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Verordnung über die Berufsausbildung zum Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker und zur Rollladen- und Sonnenschutzmechatronikerin (Rollladen- und Sonnenschutzmechatronikerausbildungsverordnung - RSMAusbV)

V. v. 03.05.2016 BGBl. I S. 1123 (Nr. 22)
Geltung ab 01.08.2016; FNA: 7110-6-124 Handwerk im Allgemeinen
1 Änderung

Eingangsformel *)



Auf Grund des § 25 Absatz 1 Satz 1 der Handwerksordnung, der durch Artikel 283 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) geändert worden ist, verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:

---

*)
Diese Rechtsverordnung ist eine Ausbildungsordnung im Sinne des § 25 der Handwerksordnung. Die Ausbildungsordnung und der damit abgestimmte, von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland beschlossene Rahmenlehrplan für die Berufsschule werden demnächst im amtlichen Teil des Bundesanzeigers veröffentlicht.


Abschnitt 1 Gegenstand, Dauer und Gliederung der Berufsausbildung

§ 1 Staatliche Anerkennung des Ausbildungsberufes



Der Ausbildungsberuf des Rollladen- und Sonnenschutzmechatronikers und der Rollladen- und Sonnenschutzmechatronikerin wird nach § 25 der Handwerksordnung zur Ausbildung für das Gewerbe nach Anlage B Abschnitt 1 Nummer 13 Rollladen- und Sonnenschutztechniker der Handwerksordnung staatlich anerkannt.


§ 2 Dauer der Berufsausbildung



Die Berufsausbildung dauert drei Jahre.


§ 3 Gegenstand der Berufsausbildung und Ausbildungsrahmenplan



(1) Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die im Ausbildungsrahmenplan (Anlage) genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten. Von der Organisation der Berufsausbildung, wie sie im Ausbildungsrahmenplan vorgegeben ist, darf abgewichen werden, wenn und soweit betriebspraktische Besonderheiten oder Gründe, die in der Person des oder der Auszubildenden liegen, die Abweichung erfordern.

(2) Die im Ausbildungsrahmenplan genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden die berufliche Handlungsfähigkeit nach § 1 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes erlangen. Die berufliche Handlungsfähigkeit schließt insbesondere selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren ein.


§ 4 Struktur der Berufsausbildung, Ausbildungsberufsbild



(1) Die Berufsausbildung gliedert sich in:

1.
berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie

2.
integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten.

Die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten werden in Berufsbildpositionen als Teil des Ausbildungsberufsbildes gebündelt.

(2) Die Berufsbildpositionen der berufsprofilgebenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind:

1.
Arbeitsschritte vorbereiten,

2.
Arbeitsabläufe kundenorientiert gestalten,

3.
qualitätssichernde Maßnahmen durchführen,

4.
Arbeitsplätze einrichten, sichern und räumen,

5.
Bauteile und Baugruppen herstellen,

6.
Rollpanzer und Behänge aus Halbzeugen herstellen,

7.
Rollabschlüsse aus Halbzeugen, Bauteilen und Baugruppen herstellen und montieren,

8.
zusätzliche, nicht rollbare Abschlüsse montieren,

9.
alleinige Abschlüsse montieren,

10.
Rollladen- und Fensterkombinationen herstellen und montieren,

11.
Automatisierungs- und Steuerungskomponenten montieren und programmieren,

12.
Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten durchführen sowie

13.
Leistungen übergeben und Kundengespräche führen.

(3) Die Berufsbildpositionen der integrativ zu vermittelnden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind:

1.
Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,

2.
Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,

3.
Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie

4.
Umweltschutz.


§ 5 Ausbildungsplan



Die Ausbildenden haben spätestens zu Beginn der Ausbildung auf der Grundlage des Ausbildungsrahmenplans für jeden Auszubildenden und für jede Auszubildende einen Ausbildungsplan zu erstellen.


§ 6 Schriftlicher Ausbildungsnachweis



(1) Die Auszubildenden haben einen schriftlichen Ausbildungsnachweis zu führen. Dazu ist ihnen während der Ausbildungszeit Gelegenheit zu geben.

