nach § 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 7 bis 8.3,

b)
für den Biologielaboranten/die Biologielaborantin nach § 11 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 7 bis 13,

c)
für den Lacklaboranten/die Lacklaborantin nach § 18 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 7 bis 10;

2.
sechs vom Ausbildenden festzulegende Wahlqualifikationen; davon sind

a)
für den Chemielaboranten/die Chemielaborantin mindestens vier Wahlqualifikationen aus der Auswahlliste I nach § 4 Absatz 3 auszuwählen, wobei mindestens zwei Wahlqualifikationen aus den Nummern 1 bis 8 dieser Auswahlliste festzulegen sind; die übrigen Wahlqualifikationen können auch aus der Auswahlliste II nach § 4 Absatz 4 ausgewählt werden,

b)
für den Biologielaboranten/die Biologielaborantin mindestens vier Wahlqualifikationen aus der Auswahlliste I nach § 11 Absatz 3 auszuwählen; die übrigen Wahlqualifikationen können auch aus der Auswahlliste II nach § 11 Absatz 4 ausgewählt werden,

c)
für den Lacklaboranten/die Lacklaborantin mindestens fünf Wahlqualifikationen aus der Auswahlliste I nach § 18 Absatz 3 auszuwählen, wobei mindestens zwei Wahlqualifikationen aus den Nummern 1 bis 10 dieser Auswahlliste festzulegen sind; die übrige Wahlqualifikation kann auch aus der Auswahlliste II nach § 18 Absatz 4 ausgewählt werden.


Teil 2 Vorschriften für den Ausbildungsberuf Chemielaborant/Chemielaborantin

§ 4 Ausbildungsrahmenplan, Ausbildungsberufsbild



(1) Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die im Ausbildungsrahmenplan (Anlage 1) aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit): Eine vom Ausbildungsrahmenplan abweichende sachliche und zeitliche Gliederung des Ausbildungsinhaltes ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.

(2) Die Berufsausbildung zum Chemielaboranten/ zur Chemielaborantin gliedert sich wie folgt (Ausbildungsberufsbild):

Abschnitt A: Pflichtqualifikationen nach § 3 Nummer 1

1.
Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,

2.
Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,

3.
Betriebliche Maßnahmen zum verantwortlichen Handeln (Responsible Care):

3.1
Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,

3.2
Umweltschutz,

3.3
Einsetzen von Energieträgern,

3.4
Umgehen mit Arbeitsgeräten und -mitteln einschließlich Pflege und Wartung,

3.5
Qualitätssichernde Maßnahmen, Kundenorientierung,

3.6
Wirtschaftlichkeit im Labor;

4.
Arbeitsorganisation und Kommunikation:

4.1
Arbeitsplanung, Arbeiten im Team,

4.2 Informationsbeschaffung und Dokumentation,

4.3
Kommunikations- und Informationssysteme,

4.4
Messdatenerfassung und -verarbeitung,

4.5
Anwenden von Fremdsprachen bei Fachaufgaben;

5.
Umgehen mit Arbeitsstoffen,

6.
Chemische und physikalische Methoden:

6.1
Probenahme und Probenvorbereitung,

6.2
Physikalische Größen und Stoffkonstanten,

6.3
Analyseverfahren,

6.4
Trennen und Vereinigen von Arbeitsstoffen;

7.
Durchführen analytischer Arbeiten:

7.1 Vorbereiten von Proben,

7.2
Qualitative Analyse,

7.3
Spektroskopie,

7.4
Gravimetrie,

7.5
Maßanalyse,

7.6
Chromatografie,

7.7
Auswerten von Messergebnissen;

8.
Durchführen präparativer Arbeiten:

8.1
Herstellen von Präparaten,

8.2
Trennen und Reinigen von Stoffen,

8.3
Charakterisieren von Produkten;

Abschnitt B: Wahlqualifikationen nach § 3 Nummer 2 Buchstabe a

(3) Die Auswahlliste I umfasst folgende Wahlqualifikationen:

1.
Präparative Chemie, Reaktionstypen und -führung,

2.
Präparative Chemie, Synthesetechnik,

3.
Durchführen verfahrenstechnischer Arbeiten,

4.
Anwenden probenahmetechnischer und analytischer Verfahren,

5.
Anwenden chromatografischer Verfahren,

6.
Anwenden spektroskopischer Verfahren,

7.
Analytische Kopplungstechniken,

8.
Bestimmen thermodynamischer Größen,

9.
Durchführen mikrobiologischer Arbeiten I,

10.
Durchführen biochemischer Arbeiten,

11.
Prüfen von Werkstoffen,

12.
Herstellen, Applizieren und Prüfen von Beschichtungsstoffen und -systemen,

13.
Prozessbezogene Arbeitstechniken.

(4) Die Auswahlliste II umfasst folgende Wahlqualifikationen:

1.
Laborbezogene Informationstechnik,

2.
Arbeiten mit automatisierten Systemen im Labor,

3.
Anwendungstechnische Arbeiten, Kundenbetreuung,

4.
Durchführen elektrotechnischer und elektronischer Arbeiten,

5.
Qualitätsmanagement,

6.
Umweltbezogene Arbeitstechniken,

7.
Durchführen immunologischer und biochemischer Arbeiten,

8.
Durchführen biotechnologischer Arbeiten,

9.
Durchführen mikrobiologischer Arbeiten II,

10.
Durchführen gentechnischer und molekularbiologischer Arbeiten,

11.
Durchführen zellkulturtechnischer Arbeiten,

12.
Durchführen diagnostischer Arbeiten,

13.
Formulieren, Herstellen und Prüfen von Bindemitteln,

14.
Durchführen farbmetrischer Arbeiten,

15.
Untersuchen von Beschichtungen.

Die Wahlqualifikationen der Nummern 8 und 9 der Auswahlliste II können nur in Verbindung mit der Wahlqualifikation Nummer 9 der Auswahlliste I und die Wahlqualifikationen der Nummern 10 und 12 der Auswahlliste II können nur in Verbindung mit der Wahlqualifikation Nummer 10 der Auswahlliste I gewählt werden.


§ 5 Durchführung der Berufsausbildung



(1) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne des § 1 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Die in Satz 1 beschriebene Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 6 bis 10 nachzuweisen.

(2) Die Ausbildenden haben unter Zugrundelegung des Ausbildungsrahmenplans für die Auszubildenden einen Ausbildungsplan zu erstellen.

(3) Die Auszubildenden haben einen schriftlichen Ausbildungsnachweis zu führen. Ihnen ist Gelegenheit zu geben, den schriftlichen Ausbildungsnachweis während der Ausbildungszeit zu führen. Die Ausbildenden haben den schriftlichen Ausbildungsnachweis regelmäßig durchzusehen.


§ 6 Abschlussprüfung



(1) Die Abschlussprüfung besteht aus den beiden zeitlich auseinanderfallenden Teilen 1 und 2. Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In der Abschlussprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er die dafür erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen. Dabei sollen Qualifikationen, die bereits Gegenstand von Teil 1 der Abschlussprüfung waren, in Teil 2 der Abschlussprüfung nur insoweit einbezogen werden, als es für die Feststellung der Berufsbefähigung erforderlich ist.

(2) Bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses wird Teil 1 der Abschlussprüfung mit 35 Prozent und Teil 2 der Abschlussprüfung mit 65 Prozent gewichtet.


§ 7 Teil 1 der Abschlussprüfung



(1) Teil 1 der Abschlussprüfung soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.

(2) Teil 1 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 1 für die ersten 84 Wochen aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.

(3) Teil 1 der Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:

1.
Herstellen und Charakterisieren von Produkten,

2.
Allgemeine und Präparative Chemie.

(4) Für den Prüfungsbereich Herstellen und Charakterisieren von Produkten bestehen folgende Vorgaben:

1.
Der Prüfling soll nachweisen, dass er

a)
Arbeitsabläufe selbstständig planen,

b)
Arbeitsergebnisse kontrollieren und dokumentieren,

c)
berufsbezogene Berechnungen durchführen,

d)
arbeitsorganisatorische und technologische Sachverhalte verknüpfen sowie

e)
Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und Qualitätsmanagement einbeziehen

kann;

2.
dem Prüfungsbereich sind folgende Gebiete und Tätigkeiten zugrunde zu legen:

a)
präparative Arbeiten durchführen,

b)
Produkte charakterisieren;

3.
der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe I und eine Arbeitsaufgabe II durchführen, wobei sich Arbeitsaufgabe I auf die Nummer 2 Buchstabe a und Arbeitsaufgabe II auf die Nummer 2 Buchstabe b beziehen soll;

4.
die Prüfungszeit beträgt insgesamt 480 Minuten;

5.
die Arbeitsaufgabe I ist mit 70 Prozent, die Arbeitsaufgabe II mit 30 Prozent zu gewichten.

(5) Für den Prüfungsbereich Allgemeine und Präparative Chemie bestehen folgende Vorgaben:

1.
Der Prüfling soll nachweisen, dass er

a)
fachliche Aufgaben in Hinblick auf arbeitsorganisatorische, naturwissenschaftliche und technologische Sachverhalte und deren Verknüpfung analysieren, bewerten und geeignete Lösungswege darstellen,

b)
chemisch-physikalische Methoden und Arbeitsstoffe prozessbezogen einsetzen,

c)
berufsbezogene Berechnungen durchführen sowie

d)
Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie zum Umweltschutz und Qualitätsmanagement einbeziehen

kann;

2.
dem Prüfungsbereich sind folgende Gebiete und Tätigkeiten zugrunde zu legen:

a)
Atombau, chemische Bindung und Periodensystem der Elemente,

b)
Stoffkunde,

c)
Syntheseverfahren, Reaktionsgleichungen und Beeinflussung von Reaktionen,

d)
Stöchiometrie, insbesondere Ausbeute und Konzentrationsberechnungen,

e)
Trennen und Reinigen von Stoffen,

f)
Allgemeine Labortechnik sowie

g)
Charakterisieren von Produkten und Arbeitsstoffen;

3.
der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

4.
die Prüfungszeit beträgt 135 Minuten.


§ 8 Teil 2 der Abschlussprüfung



(1) Teil 2 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 1 aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach § 3 Nummer 1.1, Nummer 1.2 Buchstabe a und Nummer 2 Buchstabe a sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Teil 2 der Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:

1.
Prozessorientiertes Arbeiten,

2.
Analytische Chemie und Wahlqualifikationen,

3.
Wirtschafts- und Sozialkunde.

(3) Für den Prüfungsbereich Prozessorientiertes Arbeiten bestehen folgende Vorgaben:

1.
Der Prüfling soll nachweisen, dass er

a)
komplexe, prozessorientierte Arbeitsabläufe selbstständig planen und durchführen,

b)
Betriebsmittel auswählen und beurteilen,

c)
arbeitsorganisatorische und technologische Sachverhalte verknüpfen,

d)
berufsbezogene Berechnungen durchführen,

e)
Arbeitsergebnisse kontrollieren, dokumentieren und bewerten,

f)
die relevanten fachlichen Hintergründe seiner Arbeit aufzeigen und seine Vorgehensweise begründen sowie

g)
Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und Qualitätsmanagement einbeziehen

kann;

2.
hierfür ist aus folgenden Gebieten und Tätigkeiten auszuwählen:

a)
Durchführen einer instrumentell analytischen Aufgabe,

b)
Durchführen einer maßanalytischen Aufgabe,

c)
Durchführen einer physikalisch analytischen Aufgabe,

d)
eine der nach § 3 Nummer 2 Buchstabe a gewählten Wahlqualifikationen aus der Auswahlliste I;

3.
der Prüfling soll die Arbeitsaufgabe I und die Arbeitsaufgabe II durchführen, wobei sich Arbeitsaufgabe I auf Nummer 2 Buchstabe a, b oder c und Arbeitsaufgabe II auf Nummer 2 Buchstabe d beziehen soll;

4.
die Prüfungszeit beträgt insgesamt 660 Minuten;

5.
die Arbeitsaufgabe I ist mit 40 Prozent und die Arbeitsaufgabe II mit 60 Prozent zu gewichten.

(4) Für den Prüfungsbereich Analytische Chemie und Wahlqualifikationen bestehen folgende Vorgaben:

1.
Der Prüfling soll nachweisen, dass er

a)
fachliche Aufgaben in Hinblick auf arbeitsorganisatorische, naturwissenschaftliche und technologische Sachverhalte und deren Verknüpfung analysieren, bewerten und geeignete Lösungswege darstellen,

b)
berufsbezogene Berechnungen durchführen sowie

c)
Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und Qualitätsmanagement einbeziehen

kann;

2.
dem Prüfungsbereich sind folgende Gebiete und Tätigkeiten zugrunde zu legen:

a)
Analytische Chemie:

aa)
Analysenverfahren einschließlich Probenvorbereitung und Reaktionsgleichungen,

bb)
Stoffkonstanten und physikalische Größen,

cc)
Reaktionskinetik und Thermodynamik, chemisches Gleichgewicht sowie

dd)
Auswerten von Messergebnissen unter Berücksichtigung stöchiometrischer Berechnungen,

b)
wichtige großtechnische Herstellungsverfahren,

c)
drei der nach § 3 Nummer 2 Buchstabe a gewählten Wahlqualifikationen, davon höchstens eine der Wahlqualifikationen der Auswahlliste II;

3.
der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

4.
die Prüfungszeit beträgt 195 Minuten;

5.
die Aufgaben zu der Nummer 2 Buchstabe a und b sind insgesamt mit 40 Prozent, die zu Nummer 2 Buchstabe c mit 60 Prozent zu gewichten.

(5) Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen folgende Vorgaben:

1.
Der Prüfling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen kann;

2.
der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.
die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.


§ 9 Gewichtungs- und Bestehensregelung



(1) Die Prüfungsbereiche sind wie folgt zu gewichten:

1.
Prüfungsbereich Herstellen und Charakterisieren von Produkten 17,5 Prozent,

2.
Prüfungsbereich Allgemeine und Präparative Chemie 17,5 Prozent,

3.
Prüfungsbereich Prozessorientiertes Arbeiten 27,5 Prozent,

4.
Prüfungsbereich Analytische Chemie und Wahlqualifikationen 27,5 Prozent,

5.
Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde 10,0 Prozent.

(2) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Leistungen

1.
im Gesamtergebnis von Teil 1 und Teil 2 der Abschlussprüfung mit mindestens „ausreichend",

2.
im Ergebnis von Teil 2 der Abschlussprüfung mit mindestens „ausreichend",

3.
im Prüfungsbereich Prozessorientiertes Arbeiten sowie im Prüfungsbereich Analytische Chemie und Wahlqualifikationen jeweils mit mindestens „ausreichend" und

4.
in keinem Prüfungsbereich von Teil 2 der Abschlussprüfung mit „ungenügend"

bewertet worden sind.


§ 10 Mündliche Ergänzungsprüfung



Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der in Teil 2 der Abschlussprüfung mit schlechter als „ausreichend" bewerteten Prüfungsbereiche, in denen Prüfungsleistungen mit eigener Anforderung und Gewichtung schriftlich zu erbringen sind, durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2 : 1 zu gewichten.


Teil 3 Vorschriften für den Ausbildungsberuf Biologielaborant/Biologielaborantin

§ 11 Ausbildungsrahmenplan, Ausbildungsberufsbild



(1) Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die im Ausbildungsrahmenplan (Anlage 2) aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit). Eine vom Ausbildungsrahmenplan abweichende sachliche und zeitliche Gliederung des Ausbildungsinhaltes ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.

(2) Die Berufsausbildung zum Biologielaboranten/ zur Biologielaborantin gliedert sich wie folgt (Ausbildungsberufsbild):

Abschnitt A: Pflichtqualifikationen nach § 3 Nummer 1

1.
Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,

2.
Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,

3.
Betriebliche Maßnahmen zum verantwortlichen Handeln (Responsible Care):

3.1
Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,

3.2
Umweltschutz,

3.3
Einsetzen von Energieträgern,

3.4
Umgehen mit Arbeitsgeräten und -mitteln einschließlich Pflege und Wartung,

3.5
Qualitätssichernde Maßnahmen, Kundenorientierung,

3.6
Wirtschaftlichkeit im Labor;

4.
Arbeitsorganisation und Kommunikation:

4.1
Arbeitsplanung, Arbeiten im Team,

4.2 Informationsbeschaffung und Dokumentation,

4.3
Kommunikations- und Informationssysteme,

4.4
Messdatenerfassung und -verarbeitung,

4.5
Anwenden von Fremdsprachen bei Fachaufgaben;

5.
Umgehen mit Arbeitsstoffen,

6.
Chemische und physikalische Methoden:

6.1
Probenahme und Probenvorbereitung,

6.2
Physikalische Größen und Stoffkonstanten,

6.3
Analyseverfahren,

6.4
Trennen und Vereinigen von Arbeitsstoffen;

7.
Durchführen mikrobiologischer Arbeiten I,

8.
Durchführen zellkulturtechnischer Arbeiten I,

9.
Durchführen molekularbiologischer Arbeiten,

10.
Durchführen biochemischer Arbeiten,

11.
Durchführen diagnostischer Arbeiten I:

11.1
Hämatologische Arbeiten,

11.2
Histologische Arbeiten;

12.
Durchführen zoologisch-pharmakologischer Arbeiten,

13.
Bereichsspezifische qualitätssichernde Maßnahmen;

Abschnitt B: Wahlqualifikationen nach § 3 Nummer 2 Buchstabe b

(3) Die Auswahlliste I umfasst folgende Wahlqualifikationen:

1.
Durchführen immunologischer und biochemischer Arbeiten,

2.
Durchführen biotechnologischer Arbeiten,

3.
Durchführen botanischer Arbeiten,

4.
Durchführen mikrobiologischer Arbeiten II,

5.
Durchführen gentechnischer und molekularbiologischer Arbeiten,

6.
Durchführen parasitologischer Arbeiten,

7.
Durchführen pharmakologischer Arbeiten,

8.
Durchführen toxikologischer Arbeiten,

9.
Durchführen phytomedizinischer Arbeiten,

10.
Durchführen zellkulturtechnischer Arbeiten II,

11.
Durchführen diagnostischer Arbeiten II,

12.
Durchführen pharmakokinetischer Arbeiten.

Die Wahlqualifikation Nummer 9 kann nur in Verbindung mit der Wahlqualifikation Nummer 3 gewählt werden.

(4) Die Auswahlliste II umfasst folgende Wahlqualifikationen:

1.
Laborbezogene Informationstechnik,

2.
Arbeiten mit automatisierten Systemen im Labor,

3.
Prozessbezogene Arbeitstechniken,

4.
Qualitätsmanagement,

5.
Umweltbezogene Arbeitstechniken,

6.
Anwenden probenahmetechnischer und analytischer Verfahren,

7.
Anwenden chromatografischer Verfahren,

8.
Anwenden spektroskopischer Verfahren,

9.
Durchführen verfahrenstechnischer Arbeiten.


§ 12 Durchführung der Berufsausbildung



(1) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne des § 1 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Die in Satz 1 beschriebene Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 13 bis 17 nachzuweisen.

(2) Die Ausbildenden haben unter Zugrundelegung des Ausbildungsrahmenplans für die Auszubildenden einen Ausbildungsplan zu erstellen.

(3) Die Auszubildenden haben einen schriftlichen Ausbildungsnachweis zu führen. Ihnen ist Gelegenheit zu geben, den schriftlichen Ausbildungsnachweis während der Ausbildungszeit zu führen. Die Ausbildenden haben den schriftlichen Ausbildungsnachweis regelmäßig durchzusehen.


§ 13 Abschlussprüfung



(1) Die Abschlussprüfung besteht aus den beiden zeitlich auseinanderfallenden Teilen 1 und 2. Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In der Abschlussprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er die dafür erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen. Dabei sollen Qualifikationen, die bereits Gegenstand von Teil 1 der Abschlussprüfung waren, in Teil 2 der Abschlussprüfung nur insoweit einbezogen werden, als es für die Feststellung der Berufsbefähigung erforderlich ist.

(2) Bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses wird Teil 1 der Abschlussprüfung mit 35 Prozent und Teil 2 der Abschlussprüfung mit 65 Prozent gewichtet.


§ 14 Teil 1 der Abschlussprüfung



(1) Teil 1 der Abschlussprüfung soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.

(2) Teil 1 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 2 für die ersten 85 Wochen aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.

(3) Teil 1 der Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:

1.
Untersuchung biologischer Systeme,

2.
Biologische Grundlagen.

(4) Für den Prüfungsbereich Untersuchung biologischer Systeme bestehen folgende Vorgaben:

1.
Der Prüfling soll nachweisen, dass er

a)
biologische und chemisch-physikalische Methoden sowie Arbeitsstoffe prozessbezogen anwenden,

b)
Arbeitsabläufe selbstständig planen,

c)
Arbeitsergebnisse kontrollieren und dokumentieren,

d)
berufsbezogene Berechnungen durchführen

e)
arbeitsorganisatorische und technologische Sachverhalte verknüpfen sowie

f)
Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und Qualitätsmanagement einbeziehen

kann;

2.
hierfür ist aus folgenden Gebieten und Tätigkeiten auszuwählen:

a)
chemisch-physikalische Methoden,

b)
Durchführen mikrobiologischer Arbeiten I,

c)
Durchführen zellkulturtechnischer Arbeiten I,

d)
Durchführen diagnostischer Arbeiten I sowie

e)
Durchführen zoologisch-pharmakologischer Arbeiten;

3.
der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe I und eine Arbeitsaufgabe II durchführen, wobei sich die Arbeitsaufgabe I auf Nummer 2 Buchstabe e in Verbindung mit Nummer 2 Buchstabe a oder Nummer 2 Buchstabe d und die Arbeitsaufgabe II auf Nummer 2 Buchstabe a, b oder c beziehen soll;

4.
die Prüfungszeit beträgt insgesamt 360 Minuten;

5.
die Arbeitsaufgabe I ist mit 65 Prozent und die Arbeitsaufgabe II mit 35 Prozent zu gewichten.

(5) Für den Prüfungsbereich Biologische Grundlagen bestehen folgende Vorgaben:

1.
Der Prüfling soll nachweisen, dass er

a)
fachliche Aufgaben in Hinblick auf arbeitsorganisatorische, naturwissenschaftliche und technologische Sachverhalte sowie deren Verknüpfung analysieren, bewerten und geeignete Lösungswege darstellen,

b)
biologische und chemisch-physikalische Methoden beschreiben,

c)
prozessbezogene Anwendungen von Arbeitsstoffen beschreiben,

d)
berufsbezogene Berechnungen durchführen sowie

e)
Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und Qualitätsmanagement einbeziehen

kann;

2.
dem Prüfungsbereich sind folgende Gebiete und Tätigkeiten zugrunde zu legen:

a)
Chemisch-physikalische Methoden,

b)
Durchführen mikrobiologischer Arbeiten I,

c)
Durchführen zellkulturtechnischer Arbeiten I,

d)
Durchführen diagnostischer Arbeiten I sowie

e)
Durchführen zoologisch-pharmakologischer Arbeiten;

3.
der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

4.
die Prüfungszeit beträgt 135 Minuten.


§ 15 Teil 2 der Abschlussprüfung



(1) Teil 2 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 2 aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach § 3 Nummer 1.1, Nummer 1.2 Buchstabe b sowie Nummer 2 Buchstabe b sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Teil 2 der Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:

1.
Prozessorientiertes Arbeiten,

2.
Biologische Technologien,

3.
Wirtschafts- und Sozialkunde.

(3) Für den Prüfungsbereich Prozessorientiertes Arbeiten bestehen folgende Vorgaben:

1.
Der Prüfling soll nachweisen, dass er

a)
komplexe prozessorientierte Arbeitsabläufe selbstständig planen und durchführen,

b)
Betriebsmittel auswählen und beurteilen,

c)
arbeitsorganisatorische und technologische Sachverhalte verknüpfen,

d)
berufsbezogene Berechnungen durchführen,

e)
Arbeitsergebnisse kontrollieren, dokumentieren und bewerten,

f)
die relevanten fachlichen Hintergründe seiner Arbeit aufzeigen und seine Vorgehensweise begründen sowie

g)
Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und Qualitätsmanagement einbeziehen

kann;

2.
hierfür ist aus folgenden Gebieten und Tätigkeiten auszuwählen:

a)
Durchführen molekularbiologischer Arbeiten,

b)
Durchführen biochemischer Arbeiten,

c)
nach § 3 Nummer 2 Buchstabe b gewählte Wahlqualifikationen der Auswahlliste I,

d)
nach § 3 Nummer 2 Buchstabe b gewählte Wahlqualifikationen der Auswahlliste II;

3.
der Prüfling soll die Arbeitsaufgaben I, II und III durchführen. Arbeitsaufgabe I soll sich auf Nummer 2 Buchstabe a oder b, Arbeitsaufgabe II auf Nummer 2 Buchstabe c und Arbeitsaufgabe III auf Nummer 2 Buchstabe c oder d beziehen;

4.
die Prüfungszeit beträgt insgesamt 780 Minuten;

5.
die Arbeitsaufgabe I ist mit 30 Prozent und die Arbeitsaufgaben II und III sind insgesamt mit 70 Prozent zu gewichten.

(4) Für den Prüfungsbereich Biologische Technologien bestehen folgende Vorgaben:

1.
Der Prüfling soll nachweisen, dass er

a)
fachliche Probleme im Hinblick auf arbeitsorganisatorische, naturwissenschaftliche und technologische Sachverhalte sowie deren Verknüpfung analysieren, bewerten und geeignete Lösungswege ableiten und darstellen,

b)
berufsbezogene Berechnungen durchführen sowie

c)
Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und Qualitätsmanagement einbeziehen

kann;

2.
dem Prüfungsbereich sind folgende Gebiete und Tätigkeiten zugrunde zu legen:

a)
Durchführen molekularbiologischer Arbeiten,

b)
Durchführen biochemischer Arbeiten,

c)
drei der nach § 3 Nummer 2 Buchstabe b gewählten Wahlqualifikationen, davon höchstens eine der Wahlqualifikationen der Auswahlliste II;

3.
der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

4.
die Prüfungszeit beträgt 195 Minuten;

5.
die Aufgaben zu Nummer 2 Buchstabe a und b sind insgesamt mit 30 Prozent und die Aufgaben zu Nummer 2 Buchstabe c sind insgesamt mit 70 Prozent zu gewichten.

(5) Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen folgende Vorgaben:

1.
Der Prüfling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen kann;

2.
der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.
die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.


§ 16 Gewichtungs- und Bestehensregelung



(1) Die einzelnen Prüfungsbereiche sind wie folgt zu gewichten:

1.
Prüfungsbereich Untersuchung biologischer Systeme 17,5 Prozent,

2.
Prüfungsbereich Biologische Grundlagen 17,5 Prozent,

3.
Prüfungsbereich Prozessorientiertes Arbeiten 27,5 Prozent,

4.
Prüfungsbereich Biologische Technologien 27,5 Prozent,

5.
Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde 10,0 Prozent.

(2) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Leistungen

1.
im Gesamtergebnis von Teil 1 und Teil 2 der Abschlussprüfung mit mindestens „ausreichend",

2.
im Ergebnis von Teil 2 der Abschlussprüfung mit mindestens „ausreichend",

3.
im Prüfungsbereich Prozessorientiertes Arbeiten sowie im Prüfungsbereich Biologische Technologien jeweils mit mindestens „ausreichend" und

4.
in keinem Prüfungsbereich von Teil 2 der Abschlussprüfung mit „ungenügend"

bewertet worden sind.


§ 17 Mündliche Ergänzungsprüfung



Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der in Teil 2 der Abschlussprüfung mit schlechter als „ausreichend" bewerteten Prüfungsbereiche, in denen Prüfungsleistungen mit eigener Anforderung und Gewichtung schriftlich zu erbringen sind, durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2 : 1 zu gewichten.


Teil 4 Vorschriften für den Ausbildungsberuf Lacklaborant/Lacklaborantin

§ 18 Ausbildungsrahmenplan, Ausbildungsberufsbild



(1) Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die im Ausbildungsrahmenplan (Anlage 3) aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit). Eine vom Ausbildungsrahmenplan abweichende sachliche und zeitliche Gliederung des Ausbildungsinhaltes ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.

(2) Die Berufsausbildung zum Lacklaboranten/zur Lacklaborantin gliedert sich wie folgt (Ausbildungsberufsbild):

Abschnitt A: Pflichtqualifikationen nach § 3 Nummer 1

1.
Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,

2.
Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,

3.
Betriebliche Maßnahmen zum verantwortlichen Handeln (Responsible Care):

3.1
Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,

3.2
Umweltschutz,

3.3
Einsetzen von Energieträgern,

3.4
Umgehen mit Arbeitsgeräten und -mitteln einschließlich Pflege und Wartung,

3.5
Qualitätssichernde Maßnahmen, Kundenorientierung,

3.6
Wirtschaftlichkeit im Labor;

4.
Arbeitsorganisation und Kommunikation:

4.1
Arbeitsplanung, Arbeiten im Team,

4.2 Informationsbeschaffung und Dokumentation,

4.3
Kommunikations- und Informationssysteme,

4.4
Messdatenerfassung und -verarbeitung,

4.5
Anwenden von Fremdsprachen bei Fachaufgaben;

5.
Umgehen mit Arbeitsstoffen,

6.
Chemische und physikalische Methoden:

6.1
Probenahme und Probenvorbereitung,

6.2
Physikalische Größen und Stoffkonstanten,

6.3
Analyseverfahren,

6.4
Trennen und Vereinigen von Arbeitsstoffen;

7.
Durchführen analytischer Arbeiten an Lackrohstoffen, Halbfabrikaten und Beschichtungsstoffen:

7.1
Physikalische Verfahren zur Bestimmung von Stoffkonstanten und Kennzahlen,

7.2
Chemische Verfahren zur Bestimmung von Kennzahlen;

8.
Vorbehandeln und Beschichten von Untergründen, Prüfen von Beschichtungen:

8.1 Vorbehandeln zu prüfender Untergründe,

8.2
Applizieren von Beschichtungsstoffen,

8.3
Trocknen und Härten von Beschichtungsstoffen,

8.4
Prüfen von Beschichtungen und Beschichtungsstoffen;

9.
Grundlagen der Herstellung von Beschichtungsstoffen,

10.
Grundlagen zur Formulierung von Beschichtungsstoffen;

Abschnitt B: Wahlqualifikationen nach § 3 Nummer 2 Buchstabe c

(3) Die Auswahlliste I umfasst folgende Wahlqualifikationen:

1.
Formulieren, Herstellen, Applizieren und Prüfen von wasserverdünnbaren Beschichtungsstoffen und -systemen für Holz und Holzwerkstoffe,

2.
Formulieren, Herstellen, Applizieren und Prüfen von wasserverdünnbaren Beschichtungsstoffen und -systemen für Kunststoffoberflächen,

3.
Formulieren, Herstellen, Applizieren und Prüfen von wasserverdünnbaren Beschichtungsstoffen und -systemen für metallische Untergründe,

4.
Formulieren, Herstellen, Applizieren und Prüfen von Beschichtungsstoffen und -systemen für mineralische Untergründe,

5.
Formulieren, Herstellen, Applizieren und Prüfen von lösemittelhaltigen Beschichtungsstoffen und -systemen für Holz und Holzwerkstoffe,

6.
Formulieren, Herstellen, Applizieren und Prüfen von lösemittelhaltigen Beschichtungsstoffen und -systemen für Kunststoffoberflächen,

7.
Formulieren, Herstellen, Applizieren und Prüfen von lösemittelhaltigen Beschichtungsstoffen und -systemen für metallische Untergründe,

8.
Formulieren, Herstellen, Applizieren und Prüfen von Korrosionsschutzsystemen,

9.
Formulieren, Herstellen, Applizieren und Prüfen von Pulverlacksystemen,

10.
Formulieren, Herstellen, Applizieren und Prüfen von Elektrotauchlacken,

11.
Formulieren, Herstellen und Prüfen von Bindemitteln,

12.
Durchführen farbmetrischer Arbeiten,

13.
Untersuchen von Beschichtungen,

14.
Durchführen applikationstechnischer Arbeiten unter Prozessbedingungen,

15.
Durchführen produktionstechnischer Arbeiten zur Fertigungsübertragung.

(4) Die Auswahlliste II umfasst folgende Wahlqualifikationen:

1.
Laborbezogene Informationstechnik,

2.
Qualitätsmanagement,

3.
Umweltbezogene Arbeitstechniken.


§ 19 Durchführung der Berufsausbildung



(1) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne des § 1 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Die in Satz 1 beschriebene Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 20 bis 24 nachzuweisen.