(2) Die Ausbildenden haben den Ausbildungsnachweis regelmäßig durchzusehen.


Abschnitt 2 Gesellenprüfung

§ 7 Ziel, Aufteilung in zwei Teile und Zeitpunkt



(1) Durch die Gesellenprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat.

(2) Die Gesellenprüfung besteht aus den Teilen 1 und 2.

(3) Teil 1 soll am Ende des zweiten Ausbildungsjahres durchgeführt werden, Teil 2 am Ende der Berufsausbildung.


§ 8 Inhalt von Teil 1



Teil 1 der Gesellenprüfung erstreckt sich auf

1.
die im Ausbildungsrahmenplan für die ersten drei Ausbildungshalbjahre genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie

2.
den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er den im Ausbildungsrahmenplan genannten Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten entspricht.


§ 9 Prüfungsbereich Herstellen eines Werkstückes



(1) Teil 1 der Gesellenprüfung findet im Prüfungsbereich Herstellen eines Werkstückes statt.

(2) Im Prüfungsbereich Herstellen eines Werkstückes soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist,

1.
Arbeitsschritte vorzubereiten und Arbeitsmittel festzulegen,

2.
technische Unterlagen zu nutzen,

3.
Messungen durchzuführen,

4.
Arbeitsplätze einzurichten sowie Maschinen unter ergonomischen und sicherheitsrelevanten Aspekten zu bedienen und instand zu halten,

5.
manuelle und maschinelle Be- und Verarbeitungstechniken anzuwenden,

6.
Werkstücke herzustellen und zu Baugruppen zu fügen sowie

7.
Maßnahmen zur Arbeitsorganisation, zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und zur Qualitätssicherung durchzuführen.

(3) Für den Nachweis nach Absatz 2 ist als Tätigkeit das Herstellen eines Werkstückes unter Anwendung manueller und maschineller Bearbeitungstechniken zugrunde zu legen.

(4) Der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe durchführen und die Durchführung mit praxisüblichen Unterlagen dokumentieren. Weiterhin soll er Aufgaben, die sich auf die Arbeitsaufgabe beziehen, schriftlich bearbeiten.

(5) Die Prüfungszeit beträgt insgesamt sieben Stunden. Davon entfallen auf die Durchführung der Arbeitsaufgabe sechs Stunden und auf die schriftliche Bearbeitung der Aufgaben 60 Minuten.


§ 10 Inhalt von Teil 2



(1) Teil 2 der Gesellenprüfung erstreckt sich auf

1.
die im Ausbildungsrahmenplan genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie

2.
den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er den im Ausbildungsrahmenplan genannten Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten entspricht.

(2) In Teil 2 der Gesellenprüfung sollen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die bereits Gegenstand von Teil 1 der Gesellenprüfung waren, nur insoweit einbezogen werden, als es für die Feststellung der beruflichen Handlungsfähigkeit erforderlich ist.


§ 11 Prüfungsbereiche von Teil 2



Teil 2 der Gesellenprüfung findet in den folgenden Prüfungsbereichen statt:

1.
Kundenauftrag,

2.
Antriebs- und Steuerungstechnik,

3.
Fertigungs-, Montage- und Servicetechnik sowie

4.
Wirtschafts- und Sozialkunde.


§ 12 Prüfungsbereich Kundenauftrag



(1) Im Prüfungsbereich Kundenauftrag soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist,

1.
Art und Umfang von Kundenaufträgen zu erfassen sowie Arbeitsabläufe zu planen und zu dokumentieren,

2.
Material- und Zeitbedarf zu ermitteln,

3.
technische Unterlagen zu erstellen,

4.
Baugruppen herzustellen und zu montieren,

5.
Automatisierungs- und Steuerungskomponenten zu montieren und zu programmieren,

6.
Funktions- und Sicherheitsprüfungen durchzuführen,

7.
Maßnahmen zur Arbeitsorganisation, zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz, zur Kundenorientierung und zur Qualitätssicherung durchzuführen,

8.
Bedienungs-, Pflege- und Wartungsanleitungen zu erläutern sowie

9.
fachliche Hintergründe aufzuzeigen und die Vorgehensweise bei der Durchführung der Arbeitsaufgabe zu begründen.