(2) Die Ausbildenden haben unter Zugrundelegung des Ausbildungsrahmenplans für die Auszubildenden einen Ausbildungsplan zu erstellen.

(3) Die Auszubildenden haben einen schriftlichen Ausbildungsnachweis zu führen. Ihnen ist Gelegenheit zu geben, den schriftlichen Ausbildungsnachweis während der Ausbildungszeit zu führen. Die Ausbildenden haben den schriftlichen Ausbildungsnachweis regelmäßig durchzusehen.


§ 20 Abschlussprüfung



(1) Die Abschlussprüfung besteht aus den beiden zeitlich auseinanderfallenden Teilen 1 und 2. Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In der Abschlussprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er die dafür erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen. Dabei sollen Qualifikationen, die bereits Gegenstand von Teil 1 der Abschlussprüfung waren, in Teil 2 der Abschlussprüfung nur insoweit einbezogen werden, als es für die Feststellung der Berufsbefähigung erforderlich ist.

(2) Bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses wird Teil 1 der Abschlussprüfung mit 35 Prozent und Teil 2 der Abschlussprüfung mit 65 Prozent gewichtet.


§ 21 Teil 1 der Abschlussprüfung



(1) Teil 1 der Abschlussprüfung soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.

(2) Teil 1 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 3 für die ersten 80 Wochen aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.

(3) Teil 1 der Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:

1.
Applikations- und Prüftechnik,

2.
Chemie und Physik von Beschichtungsstoffen.

(4) Für den Prüfungsbereich Applikations- und Prüftechnik bestehen folgende Vorgaben:

1.
Der Prüfling soll nachweisen, dass er

a)
lacktechnische Arbeiten durchführen,

b)
Arbeitsabläufe selbstständig planen,

c)
Arbeitsergebnisse kontrollieren und dokumentieren,

d)
berufsbezogene Berechnungen durchführen,

e)
arbeitsorganisatorische und technologische Sachverhalte verknüpfen sowie

f)
Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und Qualitätsmanagement einbeziehen

kann;

2.
dem Prüfungsbereich sind folgende Gebiete und Tätigkeiten zugrunde zu legen:

a)
Durchführen analytischer Arbeiten,

b)
Vorbehandeln und Beschichten von Untergründen und

c)
Prüfen von Beschichtungen und Beschichtungsstoffen;

3.
der Prüfling soll die Arbeitsaufgaben I, II und III durchführen, wobei sich Arbeitsaufgabe I auf Nummer 2 Buchstabe a, Arbeitsaufgabe II auf Nummer 2 Buchstabe b und Arbeitsaufgabe III auf Nummer 2 Buchstabe c beziehen soll; in die Arbeitsaufgabe I sollen jeweils zwei unterschiedliche physikalische und chemische Einzelbestimmungen einbezogen werden;

4.
die Prüfungszeit beträgt insgesamt 420 Minuten;

5.
die Arbeitsaufgabe I ist mit 60 Prozent, die Arbeitsaufgaben II und III sind mit jeweils 20 Prozent zu gewichten.

(5) Für den Prüfungsbereich Chemie und Physik von Beschichtungsstoffen bestehen folgende Vorgaben:

1.
Der Prüfling soll nachweisen, dass er

a)
fachliche Aufgaben in Hinblick auf arbeitsorganisatorische, naturwissenschaftliche und technologische Sachverhalte sowie deren Verknüpfung analysieren, bewerten und geeignete Lösungswege darstellen,

b)
chemische und physikalische Eigenschaften von Stoffen sowie die Analytik der Arbeitsstoffe beschreiben,

c)
berufsbezogene Berechnungen durchführen sowie

d)
Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und Qualitätsmanagement einbeziehen

kann;

2.
dem Prüfungsbereich sind folgende Gebiete und Tätigkeiten zugrunde zu legen:

a)
Durchführen analytischer Arbeiten,

b)
Vorbehandeln und Beschichten von Untergründen,

c)
Prüfen von Beschichtungen und Beschichtungsstoffen sowie

d)
Herstellen von Beschichtungsstoffen;

3.
der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

4.
die Prüfungszeit beträgt 135 Minuten.


§ 22 Teil 2 der Abschlussprüfung



(1) Teil 2 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 3 aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach § 3 Nummer 1.1, Nummer 1.2 Buchstabe c und Nummer 2 Buchstabe c sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Teil 2 der Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:

1.
Herstellung und Qualitätskontrolle,

2.
Lack- und Beschichtungstechnologie,

3.
Wirtschafts- und Sozialkunde.

(3) Für den Prüfungsbereich Herstellung und Qualitätskontrolle bestehen folgende Vorgaben:

1.
Der Prüfling soll nachweisen, dass er

a)
komplexe, prozessorientierte Arbeitsabläufe selbstständig planen und durchführen,

b)
Betriebsmittel auswählen und beurteilen,

c)
arbeitsorganisatorische und technologische Sachverhalte verknüpfen,

d)
berufsbezogene Berechnungen durchführen,

e)
Arbeitsergebnisse kontrollieren, dokumentieren und bewerten,

f)
die relevanten fachlichen Hintergründe seiner Arbeit aufzeigen und seine Vorgehensweise begründen sowie

g)
Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und Qualitätsmanagement einbeziehen

kann;

2.
dem Prüfungsbereich sind folgende Gebiete und Tätigkeiten zugrunde zu legen:

a)
Beschichtungsstoffe unter Berücksichtigung einer der nach § 3 Nummer 2 Buchstabe c gewählten Wahlqualifikationen aus der Auswahlliste I Nummer 1 bis 10 herstellen, applizieren und prüfen,

b)
nach vorgegebener Zusammensetzung eine Arbeitsrezeptur erstellen;

3.
der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe durchführen;

4.
die Prüfungszeit beträgt insgesamt 540 Minuten.

(4) Für den Prüfungsbereich Lack- und Beschichtungstechnologie bestehen folgende Vorgaben:

1.
Der Prüfling soll nachweisen, dass er

a)
fachliche Aufgaben im Hinblick auf arbeitsorganisatorische, naturwissenschaftliche und technologische Sachverhalte sowie deren Verknüpfung analysieren, bewerten und geeignete Lösungswege darstellen,

b)
berufsbezogene Berechnungen durchführen sowie

c)
Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und Qualitätsmanagement einbeziehen

kann;

2.
dem Prüfungsbereich sind folgende Gebiete und Tätigkeiten zugrunde zu legen:

a)
Herstellungsverfahren von Beschichtungsstoffen,

b)
Aufbau, Eigenschaften und Wirkungsweise von Lackrohstoffen,

c)
Formulierung von Beschichtungsstoffen,

d)
drei der nach § 3 Nummer 2 Buchstabe c gewählten Wahlqualifikationen, davon mindestens eine der Wahlqualifikationen der Auswahlliste I Nummer 1 bis 10;

3.
der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

4.
die Prüfungszeit beträgt 195 Minuten;

5.
die Aufgaben zu Nummer 2 Buchstabe a, b und c sind mit insgesamt 40 Prozent und die Aufgaben zu Nummer 2 Buchstabe d mit 60 Prozent zu gewichten.

(5) Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen folgende Vorgaben:

1.
Der Prüfling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen kann;

2.
der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.
die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.


§ 23 Gewichtungs- und Bestehensregelung



(1) Die einzelnen Prüfungsbereiche sind wie folgt zu gewichten:

1.
Prüfungsbereich Applikations- und Prüftechnik 17,5 Prozent,

2.
Prüfungsbereich Chemie und Physik von Beschichtungsstoffen 17,5 Prozent,

3.
Prüfungsbereich Herstellung und Qualitätskontrolle 27,5 Prozent,

4.
Prüfungsbereich Lack- und Beschichtungstechnologie 27,5 Prozent,

5.
Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde 10,0 Prozent.

(2) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Leistungen

1.
im Gesamtergebnis von Teil 1 und Teil 2 der Abschlussprüfung mit mindestens „ausreichend",

2.
im Ergebnis von Teil 2 der Abschlussprüfung mit mindestens „ausreichend",

3.
im Prüfungsbereich Herstellung und Qualitätskontrolle sowie im Prüfungsbereich Lack- und Beschichtungstechnologie jeweils mit mindestens „ausreichend" und

4.
in keinem Prüfungsbereich von Teil 2 der Abschlussprüfung mit „ungenügend"

bewertet worden sind.


§ 24 Mündliche Ergänzungsprüfung



Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der in Teil 2 der Abschlussprüfung mit schlechter als „ausreichend" bewerteten Prüfungsbereiche, in denen Prüfungsleistungen mit eigener Anforderung und Gewichtung schriftlich zu erbringen sind, durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2 : 1 zu gewichten.


Teil 5 Schlussvorschriften

§ 25 Inkrafttreten, Außerkrafttreten


§ 25 ändert mWv. 1. August 2009 ChemBioLackAusbV

Diese Verordnung tritt am 1. August 2009 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Berufsausbildung im Laborbereich Chemie, Biologie, Lack vom 22. März 2000 (BGBl. I S. 257) außer Kraft.


Anlagen

Anlage 1 (zu § 4 Absatz 1) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Chemielaboranten/zur Chemielaborantin


Anlage 1 wird in 4 Vorschriften zitiert

Abschnitt A: Pflichtqualifikationen nach § 3 Nummer 1 Gemeinsame, integrativ zu vermittelnde Qualifikationen nach § 3 Nummer 1.1

Lfd.
Nr.
Qualifikation Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitliche Richtwerte
in Wochen im
Ausbildungsabschnitt
1. - 52.
Woche
53. - 84.
Woche
85. - 182.
Woche
1234
1Berufsbildung,
Arbeits- und Tarifrecht
(§ 4 Absatz 2 Nummer 1)
a) Bedeutung des Ausbildungsvertrages, insbe-
sondere Abschluss, Dauer und Beendigung,
erklären
b) gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem
Ausbildungsvertrag nennen
c) Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nen-
nen
d) wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nennen
e) wesentliche Bestimmungen der für den ausbil-
denden Betrieb geltenden Tarifverträge nennen
während
der gesamten
Ausbildung
zu vermitteln
2Aufbau und
Organisation des
Ausbildungsbetriebes
(§ 4 Absatz 2 Nummer 2)
a) Aufbau und Aufgaben des ausbildenden Be-
triebes erläutern
b) Grundfunktionen des ausbildenden Betriebes,
wie Beschaffung, Fertigung, Absatz und Ver-
waltung, erklären
c) Beziehungen des ausbildenden Betriebes und
seiner Beschäftigten zu Wirtschaftsorganisa-
tionen, Berufsvertretungen und Gewerkschaf-
ten nennen
d) Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der
betriebsverfassungs- oder personalvertre-
tungsrechtlichen Organe des ausbildenden
Betriebes beschreiben
3Betriebliche
Maßnahmen zum
verantwortlichen
Handeln
(Responsible Care)
(§ 4 Absatz 2 Nummer 3)
 
3.1Sicherheit und
Gesundheitsschutz
bei der Arbeit
(§ 4 Absatz 2 Nummer 3.1)
a) Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am
Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zu ih-
rer Vermeidung ergreifen
b) berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallver-
hütungsvorschriften anwenden
c) Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben
sowie erste Maßnahmen einleiten
d) Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes
anwenden; Verhaltensweisen bei Bränden
beschreiben und Maßnahmen zur Brandbe-
kämpfung ergreifen
e) Aufgaben der zuständigen Berufsgenossen-
schaft und der Gewerbeaufsicht erläutern
  f) persönliche Schutzausrüstungen auswählen
und handhaben
g) Sicherheitseinrichtungen am Arbeitsplatz be-
dienen und ihre Funktionsfähigkeit erhalten
h) Explosionsgefahren beschreiben und Maßnah-
men zum Explosionsschutz ergreifen
i) Kennzeichnungen und Kennzeichnungsfarben
Behältern und Fördersystemen zuordnen
j) Regeln der Arbeitshygiene anwenden
3.2Umweltschutz
(§ 4 Absatz 2 Nummer 3.2)
Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelas-
tungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitra-
gen, insbesondere
a) mögliche Umweltbelastungen durch den Aus-
bildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Um-
weltschutz an Beispielen erklären
b) für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelun-
gen des Umweltschutzes anwenden
c) Möglichkeiten der wirtschaftlichen und um-
weltschonenden Energie- und Materialverwen-
dung nutzen
d) Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer
umweltschonenden Entsorgung zuführen
3.3Einsetzen von
Energieträgern
(§ 4 Absatz 2 Nummer 3.3)
a) die im Ausbildungsbetrieb verwendeten Ener-
giearten unter Beachtung des Wirkungsgrades
und Gefährdungspotentials einsetzen
b) Geräte zum Heizen, Kühlen und Temperieren
einsetzen
c) mechanische, thermische und elektrische
Energien unter Verwendung von SI-Größen
und SI-Einheiten berechnen
2*)  
3.4Umgehen mit
Arbeitsgeräten und -mitteln
einschließlich Pflege und
Wartung
(§ 4 Absatz 2 Nummer 3.4)
a) Belüftungs-, Entlüftungs- und Absperreinrich-
tungen bedienen und pflegen
b) Laborgeräte unter Berücksichtigung ihrer
Werkstoffeigenschaften einsetzen
c) Einrichtungen und Arbeitsgeräte zum Einsatz
vorbereiten, prüfen, reinigen und warten sowie
bei Störungen Maßnahmen zur Fehlerbeseiti-
gung einleiten
3*)  
3.5Qualitätssichernde
Maßnahmen,
Kundenorientierung
(§ 4 Absatz 2 Nummer 3.5)
a) Elemente des Qualitätsmanagements aufga-
benspezifisch anwenden
b) Messgeräte kalibrieren
c) über Qualifizierung und Validierung Auskunft
geben
d) statistische Methoden aufgabenbezogen an-
wenden
e) Kundenorientierung bei der Aufgabenerledi-
gung berücksichtigen
3.6Wirtschaftlichkeit im Labor
(§ 4 Absatz 2 Nummer 3.6)
a) laborbezogene Kostenarten und -stellen unter-
scheiden
b) Möglichkeiten der Beeinflussbarkeit von Kos-
ten im eigenen Arbeitsbereich nutzen
c) zur Einhaltung von Kostenvorgaben beitragen
während
der gesamten
Ausbildung
zu vermitteln
4Arbeitsorganisation
und Kommunikation
(§ 4 Absatz 2 Nummer 4)
 
4.1Arbeitsplanung,
Arbeiten im Team
(§ 4 Absatz 2 Nummer 4.1)
a) Arbeitsplatz unter Berücksichtigung betriebli-
cher Vorgaben und ergonomischer Regeln ein-
richten
b) Materialien, Ersatzteile, Werkzeuge und Be-
triebsmittel auswählen, disponieren, bereitstel-
len und lagern
c) Projektziele festlegen, Arbeitsabläufe und Teil-
aufgaben unter Beachtung wirtschaftlicher und
terminlicher Vorgaben planen sowie bei Abwei-
chungen Prioritäten festlegen
d) Arbeitsschritte festlegen und erforderliche Be-
arbeitungszeiten planen
e) Problemlösungsmethoden anwenden
f) Kommunikationsregeln anwenden, Hilfsmittel
zur Kommunikationsförderung einsetzen
g) Aufgaben im Team bearbeiten, Ergebnisse ab-
stimmen, auswerten und kontrollieren
4.2Informationsbeschaffung
und Dokumentation
(§ 4 Absatz 2 Nummer 4.2)
a) Informationsquellen nutzen
b) Dokumentationsarten unterscheiden und de-
ren Dokumentationswert beschreiben
c) Hilfsmittel zur Dokumentation einsetzen
d) Arbeitsabläufe und -ergebnisse dokumentie-
ren, beurteilen und präsentieren
4.3Kommunikations-
und Informationssysteme
(§ 4 Absatz 2 Nummer 4.3)
a) betriebsspezifische Kommunikations- und In-
formationssysteme einsetzen
b) mit Standardsoftware und arbeitsplatzspezifi-
scher Software arbeiten
c) Regeln zum Datenschutz und zur Datensicher-
heit anwenden
3*)  
4.4Messdatenerfassung
und -verarbeitung
(§ 4 Absatz 2 Nummer 4.4)
a) labortechnische Aufgaben, insbesondere
Steuerung, Messdatenerfassung und -auswer-
tung, mit Computer lösen
b) Sensoren, Aktoren und Messgeräte auswählen
und einsetzen
c) Laborprozesse regeln und steuern
3*)  
4.5Anwenden von
Fremdsprachen bei
Fachaufgaben
(§ 4 Absatz 2 Nummer 4.5)
a) fremdsprachige Fachbegriffe anwenden
b) fremdsprachige Informationsquellen, insbe-
sondere englischsprachige Arbeitsvorschrif-
ten, technische Unterlagen, Dokumentationen,
Handbücher, Betriebs- und Gebrauchsanwei-
sungen, auswerten und anwenden
c) Auskünfte in einer Fremdsprache geben
während
der gesamten
Ausbildung
zu vermitteln
5Umgehen
mit Arbeitsstoffen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 5)
a) laborspezifische Werkstoffe Einsatzgebieten
zuordnen und mit diesen Werkstoffen umge-
hen
b) Vorschriften zum Umgang mit Gefahrstoffen
anwenden, insbesondere Gefahrensymbole
und -bezeichnungen von Arbeitsstoffen erklä-
ren und beachten
c) Arbeitsstoffe kennzeichnen
d) Reaktionsgleichungen von chemischen Um-
setzungen aufstellen
e) Konzentrationen berechnen und stöchiometri-
sche Aufgaben lösen
f) mit Säuren, Basen und Salzen sowie deren
Lösungen umgehen
g) mit organischen Lösemitteln umgehen
h) mit Gasen umgehen
4*)  
6Chemische und
physikalische Methoden
(§ 4 Absatz 2 Nummer 6)
 
6.1Probenahme
und Probenvorbereitung
(§ 4 Absatz 2 Nummer 6.1)
a) Verfahren zur Probenahme und zur Probenvor-
bereitung für die Gehalts- und Qualitätskon-
trolle unterscheiden
b) Proben nehmen
2*)  
6.2Physikalische Größen
und Stoffkonstanten
(§ 4 Absatz 2 Nummer 6.2)
a) Volumenmessgeräte unterschiedlicher Mess-
genauigkeit einsetzen
b) Waagen unterschiedlicher Messbereiche ein-
setzen
c) physikalische Größen messen und Stoffkon-
stanten bestimmen, insbesondere Temperatur
und pH-Wert messen
3*)  
6.3Analyseverfahren
(§ 4 Absatz 2 Nummer 6.3)
a) fotometrische Bestimmungen durchführen und
auswerten
b) chromatografische Trennverfahren, insbeson-
dere nach Einsatzgebieten, unterscheiden
c) Stoffgemische durch chromatografische Ver-
fahren trennen
4*)  
6.4Trennen und
Vereinigen von
Arbeitsstoffen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 6.4)
a) definierte Lösungen herstellen
b) Feststoffe von Flüssigkeiten trennen, insbe-
sondere durch Dekantieren, Sedimentieren,
Filtrieren, Zentrifugieren und Eindampfen
2*)  


*)
Im Zusammenhang mit anderen Ausbildungsinhalten zu vermitteln.

Pflichtqualifikationen nach § 3 Nummer 1.2 Buchstabe a

Lfd.
Nr.
Qualifikation Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitliche Richtwerte
in Wochen im
Ausbildungsabschnitt
1. - 52.
Woche
53. - 84.
Woche
85. - 182.
Woche
1234
7Durchführen
analytischer Arbeiten
(§ 4 Absatz 2 Nummer 7)
 
7.1Vorbereiten von Proben
(§ 4 Absatz 2 Nummer 7.1)
a) Stoffe in Lösung bringen
b) Proben zur Messung vorbereiten
c) Referenzmaterialien auswählen und zur Mes-
sung vorbereiten
  3
7.2Qualitative Analyse
(§ 4 Absatz 2 Nummer 7.2)
a) anorganische Reaktionsgleichungen aufstellen
b) charakteristische Reaktionen zur Identifizie-
rung anorganischer Stoffe durchführen
4  
7.3 Spektroskopie
(§ 4 Absatz 2 Nummer 7.3)
a) über Aufbau und Funktionsweise von UV/VIS-
und IR-Spektrometern Auskunft geben sowie
IR- und UV/VIS-Spektroskopie Einsatzgebie-
ten zuordnen
4  
b) Stoffe mit UV/VIS- und IR-Spektrometern qua-
litativ und quantitativ analysieren
  5
7.4Gravimetrie
(§ 4 Absatz 2 Nummer 7.4)
a) chemische Reaktionsgleichungen der Gravi-
metrie aufstellen
b) gravimetrische Bestimmung durchführen
4 5
7.5 Maßanalyse
(§ 4 Absatz 2 Nummer 7.5)
a) chemische Reaktionsgleichungen der Maß-
analyse aufstellen
b) volumetrische Bestimmungen Einsatzgebieten
zuordnen
c) direkte und indirekte volumetrische Bestim-
mungen acidimetrisch-alkalimetrisch und
komplexometrisch durchführen
d) direkte und indirekte volumetrische Bestim-
mungen oxidimetrisch-reduktometrisch durch-
führen
e) Bestimmungen nach mindestens zwei unter-
schiedlichen Methoden, insbesondere poten-
ziometrisch, konduktometrisch oder polaro-
grafisch, durchführen
  6
7.6 Chromatografie
(§ 4 Absatz 2 Nummer 7.6)
a) Identitätsprüfungen durchführen  5 
b) Stoffgemische chromatografisch trennen und
die Analyten quantitativ bestimmen
  6
7.7Auswerten von
Messergebnissen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 7.7)
Messergebnisse analytischer Arbeiten auswerten,
dokumentieren und auf Plausibilität prüfen
3  
8Durchführen
präparativer Arbeiten
(§ 4 Absatz 2 Nummer 8)
 
8.1 Herstellen von Präparaten
(§ 4 Absatz 2 Nummer 8.1)
a) chemische Reaktionsgleichungen geplanter
Synthesen aufstellen sowie Ansätze und Aus-
beuten berechnen
b) Syntheseapparaturen einsetzen
c) Verbindungen durch Fällungsreaktion, C-C-
Verknüpfungen, Einführung funktioneller Grup-
pen, Veränderung funktioneller Gruppen und
enzymatische Reaktion nach Vorschrift her-
stellen
46 
d) organische oder anorganische Verbindung
über mehrere Stufen nach Vorschrift herstellen
e) Maßnahmen zur Verschiebung des Reaktions-
gleichgewichtes ergreifen
f) Katalysatoren zur Reaktionsbeschleunigung
einsetzen
 6 
8.2Trennen und
Reinigen von Stoffen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 8.2)
a) Stoffgemische ohne und mit Hilfsstoffen filtrie-
ren
b) Flash- oder Säulenchromatografie durchführen
c) Feststoffe, Flüssigkeiten und Gase trocknen
d) Stoffe kristallisieren und durch Umkristallisie-
ren reinigen
e) Stoffe extrahieren
f) Stoffgemische durch Destillieren unter Normal-
druck und reduziertem Druck sowie mit
Schleppmitteln trennen
54 
8.3Charakterisieren
von Produkten
(§ 4 Absatz 2 Nummer 8.3)
Edukte, Zwischen- und Endprodukte durch min-
destens vier Methoden charakterisieren, davon
sind mindestens drei der folgenden Methoden
anzuwenden: Dünnschichtchromatografie, Polari-
metrie, Rheologie, Refraktometrie oder Schmelz-
punktbestimmung
26 


Abschnitt B: Wahlqualifikationen nach § 3 Nummer 2 Buchstabe a Wahlqualifikationen der Auswahlliste 1 nach § 4 Absatz 3

Lfd.
Nr.
Qualifikation Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitliche Richtwerte
in Wochen im
Ausbildungsabschnitt
1. - 52.
Woche
53. - 84.
Woche
85. - 182.
Woche
1234
9Präparative Chemie,
Reaktionstypen und
-führung
(§ 4 Absatz 3 Nummer 1)
a) Synthesevorschriften auswählen
b) Syntheseapparaturen auswählen
   
  c) Verbindungen nach Analogvorschriften und
Vorschriften mit allgemeinen Angaben unter
Anwenden von mindestens fünf unterschiedli-
chen Reaktionstypen herstellen, davon sind
mindestens vier der folgenden Reaktionstypen
anzuwenden:
- Addition,
- Substitution,
- Umlagerung,
- Eliminierung,
- biokatalytische Reaktion,
- katalytische Reaktion,
- Cyclisierung,
- Polymerisation
d) Verbindungen über mehrere Stufen unter An-
wenden unterschiedlicher Reaktionstypen her-
stellen
e) Ausgangsstoffe, Zwischen- und Endprodukte
auf Einhaltung der Spezifikation prüfen und
das Ergebnis dokumentieren
  13
10Präparative Chemie,
Synthesetechnik
(§ 4 Absatz 3 Nummer 2)
a) Verbindungen unter Anwenden von mindes-
tens zwei unterschiedlichen Techniken herstel-
len, dabei mindestens eine der folgenden
Techniken anwenden:
- Tieftemperatursynthese,
- Mikrosynthese,
- Synthese an polymeren Trägern,
- Schutzgassynthese,
- Fermentertechnik,
- fotochemische Synthese,
- Gasphasenreaktion,
- elektrochemische Technik,
- Hochdrucksynthese,
- Kombinatorik
b) Verfahrensbedingungen durch unterschiedli-
che Reaktionsführungen optimieren
c) Ausgangsstoffe, Zwischen- und Endprodukte
auf Einhaltung der Spezifikation prüfen und
das Ergebnis dokumentieren
  13
11Durchführen
verfahrenstechnischer
Arbeiten
(§ 4 Absatz 3 Nummer 3)
a) Sensoren für die Messtechnik auswählen
b) Stoffe verfahrenstechnisch herstellen
c) Stoffe, insbesondere mechanisch und ther-
misch, trennen und reinigen
d) Verfahren auf veränderte Maßstäbe übertragen
und optimieren
e) verfahrenstechnische Prozesse steuern und
regeln
  13
12Anwenden
probenahmetechnischer
und analytischer Verfahren
(§ 4 Absatz 3 Nummer 4)
a) Probenahmeverfahren nach Spezifität, Reprä-
sentativität und Materialbeschaffenheit aus-
wählen
b) Methoden der Probenkonservierung und -auf-
bewahrung anwenden
c) Proben stoff- und analysenspezifisch vorberei-
ten
d) Analysenverfahren auswählen und einsetzen
e) Verfahrensschritte optimieren
f) Analyseverfahren validieren
  13
13Anwenden
chromatografischer
Verfahren
(§ 4 Absatz 3 Nummer 5)
a) Methoden unter Beachtung von Spezifität und
Matrixeinflüssen sowie nach Anwendungsbe-
reich auswählen
b) Analysenproben vorbereiten
c) chromatografische Verfahren optimieren
d) Kalibrierfunktion aufstellen und deren Richtig-
keit überprüfen
e) Mehrstoffgemische unter Anwenden von min-
destens drei unterschiedlichen Verfahren ana-
lysieren
f) Chromatogramme interpretieren
  13
14Anwenden
spektroskopischer
Verfahren
(§ 4 Absatz 3 Nummer 6)
a) Methoden unter Beachtung von Spezifität und
Matrixeinflüssen sowie nach Anwendungsbe-
reich auswählen
b) Analysenproben zur spektroskopischen Mes-
sung vorbereiten
c) Messparameter einstellen und optimieren
d) Kalibrierfunktion aufstellen und deren Richtig-
keit überprüfen
e) Stoffe mit unterschiedlichen spektroskopi-
schen Methoden analysieren
f) Spektren interpretieren
  13
15Analytische
Kopplungstechniken
(§ 4 Absatz 3 Nummer 7)
a) Kopplungstechnik auswählen
b) Analysenproben vorbereiten
c) Messparameter einstellen und optimieren
d) Kalibrierfunktion aufstellen und deren Richtig-
keit überprüfen
e) Stoffe mit einer Kopplungstechnik analysieren
f) Spektren interpretieren
  13
16Bestimmen
thermodynamischer
Größen
(§ 4 Absatz 3 Nummer 8)
a) thermodynamische und kalorische Kenndaten
ermitteln
b) sicherheitstechnische Kennzahlen bestimmen
c) thermodynamische Größen von Reaktionen
ermitteln
  13
17Durchführen
mikrobiologischer
Arbeiten I
(§ 4 Absatz 3 Nummer 9)
a) Arbeitssicherheitsmaßnahmen beim Umgang
mit biologischem Material ergreifen
b) Methoden der Desinfektion und Sterilisation
anwenden
c) kontaminiertes Material entsorgen
d) Nährmedien herstellen
e) Mikroorganismen in der Umwelt nachweisen
f) Impf- und Kulturtechniken anwenden
g) unter Anwenden verschiedener Beleuchtungs-
techniken mikroskopieren
h) Mikroorganismen isolieren, färben und diffe-
renzieren
i) Keimwachstum dokumentieren und Keimzahl
bestimmen
j) betriebliche Einsatzmöglichkeiten biotechnolo-
gischer Verfahren erläutern
k) biotechnologische Laborverfahren durchführen
  13
18Durchführen
biochemischer Arbeiten
(§ 4 Absatz 3 Nummer 10)
a) fotometrische und chromatografische Metho-
den anwenden
b) enzymatische Analysen durchführen
c) Nucleinsäuren isolieren und schneiden oder
Proteine isolieren
d) Nucleinsäuren oder Proteingemische elektro-
foretisch trennen und nachweisen
  13
19Prüfen von Werkstoffen
(§ 4 Absatz 3 Nummer 11)
a) Werkstoffe zur Prüfung vorbereiten
b) Oberflächenbeschaffenheit und Stoffverteilung
mikroskopisch beurteilen
c) Werkstoffe nach zerstörungsfreier und zerstö-
render Methode prüfen
d) Prüfergebnis auf Plausibilität beurteilen und
dokumentieren
  13
20Herstellen, Applizieren
und Prüfen von
Beschichtungsstoffen
und -systemen
(§ 4 Absatz 3 Nummer 12)
a) Beschichtungsstoff nach vorgegebener Re-
zeptur erstellen und dessen systemspezifische
Eigenschaft erläutern
b) Eigenschaften, Lager- und Transportbedingun-
gen des Beschichtungsstoffes prüfen sowie
Korrekturmaßnahmen einleiten und durchfüh-
ren
c) Untergrund nach Vorgabe vorbereiten
d) Beschichtungsstoff nach Verarbeitungsvor-
schrift applizieren
e) Beschichtungsstoff unter Berücksichtigung
des Filmbildungsmechanismus härten
f) Beschichtung nach Anforderungsprofil prüfen,
bewerten und optimieren
  13
21Prozessbezogene
Arbeitstechniken
(§ 4 Absatz 3 Nummer 13)
a) bei der Planung von Prozessabläufen mitwir-
ken
b) prozessorientierte Arbeitstechnik auswählen
und bewerten
c) prozessorientierte Arbeitstechnik einsetzen
d) Prozessablauf kontrollieren und dokumentie-
ren
e) Ergebnisse prüfen, bewerten und dokumentie-
ren
  13


Wahlqualifikationen der Auswahlliste II nach § 4 Absatz 4

Lfd.
Nr.
Qualifikation Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitliche Richtwerte
in Wochen im
Ausbildungsabschnitt
1. - 52.
Woche
53. - 84.
Woche
85. - 182.
Woche
1234
22Laborbezogene
Informationstechnik
(§ 4 Absatz 4 Nummer 1)
a) Hard- und Softwarekomponenten zur Lösung
von Laboraufgaben auswählen, testen und
einsetzen
b) Makro-Programmierungen durchführen
c) Programme installieren und konfigurieren
d) Methoden der Systempflege anwenden
e) Informationsleistungen von Datensystemen
dokumentieren
  13
23Arbeiten mit
automatisierten
Systemen im Labor
(§ 4 Absatz 4 Nummer 2)
a) Stoffe und Proben für automatisierte Systeme
vorbereiten
b) automatisierte Systeme einrichten, optimieren
und überprüfen
c) mit automatisierten Systemen im Labor um-
gehen
d) Labor-Informations- und Management-System
erklären
e) Störungen erkennen und Maßnahmen zur
Störungsbeseitigung einleiten
  13
24Anwendungs-
technische Arbeiten,
Kundenbetreuung
(§ 4 Absatz 4 Nummer 3)
a) Stoffe hinsichtlich ihrer anwendungstechnisch
relevanten Eigenschaften überprüfen
b) Stoffe hinsichtlich des geplanten Einsatzes
chemisch und technisch optimieren
c) Kunden beraten und Problemlösungen erar-
beiten
  13
25Durchführen
elektrotechnischer und
elektronischer Arbeiten
(§ 4 Absatz 4 Nummer 4)
a) Schaltpläne und -zeichen lesen
b) elektrotechnische und elektronische Bauteile
und Grundschaltungen anwenden und berech-
nen
c) elektrotechnische Grundlagen von Mess- und
Untersuchungsverfahren erläutern sowie elek-
trotechnische Größen bestimmen und berech-
nen
  13
  d) elektrische Parameter des Wechselstromkrei-
ses bestimmen und Berechnungen durchfüh-
ren
e) Frequenzverhalten von RC-Gliedern bestim-
men und Berechnungen durchführen
   
26Qualitätsmanagement
(§ 4 Absatz 4 Nummer 5)
a) Validierung für ein Verfahren durchführen und
dokumentieren
b) Qualitätssicherungskonzept für einen Arbeits-
platz entwickeln
c) statistische Qualitätskontrolle durchführen
d) Regeln Guter Laborpraxis (GLP), Guter Her-
stellungspraxis (GMP) oder vergleichbare Re-
gelungen anwenden
e) bei der internen Überprüfung des Qualitäts-
managements mitwirken
  13
27Umweltbezogene
Arbeitstechniken
(§ 4 Absatz 4 Nummer 6)
a) bei einem prozessbezogenen Verfahren der
Abfallwirtschaft, Boden-, Luft- oder Gewässer-
reinhaltung mitwirken
b) Konzentrationen und Kenngrößen von Um-
weltparametern unter Beachtung einschlägiger
Vorschriften bestimmen
c) Emissionen und Immissionen messen
d) Untersuchungsergebnisse mit Bestimmungen
von Regelwerken vergleichen, dokumentieren
und beurteilen sowie Maßnahmen veranlassen
  13
28Durchführen
immunologischer und
biochemischer Arbeiten
4 Absatz 4 Nummer 7)
a) Enzyme aus biologischem Material isolieren
b) Antikörper gewinnen und Titer bestimmen
c) Antigen- und Antikörpernachweis durchführen
d) Proteine durch Blotting-Verfahren identifizieren
  13
29Durchführen
biotechnologischer
Arbeiten
(§ 4 Absatz 4 Nummer 8)
a) Stoffumsetzungen mit freien und immobilisier-
ten Zellen durchführen
b) Stoffumsetzungen mit immobilisierten Enzy-
men durchführen
c) Zellen im Fermenter kultivieren und Proben
entnehmen
d) Fermentationsprodukte aufarbeiten
  13*)
30Durchführen
mikrobiologischer
Arbeiten II
(§ 4 Absatz 4 Nummer 9)
a) Wirkkonzentrationen von Antiinfektiva bestim-
men
b) Resistenz von Mikroorganismen bestimmen
c) Mikroorganismen biochemisch differenzieren
d) Anaerobier kultivieren
e) Pilze kultivieren
  13*)
31Durchführen
gentechnischer und
molekularbiologischer
Arbeiten
(§ 4 Absatz 4 Nummer 10)
a) Vorschriften zum Gentechnikgesetz anwenden
b) Abschnitte von Nucleinsäuren klonieren
c) Nucleinsäuren durch Blotting-Verfahren nach-
weisen
   
  d) Abschnitte von Nucleinsäuren mit Gensonden
identifizieren
e) Nucleinsäuren, insbesondere durch polyme-
rase-chain-reaction (PCR), vervielfältigen
f) Plasmide isolieren
g) Transformationen durchführen und Transfor-
mationsrate bestimmen
  13**)
32Durchführen
zellkulturtechnischer
Arbeiten
(§ 4 Absatz 4 Nummer 11)
a) Geräte und Materialien für Zellkulturtechniken
einsetzen
b) Adhäsions- und Suspensionszellen kultivieren
c) Stammhaltung von Zellen durchführen
d) Untersuchungen an Zellkulturen durchführen
  13
33Durchführen
diagnostischer Arbeiten
(§ 4 Absatz 4 Nummer 12)
a) Körperflüssigkeiten aufarbeiten
b) Elektrolyt- und Substratkonzentrationen sowie
Enzymaktivitäten bestimmen
c) Plasmaproteine nachweisen
d) Krankheitserreger serologisch nachweisen
  13**)
34Formulieren, Herstellen
und Prüfen von
Bindemitteln
(§ 4 Absatz 4 Nummer 13)
a) Bindemittel nach Anforderungsprofil formulie-
ren
b) Ausgangsstoffe auswählen
c) Syntheseapparatur auswählen und einsetzen
d) Bindemittel herstellen und Reaktionsverlauf
anhand ermittelter Kenndaten steuern
e) Einsetzbarkeit des Bindemittels prüfen und
Bindemittel optimieren
  13
35Durchführen
farbmetrischer Arbeiten
(§ 4 Absatz 4 Nummer 14)
a) betrieblichen Einsatz von Farbmessgeräten er-
läutern
b) farbmetrische Messungen durchführen
c) Messwerte auswerten und Ergebnis interpre-
tieren
d) Farbmittel nach optischen, chemischen und
thermischen Eigenschaften auswählen
e) Farbtöne nach farbmetrischen Daten ausarbei-
ten
  13
36Untersuchen von
Beschichtungen
(§ 4 Absatz 4 Nummer 15)
a) Oberflächenbeschaffenheit prüfen und Be-
schichtungsfehler beschreiben
b) Präparationstechnik zur Ursachenermittlung
von Oberflächenstörungen anwenden
c) Beschichtungen mikroskopisch untersuchen
d) Zusammensetzung von Beschichtungen spek-
troskopisch untersuchen
e) fotometrische Messungen durchführen
f) Messwerte auswerten
  13


*)
Nur in Verbindung mit der Qualifikationseinheit lfd. Nummer 17 dieser Anlage zu vermitteln.

**)
Nur in Verbindung mit der Qualifikationseinheit lfd. Nummer 18 dieser Anlage zu vermitteln.


Anlage 2 (zu § 11 Absatz 1) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Biologielaboranten/zur Biologielaborantin



Abschnitt A: Pflichtqualifikationen nach § 3 Nummer 1 Gemeinsame, integrativ zu vermittelnde Qualifikationen nach § 3 Nummer 1.1

Lfd.
Nr.
Qualifikation Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitliche Richtwerte
in Wochen im
Ausbildungsabschnitt
1. - 52.
Woche
53. - 85.
Woche
86. - 182.
Woche
1234
1Berufsbildung,
Arbeits- und Tarifrecht
(§ 11 Absatz 2 Nummer 1)
a) Bedeutung des Ausbildungsvertrages, ins-
besondere Abschluss, Dauer und Beendi-
gung, erklären
b) gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem
Ausbildungsvertrag nennen
c) Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung
nennen
d) wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nen-
nen
e) wesentliche Bestimmungen der für den aus-
bildenden Betrieb geltenden Tarifverträge
nennen
während
der gesamten
Ausbildung
zu vermitteln
2Aufbau und Organisation des
Ausbildungsbetriebes
(§ 11 Absatz 2 Nummer 2)
a) Aufbau und Aufgaben des ausbildenden Be-
triebes erläutern
b) Grundfunktionen des ausbildenden Betrie-
bes, wie Beschaffung, Fertigung, Absatz
und Verwaltung, erklären
c) Beziehungen des ausbildenden Betriebes
und seiner Beschäftigten zu Wirtschaftsor-
ganisationen, Berufsvertretungen und Ge-
werkschaften nennen
d) Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der
betriebsverfassungs- oder personalvertre-
tungsrechtlichen Organe des ausbildenden
Betriebes beschreiben
3Betriebliche
Maßnahmen zum
verantwortlichen Handeln
(Responsible Care)
(§ 11 Absatz 2 Nummer 3)
 
3.1Sicherheit und
Gesundheitsschutz
bei der Arbeit
(§ 11 Absatz 2 Nummer 3.1)
a) Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit
am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen
zu ihrer Vermeidung ergreifen
b) berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfall-
verhütungsvorschriften anwenden
c) Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben
sowie erste Maßnahmen einleiten
d) Vorschriften des vorbeugenden Brandschut-
zes anwenden; Verhaltensweisen bei Brän-
den beschreiben und Maßnahmen zur
Brandbekämpfung ergreifen
e) Aufgaben der zuständigen Berufsgenossen-
schaft und der Gewerbeaufsicht erläutern
f) persönliche Schutzausrüstungen auswählen
und handhaben
  g) Sicherheitseinrichtungen am Arbeitsplatz
bedienen und ihre Funktionsfähigkeit erhal-
ten
h) Explosionsgefahren beschreiben und Maß-
nahmen zum Explosionsschutz ergreifen
i) Kennzeichnungen und Kennzeichnungsfar-
ben Behältern und Fördersystemen zuord-
nen
j) Regeln der Arbeitshygiene anwenden
3.2Umweltschutz
(§ 11 Absatz 2 Nummer 3.2)
Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbe-
lastungen im beruflichen Einwirkungsbereich
beitragen, insbesondere
a) mögliche Umweltbelastungen durch den
Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum
Umweltschutz an Beispielen erklären
b) für den Ausbildungsbetrieb geltende Rege-
lungen des Umweltschutzes anwenden
c) Möglichkeiten der wirtschaftlichen und um-
weltschonenden Energie- und Materialver-
wendung nutzen
d) Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien ei-
ner umweltschonenden Entsorgung zufüh-
ren
3.3Einsetzen von
Energieträgern
(§ 11 Absatz 2 Nummer 3.3)
a) die im Ausbildungsbetrieb verwendeten
Energiearten unter Beachtung des Wir-
kungsgrades und Gefährdungspotentials
einsetzen
b) Geräte zum Heizen, Kühlen und Temperie-
ren einsetzen
c) mechanische, thermische und elektrische
Energien unter Verwendung von SI-Größen
und SI-Einheiten berechnen
2*)  
3.4Umgehen mit
Arbeitsgeräten und
-mitteln einschließlich
Pflege und Wartung
(§ 11 Absatz 2 Nummer 3.4)
a) Belüftungs-, Entlüftungs- und Absperrein-
richtungen bedienen und pflegen
b) Laborgeräte unter Berücksichtigung ihrer
Werkstoffeigenschaften einsetzen
c) Einrichtungen und Arbeitsgeräte zum Ein-
satz vorbereiten, prüfen, reinigen und war-
ten sowie bei Störungen Maßnahmen zur
Fehlerbeseitigung einleiten
3*)  
3.5Qualitätssichernde
Maßnahmen,
Kundenorientierung
(§ 11 Absatz 2 Nummer 3.5)
a) Elemente des Qualitätsmanagements auf-
gabenspezifisch anwenden
b) Messgeräte kalibrieren
c) über Qualifizierung und Validierung Auskunft
geben
d) statistische Methoden aufgabenbezogen
anwenden
e) Kundenorientierung bei der Aufgabenerledi-
gung berücksichtigen
3.6 Wirtschaftlichkeit im Labor
(§ 11 Absatz 2 Nummer 3.6)
a) laborbezogene Kostenarten und -stellen un-
terscheiden
b) Möglichkeiten der Beeinflussbarkeit von
Kosten im eigenen Arbeitsbereich nutzen
während
der gesamten
zu vermitteln
c) zur Einhaltung von Kostenvorgaben beitra-
gen
4Arbeitsorganisation
und Kommunikation
(§ 11 Absatz 2 Nummer 4)
 
4.1 Arbeitsplanung,
Arbeiten im Team
(§ 11 Absatz 2 Nummer 4.1)
a) Arbeitsplatz unter Berücksichtigung betrieb-
licher Vorgaben und ergonomischer Regeln
einrichten
b) Materialien, Ersatzteile, Werkzeuge und Be-
triebsmittel auswählen, disponieren, bereit-
stellen und lagern
c) Projektziele festlegen, Arbeitsabläufe und
Teilaufgaben unter Beachtung wirtschaftli-
cher und terminlicher Vorgaben planen so-
wie bei Abweichungen Prioritäten festlegen
d) Arbeitsschritte festlegen und erforderliche
Bearbeitungszeiten planen
e) Problemlösungsmethoden anwenden
f) Kommunikationsregeln anwenden, Hilfsmit-
tel zur Kommunikationsförderung einsetzen
g) Aufgaben im Team bearbeiten, Ergebnisse
abstimmen, auswerten und kontrollieren
4.2Informationsbeschaffung und
Dokumentation
(§ 11 Absatz 2 Nummer 4.2)
a) Informationsquellen nutzen
b) Dokumentationsarten unterscheiden und
deren Dokumentationswert beschreiben
c) Hilfsmittel zur Dokumentation einsetzen
d) Arbeitsabläufe und -ergebnisse dokumen-
tieren, beurteilen und präsentieren
4.3Kommunikations- und
Informationssysteme
(§ 11 Absatz 2 Nummer 4.3)
a) betriebsspezifische Kommunikations- und
Informationssysteme einsetzen
b) mit Standardsoftware und arbeitsplatzspezi-
fischer Software arbeiten
c) Regeln zum Datenschutz und zur Datensi-
cherheit anwenden
3*)  
4.4Messdatenerfassung
und -verarbeitung
(§ 11 Absatz 2 Nummer 4.4)
a) labortechnische Aufgaben, insbesondere
Steuerung, Messdatenerfassung und -aus-
wertung, mit Computer lösen
b) Sensoren, Aktoren und Messgeräte aus-
wählen und einsetzen
c) Laborprozesse regeln und steuern
3*)  
4.5Anwenden von
Fremdsprachen bei
Fachaufgaben
(§ 11 Absatz 2 Nummer 4.5)
a) fremdsprachige Fachbegriffe anwenden
b) fremdsprachige Informationsquellen, insbe-
sondere englischsprachige Arbeitsvorschrif-
ten, technische Unterlagen, Dokumentatio-
nen, Handbücher, Betriebs- und Ge-
brauchsanweisungen, auswerten und an-
wenden
c) Auskünfte in einer Fremdsprache geben
während
der gesamten
Ausbildung
zu vermitteln
5Umgehen mit Arbeitsstoffen
(§ 11 Absatz 2 Nummer 5)
a) laborspezifische Werkstoffe Einsatzgebieten
zuordnen und mit diesen Werkstoffen umge-
hen
b) Vorschriften zum Umgang mit Gefahrstoffen
anwenden, insbesondere Gefahrensymbole
und -bezeichnungen von Arbeitsstoffen er-
klären und beachten
c) Arbeitsstoffe kennzeichnen
d) Reaktionsgleichungen von chemischen Um-
setzungen aufstellen
e) Konzentrationen berechnen und stöchiome-
trische Aufgaben lösen
f) mit Säuren, Basen und Salzen sowie deren
Lösungen umgehen
g) mit organischen Lösemitteln umgehen
h) mit Gasen umgehen
4*)  
6Chemische und
physikalische Methoden
(§ 11 Absatz 2 Nummer 6)
 
6.1Probenahme
und Probenvorbereitung
(§ 11 Absatz 2 Nummer 6.1)
a) Verfahren zur Probenahme und zur Proben-
vorbereitung für die Gehalts- und Qualitäts-
kontrolle unterscheiden
b) Proben nehmen
2*)  
6.2Physikalische Größen
und Stoffkonstanten
(§ 11 Absatz 2 Nummer 6.2)
a) Volumenmessgeräte unterschiedlicher Mess-
genauigkeit einsetzen
b) Waagen unterschiedlicher Messbereiche
einsetzen
c) physikalische Größen messen und Stoffkon-
stanten bestimmen, insbesondere Tempera-
tur und pH-Wert messen
3*)  
6.3Analyseverfahren
(§ 11 Absatz 2 Nummer 6.3)
a) fotometrische Bestimmungen durchführen
und auswerten
b) chromatografische Trennverfahren, insbe-
sondere nach Einsatzgebieten, unterschei-
den
c) Stoffgemische durch chromatografische
Verfahren trennen
4*)  
6.4Trennen und Vereinigen
von Arbeitsstoffen
(§ 11 Absatz 2 Nummer 6.4)
a) definierte Lösungen herstellen
b) Feststoffe von Flüssigkeiten trennen, insbe-
sondere durch Dekantieren, Sedimentieren,
Filtrieren, Zentrifugieren und Eindampfen
2*)  


*)
Im Zusammenhang mit anderen Ausbildungsinhalten zu vermitteln.

Pflichtqualifikationen nach § 3 Nummer 1.2 Buchstabe b

Lfd.
Nr.
Qualifikation Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitliche Richtwerte
in Wochen im
Ausbildungsabschnitt
1. - 52.
Woche
53. - 85.
Woche
86. - 182.
Woche
1234
7Durchführen
mikrobiologischer Arbeiten I
(§ 11 Absatz 2 Nummer 7)
a) Arbeitssicherheitsmaßnahmen beim Um-
gang mit biologischem Material ergreifen
b) Methoden der Desinfektion und Sterilisation
anwenden
c) kontaminiertes Material entsorgen
d) Nährmedien herstellen
e) Mikroorganismen in der Umwelt nachweisen
f) Impf- und Kulturtechniken für Aerobier an-
wenden
g) unter Anwenden unterschiedlicher Beleuch-
tungstechniken mikroskopieren
h) Mikroorganismen isolieren, färben und mor-
phologisch differenzieren
i) Keimwachstum dokumentieren und Keim-
zahl bestimmen
j) betriebliche Einsatzmöglichkeiten biotech-
nologischer Verfahren erläutern
12  
8Durchführen
zellkulturtechnischer
Arbeiten I
(§ 11 Absatz 2 Nummer 8)
a) Geräte und Materialien für Zellkulturtechni-
ken einsetzen
b) Adhäsions- und Suspensionszellen kultivie-
ren
c) Lebendzellzahl bestimmen
7  
9Durchführen
molekularbiologischer
Arbeiten
(§ 11 Absatz 2 Nummer 9)
a) Nucleinsäuren aus biologischem Material
isolieren
b) Nucleinsäuren schneiden und ligieren
c) Nucleinsäuren elektroforetisch trennen und
nachweisen
  10
10 Durchführen
biochemischer Arbeiten
(§ 11 Absatz 2 Nummer 10)
a) fotometrische und chromatografische Me-
thoden anwenden
4  
b) enzymatische Analysen durchführen
c) biologisches Material aufarbeiten
d) Proteingemische elektroforetisch trennen
e) Proteine reinigen
  9
11Durchführen
diagnostischer Arbeiten I
(§ 11 Absatz 2 Nummer 11)
    
11.1 Hämatologische Arbeiten
(§ 11 Absatz 2 Nummer 11.1)
a) Verfahren für die Blutentnahme unter Berücksichtigung der Spezies unterscheiden und Blut von Versuchstieren, insbesondere von Nagetieren, nach versuchstierkundlichen Empfehlungen entnehmen
b) Blutausstriche färben
c) Blutbestandteile identifizieren und bestim-
men
 4 
d) Gerinnungstests durchführen und Gerin-
nungszeiten ermitteln
e) Antigen-Antikörper-Reaktion durchführen
 2 
11.2Histologische Arbeiten
(§ 11 Absatz 2 Nummer 11.2)
a) Gewebe und Gewebeproben von Organis-
men entnehmen, fixieren und einbetten
b) Gewebeschnitte herstellen, färben und ein-
decken
c) histologische Präparate mikroskopieren und
identifizieren
d) Objekte in histologischen Präparaten mikro-
skopisch vermessen
 5 
Lfd.
Nr.
Qualifikation Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitliche Richtwerte
in Wochen im
Ausbildungsabschnitt
1. - 52.
Woche
53. - 84.
Woche
85. - 182.
Woche
1234
12Durchführen
zoologisch-pharma-
kologischer Arbeiten
(§ 11 Absatz 2
Nummer 12)
a) Tierschutzrecht beachten und bei der Durch-
führung von Tierversuchen und beim Töten
von Tieren zu wissenschaftlichen Zwecken an-
wenden
b) ethische Grundlagen und Aspekte in Bezug auf
tierexperimentelles Arbeiten analysieren und
anwenden
c) Möglichkeiten der Vermeidung, Verringerung und
Verbesserung von Tierversuchen („3R-Prinzip":
Replacement, Reduction, Refinement) sowie
den Ersatz durch andere Verfahren erläutern
d) Versuchstiere, insbesondere Nagetiere, halten
und kennzeichnen; artspezifische Handhabungs-
methoden anwenden; Lebensraumanreicherun-
gen einsetzen und Hygieneanforderungen um-
setzen
e) Bedeutung und Züchtung genetisch veränder-
ter, insbesondere transgener Tiere, erläutern
f) Veränderungen des äußeren Erscheinungsbildes
und Verhaltens von Versuchstieren, insbeson-
dere Nagetieren, feststellen und notwendige
Maßnahmen einleiten
g) Applikationen oral, subkutan, intramuskulär,
intraperitoneal, intravenös und durch Inhalation
an Versuchstieren, insbesondere Nagetieren,
durchführen
h) Narkotika nach pharmakologischen Eigenschaf-
ten unterscheiden
i) Inhalations- und Injektionsnarkosen nach ver-
suchstierkundlichen Empfehlungen an Versuchs-
tieren, insbesondere Nagetieren, durchführen
und überwachen
j) analgetische Strategien einschließlich Lokal-
anästhesie anwenden
k) pharmakologische Wirkungen feststellen
l) tierschutzrechtlich zulässige Methoden zur
Tötung von Versuchstieren unterscheiden und
auswählen
m) Versuchstiere, insbesondere Nagetiere, nach
den Bestimmungen des Tierschutzrechts töten
n) Sektionen an Versuchstieren, insbesondere
Nagetieren, durchführen
 22 
13Bereichsspezifische
qualitätssichernde
Maßnahmen
(§ 11 Absatz 2 Nummer 13)
a) Regeln Guter Laborpraxis (GLP) anwenden
b) Daten unter Berücksichtigung der biologi-
schen Variabilität auswerten
3  


Abschnitt B: Wahlqualifikationen nach § 3 Nummer 2 Buchstabe b Wahlqualifikationen der Auswahlliste I nach § 4 Absatz 3

Lfd.
Nr.
Qualifikation Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitliche Richtwerte
in Wochen im
Ausbildungsabschnitt
1. - 52.
Woche
53. - 85.
Woche
86. - 182.
Woche
1234
14Durchführen
immunologischer und
biochemischer Arbeiten
(§ 11 Absatz 3 Nummer 1)
a) Enzyme aus biologischem Material isolieren
b) Antikörper gewinnen und Titer bestimmen
c) Antigen- und Antikörpernachweis durchfüh-
ren
d) Proteine durch Blotting-Verfahren identifi-
zieren
  13
15Durchführen
biotechnologischer Arbeiten
(§ 11 Absatz 3 Nummer 2)
a) Stoffumsetzungen mit freien und immobili-
sierten Zellen durchführen
b) Stoffumsetzungen mit immobilisierten Enzy-
men durchführen
c) Zellen im Fermenter kultivieren und Proben
entnehmen
d) Fermentationsprodukte aufarbeiten
  13
16Durchführen
botanischer Arbeiten
(§ 11 Absatz 3 Nummer 3)
a) Sprosspflanzen kultivieren sowie vegetativ
und generativ vermehren
b) mikroskopische Präparate herstellen und
untersuchen
c) pflanzenphysiologische Untersuchungen
durchführen
  13
17Durchführen
mikrobiologischer Arbeiten II
(§ 11 Absatz 3 Nummer 4)
a) Wirkkonzentrationen von Antiinfektiva be-
stimmen
b) Resistenz von Mikroorganismen bestimmen
c) Mikroorganismen biochemisch differenzie-
ren
d) Anaerobier kultivieren
e) Pilze kultivieren
  13
18Durchführen
gentechnischer und
molekularbiologischer
Arbeiten
(§ 11 Absatz 3 Nummer 5)
a) Vorschriften zum Gentechnikgesetz anwen-
den
b) Abschnitte von Nucleinsäuren klonieren
c) Nucleinsäuren durch Blotting-Verfahren
nachweisen
d) Abschnitte von Nucleinsäuren mit Genson-
den identifizieren
e) Nucleinsäuren, insbesondere durch polyme-
rase-chain-reaction (PCR), vervielfältigen
f) Plasmide isolieren
g) Transformationen durchführen und Transfor-
mationsrate bestimmen
  13
19Durchführen
parasitologischer Arbeiten
(§ 11 Absatz 3 Nummer 6)
a) Stammhaltung von Parasiten durchführen
b) Parasitenbefall nachweisen und Parasiten
differenzieren
c) Wirkstoffe in vitro und in vivo testen
  13
20Durchführen
pharmakologischer Arbeiten
(§ 11 Absatz 3 Nummer 7)
a) Wirbeltiere narkotisieren und für die Ver-
suchsdurchführung präparieren
b) Wirkstoffe in vitro und in vivo testen sowie
Messwerte erfassen, auswerten und doku-
mentieren
  13
21Durchführen
toxikologischer Arbeiten
(§ 11 Absatz 3 Nummer 8)
a) Ablauf toxikologischer Studien darstellen
und Durchführungskriterien anwenden
b) bei der Planung toxikologischer Studien
mitwirken
c) toxikologische Untersuchungen durchfüh-
ren
  13
22Durchführen
phytomedizinischer Arbeiten
(§ 11 Absatz 3 Nummer 9)
a) Stammhaltung von Pflanzenschädlingen
und -krankheitserregern durchführen
b) Wirkstoffe in vitro und in vivo testen
c) Pflanzenschäden feststellen
  13*)
23Durchführen
zellkulturtechnischer
Arbeiten II
(§ 11 Absatz 3 Nummer 10)
a) Stammhaltung von Zellen durchführen
b) Primärkulturen anlegen
c) Untersuchungen an Zellkulturen durchfüh-
ren
  13
24Durchführen
diagnostischer Arbeiten II
(§ 11 Absatz 3 Nummer 11)
a) Körperflüssigkeiten gewinnen und aufarbei-
ten
b) Elektrolyt- und Substratkonzentrationen so-
wie Enzymaktivitäten bestimmen
c) Plasmaproteine nachweisen
d) Krankheitserreger serologisch nachweisen
  13
25Durchführen
pharmakokinetischer
Arbeiten
(§ 11 Absatz 3 Nummer 12)
a) Körperflüssigkeiten gewinnen und aufarbei-
ten
b) Wirkstoffe in Körperflüssigkeiten bestimmen
c) Metaboliten von Wirkstoffen bestimmen
d) Kinetiken durchführen
  13


*)
Nur in Verbindung mit der Qualifikationseinheit lfd. Nummer 16 dieser Anlage zu vermitteln.

Wahlqualifikationen der Auswahlliste II nach § 4 Absatz 4

Lfd.
Nr.
Qualifikation Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitliche Richtwerte
in Wochen im
Ausbildungsabschnitt
1. - 52.
Woche
53. - 85.
Woche
86. - 182.
Woche
1234
26Laborbezogene
Informationstechnik
(§ 11 Absatz 4 Nummer 1)
a) Hard- und Softwarekomponenten zur Lö-
sung von Laboraufgaben auswählen, testen
und einsetzen
b) Makro-Programmierungen durchführen
c) Programme installieren und konfigurieren
d) Methoden der Systempflege anwenden
e) Informationsleistungen von Datensystemen
dokumentieren
  13
27Arbeiten mit automatisierten
Systemen im Labor
(§ 11 Absatz 4 Nummer 2)
a) Stoffe und Proben für automatisierte Sys-
teme vorbereiten
b) automatisierte Systeme einrichten, optimie-
ren und überprüfen
c) mit automatisierten Systemen im Labor um-
gehen
d) Labor-Informations- und Management-Sys-
tem erklären
e) Störungen an automatisierten Systemen
erkennen und Maßnahmen zur Störungsbe-
seitigung einleiten
  13
28Prozessbezogene
Arbeitstechniken
(§ 11 Absatz 4 Nummer 3)
a) bei der Planung von Prozessabläufen mit-
wirken
b) prozessorientierte Arbeitstechnik auswählen
und bewerten
c) prozessorientierte Arbeitstechnik einsetzen
d) Prozessablauf kontrollieren und dokumen-
tieren
e) Ergebnisse prüfen, bewerten und dokumen-
tieren
  13
29Qualitätsmanagement
(§ 11 Absatz 4 Nummer 4)
a) Validierung für ein Verfahren durchführen
und dokumentieren
b) Qualitätssicherungskonzept für einen Ar-
beitsplatz entwickeln
c) statistische Qualitätskontrolle durchführen
d) Regeln Guter Laborpraxis (GLP), Guter Her-
stellungspraxis (GMP) oder vergleichbare
Regelungen anwenden
e) bei der internen Überprüfung des Qualitäts-
managements mitwirken
  13
30Umweltbezogene
Arbeitstechniken
(§ 11 Absatz 4 Nummer 5)
a) bei einem prozessbezogenen Verfahren der
Abfallwirtschaft, Boden-, Luft- oder Gewäs-
serreinhaltung mitwirken
b) Konzentrationen und Kenngrößen von Um-
weltparametern unter Beachtung einschlä-
giger Vorschriften bestimmen
c) Emissionen und Immissionen messen
d) Untersuchungsergebnisse mit Bestimmun-
gen von Regelwerken vergleichen, doku-
mentieren und beurteilen sowie Maßnahmen
veranlassen
  13
31Anwenden
probenahmetechnischer
und analytischer Verfahren
(§ 11 Absatz 4 Nummer 6)
a) Probenahmeverfahren nach Spezifität, Re-
präsentativität und Materialbeschaffenheit
auswählen
b) Methoden der Probenkonservierung und
-aufbewahrung anwenden
c) Proben stoff- und analysenspezifisch vorbe-
reiten
d) Analysenverfahren auswählen und einsetzen
e) Verfahrensschritte optimieren
f) Analyseverfahren validieren
  13
32Anwenden
chromatografischer
Verfahren
(§ 11 Absatz 4 Nummer 7)
a) Methoden unter Beachtung von Spezifität
und Matrixeinflüssen sowie nach Anwen-
dungsbereich auswählen
b) Analysenproben vorbereiten
c) chromatografische Verfahren optimieren
d) Kalibrierfunktion aufstellen und deren Rich-
tigkeit überprüfen
e) Mehrstoffgemische unter Anwenden von
mindestens drei unterschiedlicher Verfahren
analysieren
f) Chromatogramme interpretieren
  13
33Anwenden
spektroskopischer Verfahren
(§ 11 Absatz 4 Nummer 8)
a) Methoden unter Beachtung von Spezifität
und Matrixeinflüssen sowie nach Anwen-
dungsbereich auswählen
b) Analysenproben zur spektroskopischen
Messung vorbereiten
c) Messparameter einstellen und optimieren
d) Kalibrierfunktion aufstellen und deren Rich-
tigkeit überprüfen
e) Stoffe mit unterschiedlichen spektroskopi-
schen Methoden analysieren
f) Spektren interpretieren
  13
34Durchführen
verfahrenstechnischer
Arbeiten
(§ 11 Absatz 4 Nummer 9)
a) Sensoren für die Messtechnik auswählen
b) Stoffe verfahrenstechnisch herstellen
c) Stoffe mechanisch und thermisch trennen
und reinigen
d) Verfahren auf veränderte Maßstäbe übertra-
gen und optimieren
e) verfahrenstechnische Prozesse steuern und
regeln
  13





Anlage 3 (zu § 18 Absatz 1) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Lacklaboranten/zur Lacklaborantin


Anlage 3 wird in 4 Vorschriften zitiert

Abschnitt A: Pflichtqualifikationen nach § 3 Nummer 1 Gemeinsame, integrativ zu vermittelnde Qualifikationen nach § 3 Nummer 1.1

Lfd.
Nr.
Qualifikation Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitliche Richtwerte
in Wochen im
Ausbildungsabschnitt
1. - 52.
Woche
53. - 80.
Woche
81. - 182.
Woche
1234
1Berufsbildung,
Arbeits- und Tarifrecht
(§ 18 Absatz 2 Nummer 1)
a) Bedeutung des Ausbildungsvertrages, insbe-
sondere Abschluss, Dauer und Beendigung,
erklären
b) gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem
Ausbildungsvertrag nennen
c) Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung
nennen
d) wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nen-
nen
e) wesentliche Bestimmungen der für den aus-
bildenden Betrieb geltenden Tarifverträge
nennen
während
der gesamten
Ausbildung
zu vermitteln
2Aufbau und Organisation
des Ausbildungsbetriebes
(§ 18 Absatz 2 Nummer 2)
a) Aufbau und Aufgaben des ausbildenden Be-
triebes erläutern
b) Grundfunktionen des ausbildenden Betrie-
bes, wie Beschaffung, Fertigung, Absatz
und Verwaltung, erklären
c) Beziehungen des ausbildenden Betriebes
und seiner Beschäftigten zu Wirtschaftsorga-
nisationen, Berufsvertretungen und Gewerk-
schaften nennen
d) Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der
betriebsverfassungs- oder personalvertre-
tungsrechtlichen Organe des ausbildenden
Betriebes beschreiben
3Betriebliche
Maßnahmen zum
verantwortlichen Handeln
(Responsible Care)
(§ 18 Absatz 2 Nummer 3)
 
3.1Sicherheit und
Gesundheitsschutz
bei der Arbeit
(§ 18 Absatz 2 Nummer 3.1)
a) Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit
am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen
zu ihrer Vermeidung ergreifen
b) berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfall-
verhütungsvorschriften anwenden
c) Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben
sowie erste Maßnahmen einleiten
d) Vorschriften des vorbeugenden Brandschut-
zes anwenden; Verhaltensweisen bei Brän-
den beschreiben und Maßnahmen zur Brand-
bekämpfung ergreifen
e) Aufgaben der zuständigen Berufsgenossen-
schaft und der Gewerbeaufsicht erläutern
  f) persönliche Schutzausrüstungen auswählen
und handhaben
g) Sicherheitseinrichtungen am Arbeitsplatz be-
dienen und ihre Funktionsfähigkeit erhalten
h) Explosionsgefahren beschreiben und Maß-
nahmen zum Explosionsschutz ergreifen
i) Kennzeichnungen und Kennzeichnungsfar-
ben Behältern und Fördersystemen zuordnen
j) Regeln der Arbeitshygiene anwenden
3.2Umweltschutz
(§ 18 Absatz 2 Nummer 3.2)
Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelas-
tungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitra-
gen, insbesondere
a) mögliche Umweltbelastungen durch den
Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum
Umweltschutz an Beispielen erklären
b) für den Ausbildungsbetrieb geltende Rege-
lungen des Umweltschutzes anwenden
c) Möglichkeiten der wirtschaftlichen und um-
weltschonenden Energie- und Materialver-
wendung nutzen
d) Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien ei-
ner umweltschonenden Entsorgung zuführen
3.3Einsetzen von
Energieträgern
(§ 18 Absatz 2 Nummer 3.3)
a) die im Ausbildungsbetrieb verwendeten
Energiearten unter Beachtung des Wirkungs-
grades und Gefährdungspotentials einsetzen
b) Geräte zum Heizen, Kühlen und Temperieren
einsetzen
c) mechanische, thermische und elektrische
Energien unter Verwendung von SI-Größen
und SI-Einheiten berechnen
2*)  
3.4Umgehen mit
Arbeitsgeräten und
-mitteln einschließlich
Pflege und Wartung
(§ 18 Absatz 2 Nummer 3.4)
a) Belüftungs-, Entlüftungs- und Absperrein-
richtungen bedienen und pflegen
b) Laborgeräte unter Berücksichtigung ihrer
Werkstoffeigenschaften einsetzen
c) Einrichtungen und Arbeitsgeräte zum Einsatz
vorbereiten, prüfen, reinigen und warten so-
wie bei Störungen Maßnahmen zur Fehlerbe-
seitigung einleiten
3*)  
3.5Qualitätssichernde
Maßnahmen,
Kundenorientierung
(§ 18 Absatz 2 Nummer 3.5)
a) Elemente des Qualitätsmanagements aufga-
benspezifisch anwenden
b) Messgeräte kalibrieren
c) über Qualifizierung und Validierung Auskunft
geben
d) statistische Methoden aufgabenbezogen an-
wenden
e) Kundenorientierung bei der Aufgabenerledi-
gung berücksichtigen
während
der gesamten
zu vermitteln
3.6Wirtschaftlichkeit im Labor
(§ 18 Absatz 2 Nummer 3.6)
a) laborbezogene Kostenarten und -stellen un-
terscheiden
b) Möglichkeiten der Beeinflussbarkeit von Kos-
ten im eigenen Arbeitsbereich nutzen
c) zur Einhaltung von Kostenvorgaben beitra-
gen
4Arbeitsorganisation
und Kommunikation
(§ 18 Absatz 2 Nummer 4)
 
4.1Arbeitsplanung,
Arbeiten im Team
(§ 18 Absatz 2 Nummer 4.1)
a) Arbeitsplatz unter Berücksichtigung betriebli-
cher Vorgaben und ergonomischer Regeln
einrichten
b) Materialien, Ersatzteile, Werkzeuge und Be-
triebsmittel auswählen, disponieren, bereit-
stellen und lagern
c) Projektziele festlegen, Arbeitsabläufe und
Teilaufgaben unter Beachtung wirtschaftli-
cher und terminlicher Vorgaben planen sowie
bei Abweichungen Prioritäten festlegen
d) Arbeitsschritte festlegen und erforderliche
Bearbeitungszeiten planen
e) Problemlösungsmethoden anwenden
f) Kommunikationsregeln anwenden, Hilfsmittel
zur Kommunikationsförderung einsetzen
g) Aufgaben im Team bearbeiten, Ergebnisse
abstimmen, auswerten und kontrollieren
während
der gesamten
Ausbildung
zu vermitteln
4.2Informationsbeschaffung
und Dokumentation
(§ 18 Absatz 2 Nummer 4.2)
a) Informationsquellen nutzen
b) Dokumentationsarten unterscheiden und de-
ren Dokumentationswert beschreiben
c) Hilfsmittel zur Dokumentation einsetzen
d) Arbeitsabläufe und -ergebnisse dokumentie-
ren, beurteilen und präsentieren
4.3Kommunikations-
und Informationssysteme
(§ 18 Absatz 2 Nummer 4.3)
a) betriebsspezifische Kommunikations- und
Informationssysteme einsetzen
b) mit Standardsoftware und arbeitsplatzspezi-
fischer Software arbeiten
c) Regeln zum Datenschutz und zur Datensi-
cherheit anwenden
3*)  
4.4Messdatenerfassung
und -verarbeitung
(§ 18 Absatz 2 Nummer 4.4)
a) labortechnische Aufgaben, insbesondere
Steuerung, Messdatenerfassung und -aus-
wertung, mit Computer lösen
b) Sensoren, Aktoren und Messgeräte auswäh-
len und einsetzen
c) Laborprozesse regeln und steuern
3*)  
4.5Anwenden von
Fremdsprachen bei
Fachaufgaben
(§ 18 Absatz 2 Nummer 4.5)
a) fremdsprachige Fachbegriffe anwenden
b) fremdsprachige Informationsquellen, insbe-
sondere englischsprachige Arbeitsvorschrif-
ten, technische Unterlagen, Dokumentatio-
nen, Handbücher, Betriebs- und Gebrauchs-
anweisungen, auswerten und anwenden
c) Auskünfte in einer Fremdsprache geben
während
der gesamten
Ausbildung
zu vermitteln
5Umgehen mit Arbeitsstoffen
(§ 18 Absatz 2 Nummer 5)
a) laborspezifische Werkstoffe Einsatzgebieten
zuordnen und mit diesen Werkstoffen umge-
hen
b) Vorschriften zum Umgang mit Gefahrstoffen
anwenden, insbesondere Gefahrensymbole
und -bezeichnungen von Arbeitsstoffen er-
klären und beachten
c) Arbeitsstoffe kennzeichnen
d) Reaktionsgleichungen von chemischen Um-
setzungen aufstellen
e) Konzentrationen berechnen und stöchiome-
trische Aufgaben lösen
f) mit Säuren, Basen und Salzen sowie deren
Lösungen umgehen
g) mit organischen Lösemitteln umgehen
h) mit Gasen umgehen
4*)  
6Chemische und
physikalische Methoden
(§ 18 Absatz 2 Nummer 6)
 
6.1Probenahme
und Probenvorbereitung
(§ 18 Absatz 2 Nummer 6.1)
a) Verfahren zur Probenahme und zur Proben-
vorbereitung für die Gehalts- und Qualitäts-
kontrolle unterscheiden
b) Proben nehmen
2*)  
6.2Physikalische Größen
und Stoffkonstanten
(§ 18 Absatz 2 Nummer 6.2)
a) Volumenmessgeräte unterschiedlicher Mess-
genauigkeit einsetzen
b) Waagen unterschiedlicher Messbereiche ein-
setzen
c) physikalische Größen messen und Stoffkon-
stanten bestimmen, insbesondere Tempera-
tur und pH-Wert messen
3*)  
6.3Analyseverfahren
(§ 18 Absatz 2 Nummer 6.3)
a) photometrische Bestimmungen durchführen
und auswerten
b) chromatografische Trennverfahren, insbe-
sondere nach Einsatzgebieten, unterschei-
den
c) Stoffgemische durch chromatografische Ver-
fahren trennen
4*)  
6.4Trennen und Vereinigen
von Arbeitsstoffen
(§ 18 Absatz 2 Nummer 6.4)
a) definierte Lösungen herstellen
b) Feststoffe von Flüssigkeiten trennen, insbe-
sondere durch Dekantieren, Sedimentieren,
Filtrieren, Zentrifugieren und Eindampfen
2*)  


*)
Im Zusammenhang mit anderen Ausbildungsinhalten zu vermitteln.

Pflichtqualifikationen nach § 3 Nummer 1.2 Buchstabe c

Lfd.
Nr.
Qualifikation Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitliche Richtwerte
in Wochen im
Ausbildungsabschnitt
1. - 52.
Woche
53. - 80.
Woche
81. - 182.
Woche
1234
7Durchführen analytischer
Arbeiten an Lackrohstoffen,
Halbfabrikaten und
Beschichtungsstoffen
(§ 18 Absatz 2 Nummer 7)
 
7.1 Physikalische Verfahren
zur Bestimmung von
Stoffkonstanten und
Kennzahlen
(§ 18 Absatz 2 Nummer 7.1)
a) Stoffkonstanten und Kennzahlen, insbeson-
dere Viskosität, Brechzahl, Flammpunkt,
Schmelzpunkt, Verdunstungszahl, elektri-
sche Leitfähigkeit und nichtflüchtiger Anteil,
bestimmen
4  
b) Fließkurven erstellen und auswerten  2 
7.2 Chemische Verfahren
zur Bestimmung von
Kennzahlen
(§ 18 Absatz 2 Nummer 7.2)
a) Massen- und Stoffmengenkonzentration so-
wie Reaktionsverhältnisse von Rohstoffen
berechnen
 2 
b) Kennzahlen in Rohstoffen, Halbfabrikaten
und Beschichtungsstoffen, insbesondere
Säurezahl, Verseifungszahl, Isocyanatzahl,
Iodzahl und Epoxidwert bestimmen
 3 
c) Verhalten von Rohstoffen und Beschich-
tungsstoffen anhand ihrer Kennzahlen beur-
teilen und Einsatzgebieten zuordnen
 2 
8Vorbehandeln und
Beschichten von
Untergründen, Prüfen
von Beschichtungen
(§ 18 Absatz 2 Nummer 8)
 
8.1Vorbehandeln zu
prüfender Untergründe
(§ 18 Absatz 2 Nummer 8.1)
a) die Notwendigkeit unterschiedlicher Vorbe-
handlungsmethoden begründen
b) Angaben über die Vorbehandlung zu be-
schichtender Untergründe dokumentieren
c) Untergründe für Prüfzwecke reinigen und
schleifen
2  
8.2 Applizieren von
Beschichtungsstoffen
(§ 18 Absatz 2 Nummer 8.2)
a) Pinsel, Rolle, Rakel, Druckluftspritzpistole
und Tauchgefäß einsetzen
b) Materialbedarf für ein nach vorgegebenen
Parametern zu beschichtendes Objekt be-
rechnen
c) Applikationsarten unterscheiden, insbeson-
dere Walzen, Gießen, Elektrotauchlacklackie-
ren, elektrostatisches Spritzen, Airless-Sprit-
zen, Heißspritzen und Niederdruckspritzen
d) Sicherheitsregeln beim Verarbeiten von Be-
schichtungsstoffen anwenden
43 
e) Beschichtungsqualität in Abhängigkeit von
der Oberflächenbeschaffenheit und der Ap-
plikationsmethode beurteilen und dokumen-
tieren
 2 
8.3Trocknen und Härten
von Beschichtungsstoffen
(§ 18 Absatz 2 Nummer 8.3)
a) Trocknungs- und Härtungsverfahren nach
den Filmbildungsmechanismen unterschei-
den
b) Beschichtungsstoffe physikalisch trocknen
und chemisch härten
36 
8.4 Prüfen von Beschichtungen
und Beschichtungsstoffen
(§ 18 Absatz 2 Nummer 8.4)
a) Prüfbeschichtungen nach vorgegebener
Spezifikation herstellen
b) Farbton visuell durch Vergleich mit einer Vor-
lage beurteilen
3  
c) beschichtungstechnologische Kennzahlen,
insbesondere Härte, Haftfestigkeit, Dehnbar-
keit, Schichtdicke, Deckvermögen, Körnig-
keit, Porigkeit, Trocken- und Glanzgrad, be-
stimmen und dokumentieren
7  
d) Farbton messen und Standardvergleiche
durchführen
e) Oberflächenstörungen beschreiben
f) Beschichtungen auf Beständigkeit, insbe-
sondere gegen Schwitzwasser, Bewitterung
und Chemikalien, prüfen sowie Ergebnisse
beurteilen und dokumentieren
g) Lagerstabilität von Beschichtungsstoffen be-
urteilen
  4
9 Grundlagen der Herstellung
von Beschichtungsstoffen
(§ 18 Absatz 2 Nummer 9)
a) Misch-, Dispergier- und Trennaggregate un-
terscheiden und einsetzen
3  
b) Fertigungsrezepturen unter Berücksichtigung
verfahrenstechnischer Parameter erstellen
  7
c) Halbfabrikate und Beschichtungsstoffe nach
vorgegebenen Rezepturen herstellen sowie
Fertigungsablauf dokumentieren
 8 
10Grundlagen zur
Formulierung von
Beschichtungsstoffen
(§ 18 Absatz 2 Nummer 10)
a) wasserverdünnbare und lösemittelhaltige Be-
schichtungsstoffe hinsichtlich Formulierung,
Herstellung, Lagerung und Anwendung un-
terscheiden sowie über deren arbeitstechni-
schen Einsatz Auskunft geben
b) Anforderungsprofile für Beschichtungsstoffe
unter Berücksichtigung der Applikationsarten
Streichen, Rollen, Druckluftspritzen und Tau-
chen erstellen
c) Bindemittel, Lösemittel, Farbmittel und Addi-
tive nach den Applikationsarten Streichen,
Rollen, Druckluftspritzen und Tauchen aus-
wählen und einsetzen
d) Rezepturen für Beschichtungsstoffe nach
den Applikationsarten Streichen, Rollen,
Druckluftspritzen und Tauchen formulieren
  13


Abschnitt B: Wahlqualifikationen nach § 3 Nummer 2 Buchstabe c

Wahlqualifikationen der Auswahlliste I nach § 4 Absatz 3

Lfd.
Nr.
Qualifikation Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitliche Richtwerte
in Wochen im
Ausbildungsabschnitt
1. - 52.
Woche
53. - 80.
Woche
81. - 182.
Woche
1234
11Formulieren, Herstellen,
Applizieren und Prüfen
von wasserverdünnbaren
Beschichtungsstoffen
und -systemen für Holz
und Holzwerkstoffe
(§ 18 Absatz 3 Nummer 1)
a) systemspezifische Eigenschaften von was-
serverdünnbaren Beschichtungsstoffen und
-systemen erläutern
b) Anforderungsprofil erstellen, dabei Anwen-
dungszweck, Untergrund, Verarbeitung, Öko-
logie, systemspezifische Eigenschaften und
Kostenaspekte berücksichtigen
c) Rohstoffe auswählen
d) Maschinen und Geräte systemspezifisch
auswählen und einsetzen
e) verfahrenstechnische Parameter, insbeson-
dere pH-Wert und Temperatur, festlegen
f) Eigenschaften, Lager- und Transportbedin-
gungen der Beschichtungsstoffe prüfen so-
wie Korrekturmaßnahmen einleiten und
durchführen
g) Untergrund wässern, schleifen und bleichen
h) Applikationstechnik systemspezifisch aus-
wählen und einsetzen
i) Beschichtungsstoffe applizieren, dabei pro-
duktspezifische Verarbeitungsvorschriften
beachten
j) Beschichtungsstoffe unter Berücksichtigung
der Filmbildungsmechanismen härten
k) Beschichtung nach Anforderungsprofil prü-
fen, bewerten und optimieren
  13
12Formulieren, Herstellen,
Applizieren und Prüfen
von wasserverdünnbaren
Beschichtungsstoffen
und -systemen für
Kunststoffoberflächen
(§ 18 Absatz 3 Nummer 2)
a) systemspezifische Eigenschaften von was-
serverdünnbaren Beschichtungsstoffen und
-systemen erläutern
b) Anforderungsprofil erstellen, dabei Anwen-
dungszweck, Untergrund, Verarbeitung, Öko-
logie, systemspezifische Eigenschaften und
Kostenaspekte berücksichtigen
c) Rohstoffe auswählen
d) Maschinen und Geräte systemspezifisch
auswählen und einsetzen
e) verfahrenstechnische Parameter, insbeson-
dere pH-Wert und Temperatur, festlegen
f) Eigenschaften, Lager- und Transportbedin-
gungen der Beschichtungsstoffe prüfen so-
wie Korrekturmaßnahmen einleiten und
durchführen
g) Untergrund vorbereiten
h) Applikationstechnik systemspezifisch aus-
wählen und einsetzen
i) Beschichtungsstoffe applizieren, dabei pro-
duktspezifische Verarbeitungsvorschriften
beachten
  13
  j) Beschichtungsstoffe unter Berücksichtigung
der Filmbildungsmechanismen härten
k) Beschichtung nach Anforderungsprofil prü-
fen, bewerten und optimieren
   
13Formulieren, Herstellen,
Applizieren und Prüfen
von wasserverdünnbaren
Beschichtungsstoffen
und -systemen für
metallische Untergründe
(§ 18 Absatz 3 Nummer 3)
a) systemspezifische Eigenschaften von was-
serverdünnbaren Beschichtungsstoffen und
-systemen erläutern
b) Anforderungsprofil erstellen, dabei Anwen-
dungszweck, Untergrund, Verarbeitung, Öko-
logie, systemspezifische Eigenschaften und
Kostenaspekte berücksichtigen
c) Rohstoffe auswählen
d) Maschinen und Geräte systemspezifisch
auswählen und einsetzen
e) verfahrenstechnische Parameter, insbeson-
dere pH-Wert und Temperatur, festlegen
f) Eigenschaften, Lager- und Transportbedin-
gungen der Beschichtungsstoffe prüfen so-
wie Korrekturmaßnahmen einleiten und
durchführen
g) Untergrund entfetten und mechanisch vorbe-
reiten
h) Applikationstechnik systemspezifisch aus-
wählen und einsetzen
i) Beschichtungsstoffe applizieren, dabei pro-
duktspezifische Verarbeitungsvorschriften
beachten
j) Beschichtungsstoffe unter Berücksichtigung
der Filmbildungsmechanismen härten
k) Beschichtung nach Anforderungsprofil prü-
fen, bewerten und optimieren
  13
14Formulieren, Herstellen,
Applizieren und Prüfen
von Beschichtungsstoffen
und -systemen für
mineralische Untergründe
(§ 18 Absatz 3 Nummer 4)
a) Anforderungsprofil erstellen, dabei Anwen-
dungszweck, Untergrund, Verarbeitung, Öko-
logie, systemspezifische Eigenschaften und
Kostenaspekte berücksichtigen
b) Rohstoffe auswählen
c) Maschinen und Geräte systemspezifisch
auswählen und einsetzen
d) verfahrenstechnische Parameter festlegen
e) Eigenschaften, Lager- und Transportbedin-
gungen der Beschichtungsstoffe prüfen so-
wie Korrekturmaßnahmen einleiten und
durchführen
f) Untergrund reinigen, neutralisieren, isolieren
und verfestigen
g) Applikationstechnik produkt- und prozess-
orientiert auswählen und einsetzen
h) Beschichtungsstoffe applizieren, dabei pro-
duktspezifische Verarbeitungsvorschriften
beachten
  13
  i) Beschichtungsstoffe unter Berücksichtigung
der Filmbildungsmechanismen härten
j) Beschichtung nach Anforderungsprofil prü-
fen, bewerten und optimieren
   
15Formulieren, Herstellen,
Applizieren und Prüfen
von lösemittelhaltigen
Beschichtungsstoffen und
-systemen für Holz und
Holzwerkstoffe
(§ 18 Absatz 3 Nummer 5)
a) Anforderungsprofil erstellen, dabei Anwen-
dungszweck, Untergrund, Verarbeitung, Öko-
logie, systemspezifische Eigenschaften und
Kostenaspekte berücksichtigen
b) Rohstoffe auswählen
c) Maschinen und Geräte systemspezifisch
auswählen und einsetzen
d) verfahrenstechnische Parameter festlegen
e) Eigenschaften, Lager- und Transportbedin-
gungen der Beschichtungsstoffe prüfen so-
wie Korrekturmaßnahmen einleiten und
durchführen
f) Untergrund wässern, schleifen und bleichen
g) Applikationstechnik produkt- und prozess-
orientiert auswählen und einsetzen
h) Beschichtungsstoffe applizieren, dabei pro-
duktspezifische Verarbeitungsvorschriften
beachten
i) Beschichtungsstoffe unter Berücksichtigung
der Filmbildungsmechanismen härten
j) Beschichtung nach Anforderungsprofil prü-
fen, bewerten und optimieren
  13
16Formulieren, Herstellen,
Applizieren und Prüfen
von lösemittelhaltigen
Beschichtungsstoffen
und -systemen für
Kunststoffoberflächen
(§ 18 Absatz 3 Nummer 6)
a) Anforderungsprofil erstellen, dabei Anwen-
dungszweck, Untergrund, Verarbeitung, Öko-
logie, systemspezifische Eigenschaften und
Kostenaspekte berücksichtigen
b) Rohstoffe auswählen
c) Maschinen und Geräte systemspezifisch
auswählen und einsetzen
d) verfahrenstechnische Parameter festlegen
e) Eigenschaften, Lager- und Transportbedin-
gungen der Beschichtungsstoffe prüfen so-
wie Korrekturmaßnahmen einleiten und
durchführen
f) Untergrund auf Lösemittelbeständigkeit prü-
fen und vorbehandeln
g) Applikationstechnik produkt- und prozess-
orientiert auswählen und einsetzen
h) Beschichtungsstoffe applizieren, dabei pro-
duktspezifische Verarbeitungsvorschriften
beachten
i) Beschichtungsstoffe unter Berücksichtigung
der Filmbildungsmechanismen härten
j) Beschichtung nach Anforderungsprofil prü-
fen, bewerten und optimieren
  13
17Formulieren, Herstellen,
Applizieren und Prüfen
von lösemittelhaltigen
Beschichtungsstoffen
und -systemen für
metallische Untergründe
(§ 18 Absatz 3 Nummer 7)
a) Anforderungsprofil erstellen, dabei Anwen-
dungszweck, Untergrund, Verarbeitung, Öko-
logie, systemspezifische Eigenschaften und
Kostenaspekte berücksichtigen
b) Rohstoffe auswählen
c) Maschinen und Geräte systemspezifisch
auswählen und einsetzen
d) verfahrenstechnische Parameter festlegen
e) Eigenschaften, Lager- und Transportbedin-
gungen der Beschichtungsstoffe prüfen so-
wie Korrekturmaßnahmen einleiten und
durchführen
f) Untergrund entfetten und mechanisch vorbe-
handeln
g) Beschichtungsstoffe applizieren, dabei pro-
duktspezifische Verarbeitungsvorschriften
beachten
h) Beschichtungsstoffe unter Berücksichtigung
der Filmbildungsmechanismen härten
i) Beschichtung nach Anforderungsprofil prü-
fen, bewerten und optimieren
  13
18Formulieren, Herstellen,
Applizieren und Prüfen von
Korrosionsschutzsystemen
(§ 18 Absatz 3 Nummer 8)
a) Anforderungsprofil erstellen, dabei insbeson-
dere die Anwendung im konstruktiven Stahl-
bau, die Verarbeitung unter Witterungsbedin-
gungen sowie Ökologie- und Kostenaspekte
berücksichtigen
b) Rohstoffe auswählen
c) Maschinen und Geräte auswählen und ein-
setzen
d) verfahrenstechnische Parameter festlegen
e) Eigenschaften, Lager- und Transportbedin-
gungen der Beschichtungsstoffe prüfen so-
wie Korrekturmaßnahmen einleiten und
durchführen
f) Untergründe durch abtragende Verfahren
maschinell und manuell vorbereiten
g) Applikationstechnik systemspezifisch unter
Berücksichtigung der Witterung auswählen
und einsetzen
h) Beschichtungsstoffe unter Beachtung pro-
duktspezifischer Verarbeitungsvorschriften
applizieren
i) Beschichtungsstoffe unter Berücksichtigung
der Filmbildungsmechanismen härten
j) Korrosionsschutzprüfung durchführen, Er-
gebnis bewerten und Korrosionsschutzsys-
tem optimieren
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19Formulieren, Herstellen,
Applizieren und Prüfen
von Pulverlacksystemen
(§ 18 Absatz 3 Nummer 9)
a) systemspezifische Eigenschaften von Pulver-
lacksystemen erläutern
b) Anforderungsprofil erstellen, dabei Anwen-
dungszweck, Untergrund, Verarbeitung, Öko-
logie, systemspezifische Eigenschaften und
Kostenaspekte berücksichtigen
c) Rohstoffe auswählen
d) Stoffgemische extrudieren, brechen, mahlen
und sieben
e) verfahrenstechnische Parameter, insbeson-
dere Temperatur und Verweilzeit, festlegen
und einhalten
f) Eigenschaften, Lager- und Transportbedin-
gungen der Beschichtungsstoffe prüfen so-
wie Korrekturmaßnahmen einleiten und
durchführen
g) Objekte vorbereiten
h) Objekte elektrostatisch beschichten
i) Overspray rückgewinnen und aufarbeiten
j) Beschichtungsstoffe unter Berücksichtigung
der Filmbildungsmechanismen härten
k) Beschichtung nach Anforderungsprofil prü-
fen, bewerten und optimieren
  13
20Formulieren, Herstellen,
Applizieren und Prüfen
von Elektrotauchlacken
(§ 18 Absatz 3 Nummer 10)
a) systemspezifische Eigenschaften von Elek-
trotauchlacken erläutern
b) Anforderungsprofil erstellen, dabei Anwen-
dungszweck, Untergrund, Verarbeitung, Öko-
logie, systemspezifische Eigenschaften und
Kostenaspekte berücksichtigen
c) Rohstoffe auswählen
d) Maschinen und Geräte systemspezifisch
auswählen und einsetzen
e) verfahrenstechnische Parameter, insbeson-
dere pH-Wert und Temperatur, festlegen
f) Eigenschaften, Lager- und Transportbedin-
gungen der Beschichtungsstoffe prüfen so-
wie Korrekturmaßnahmen einleiten und
durchführen
g) Objekte vorbereiten
h) Aufbau und Funktionsweise von Elektro-
tauchanlagen erklären
i) Applikationsparameter, insbesondere Span-
nung, Leitfähigkeit, Temperatur, Verweilzeit,
pH-Wert und nichtflüchtigen Anteil, festlegen
j) Objekte unter Einhaltung der Applikationspa-
rameter elektroforetisch beschichten, dabei
produktspezifische Verarbeitungsvorschriften
beachten
k) Beschichtungsstoffe unter Berücksichtigung
der Filmbildungsmechanismen härten
l) Beschichtung nach Anforderungsprofil prü-
fen, bewerten und optimieren
  13
21Formulieren, Herstellen
und Prüfen von Bindemitteln
(§ 18 Absatz 3 Nummer 11)
a) Bindemittel nach Anforderungsprofil formu-
lieren
b) Ausgangsstoffe auswählen
c) Syntheseapparatur auswählen und einsetzen
d) Bindemittel herstellen und Reaktionsverlauf
anhand ermittelter Kenndaten steuern
e) Einsetzbarkeit des Bindemittels im Beschich-
tungsstoff prüfen und Bindemittel optimieren
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22Durchführen
farbmetrischer Arbeiten
(§ 18 Absatz 3 Nummer 12)
a) betrieblichen Einsatz von Farbmessgeräten
erläutern
b) farbmetrische Messungen durchführen
c) Messwerte auswerten und Ergebnis interpre-
tieren
d) Farbmittel nach optischen, chemischen und
thermischen Eigenschaften auswählen
e) Farbtöne nach farbmetrischen Daten ausar-
beiten
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23Untersuchen
von Beschichtungen
(§ 18 Absatz 3 Nummer 13)
a) Oberflächenbeschaffenheit beurteilen, Be-
schichtungsfehler und deren Ursachen fest-
stellen sowie Maßnahmen zur Fehlerbeseiti-
gung vorschlagen
b) Präparationstechnik zur Ursachenermittlung
von Oberflächenstörungen anwenden
c) Beschichtungen mikroskopisch untersuchen
d) Zusammensetzung von Beschichtungen
spektroskopisch untersuchen
e) fotometrische Messungen durchführen
f) Messwerte auswerten und Ergebnis interpre-
tieren
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24Durchführen
applikationstechnischer
Arbeiten unter
Prozessbedingungen
(§ 18 Absatz 3 Nummer 14)
a) zu beschichtende Objekte vorbereiten und
prüfen
b) Objekte mit unterschiedlichen Geräten und
nach unterschiedlichen Verfahren beschich-
ten
c) Beschichtungsstoffe und -systeme trocknen
und härten
d) beschichtete Objekte beurteilen und auf Feh-
lerfreiheit prüfen
e) Applikationsprozess optimieren
  13
25Durchführen
produktionstechnischer
Arbeiten zur
Fertigungsübertragung
(§ 18 Absatz 3 Nummer 15)
a) Fertigungsrezepturen, insbesondere aus Ent-
wicklungsrezepturen, erstellen
b) Anlagen, insbesondere nach Ansatzgröße
und Stoffeigenschaft, auswählen
c) Produktionsaufträge planen
d) Beschichtungsstoffe im Produktionsmaßstab
herstellen und abfüllen
e) Produktionskosten ermitteln und Produkti-
onsverfahren optimieren
f) Produktionsablauf und -ergebnis dokumen-
tieren
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Wahlqualifikationen der Auswahlliste II nach § 4 Absatz 4

Lfd.
Nr.
Qualifikation Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitliche Richtwerte
in Wochen im
Ausbildungsabschnitt
1. - 52.
Woche
53. - 80.
Woche
81. - 182.
Woche
1234
26Laborbezogene
Informationstechnik
(§ 18 Absatz 4 Nummer 1)
a) Hard- und Softwarekomponenten zur Lösung
von Laboraufgaben auswählen, testen und
einsetzen
b) Makro-Programmierungen durchführen
c) Programme installieren und konfigurieren
d) Methoden der Systempflege anwenden
e) Informationsleistungen von Datensystemen
dokumentieren
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27Qualitätsmanagement
(§ 18 Absatz 4 Nummer 2)
a) Validierung für ein Verfahren durchführen und
dokumentieren
b) Qualitätssicherungskonzept für einen Ar-
beitsplatz entwickeln
c) statistische Qualitätskontrolle durchführen
d) Regeln Guter Laborpraxis (GLP), Guter Her-
stellungspraxis (GMP) oder vergleichbare Re-
gelungen anwenden
e) bei der internen Überprüfung des Qualitäts-
managements mitwirken
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28Umweltbezogene
Arbeitstechniken
(§ 18 Absatz 4 Nummer 3)
a) bei einem prozessbezogenen Verfahren der
Abfallwirtschaft, Boden-, Luft- oder Gewäs-
serreinhaltung mitwirken
b) Konzentrationen und Kenngrößen von Um-
weltparametern unter Beachtung einschlägi-
ger Vorschriften bestimmen
c) Emissionen und Immissionen messen
d) Untersuchungsergebnisse mit Bestimmun-
gen von Regelwerken vergleichen, dokumen-
tieren und beurteilen sowie Maßnahmen ver-
anlassen
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