(2) Für den Nachweis nach Absatz 1 ist eine der folgenden Tätigkeiten zugrunde zu legen:

1.
Herstellen und Montieren einer Rollladenanlage einschließlich Antrieb, Steuerung und einbruchhemmender Maßnahmen,

2.
Herstellen und Montieren einer Sonnenschutzanlage einschließlich Antrieb und Steuerung oder

3.
Montieren einer Toranlage oder eines Rollgitters einschließlich Antrieb, Steuerung und Sicherheitseinrichtungen.

(3) Der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe, die einem Kundenauftrag entsprechen soll, durchführen und die Durchführung mit praxisüblichen Unterlagen dokumentieren. Während der Durchführung wird mit ihm ein situatives Fachgespräch über die Arbeitsaufgabe geführt.

(4) Die Prüfungszeit beträgt insgesamt 21 Stunden. Das situative Fachgespräch dauert höchstens 20 Minuten.


§ 13 Prüfungsbereich Antriebs- und Steuerungstechnik



(1) Im Prüfungsbereich Antriebs- und Steuerungstechnik soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist,

1.
Komponenten und Systeme zu unterscheiden und auszuwählen,

2.
technische Unterlagen anzuwenden,

3.
Regeln und Vorschriften für das Arbeiten an elektrischen Anlagen für Antriebe und Steuerungen von Rollladen- und Sonnenschutzsystemen anzuwenden,

4.
sicherheitstechnische Prüfungen an elektrischen Anlagen für Antriebe und Steuerungen von Rollladen- und Sonnenschutzsystemen durchzuführen,

5.
Antriebe, Steuerungen und Sicherheitskomponenten auszuwählen und zu montieren,

6.
Steuerungskomponenten und Systeme einzustellen und in Betrieb zu nehmen, nach Kundenanforderungen zu programmieren und Ergebnisse zu dokumentieren,

7.
Funktionen von steuerungs- und sicherheitstechnischen Komponenten und Anlagen nach vorgegebenen Richtlinien zu prüfen,

8.
Fehler systematisch einzugrenzen und Maßnahmen zur Behebung zu ergreifen.

(2) Der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten.

(3) Die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.


§ 14 Prüfungsbereich Fertigungs-, Montage- und Servicetechnik



(1) Im Prüfungsbereich Fertigungs-, Montage- und Servicetechnik soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist,

1.
Arbeitsabläufe zu planen, Fertigungsunterlagen zu erstellen und Herstellerangaben umzusetzen,

2.
Werkzeuge zu handhaben sowie Maschinen, Geräte und technische Anlagen einzurichten, instand zu halten und zu bedienen,

3.
Regelungen, insbesondere zur Energieeinsparung, anzuwenden und bei der Planung zu berücksichtigen,

4.
Behänge herzustellen,

5.
Arbeitsplätze einzurichten und zu räumen,

6.
rollbare, nicht rollbare und alleinige Abschlüsse zu unterscheiden, herzustellen und zu montieren, Bauwerksanschlüsse herzustellen und Befestigungstechniken anzuwenden,

7.
einbruchshemmende Systeme auszuwählen und zu montieren sowie Befestigungstechniken anzuwenden,

8.
Arbeitsergebnisse zu übergeben sowie

9.
Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten durchzuführen.

(2) Der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten.

(3) Die Prüfungszeit beträgt 180 Minuten.


§ 15 Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde



(1) Im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist, allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darzustellen und zu beurteilen.

(2) Die Prüfungsaufgaben müssen praxisbezogen sein. Der Prüfling soll die Aufgaben schriftlich bearbeiten.

(3) Die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.


§ 16 Gewichtung der Prüfungsbereiche und Anforderungen für das Bestehen der Gesellenprüfung



(1) Die Bewertungen der einzelnen Prüfungsbereiche sind wie folgt zu gewichten:

1.
Herstellen eines Werkstückes mit 20 Prozent,

2.
Kundenauftrag mit 40 Prozent,

3.
Antriebs- und Steuerungstechnik mit 10 Prozent,

4.
Fertigungs-, Montage- und Servicetechnik mit 20 Prozent,

5.
Wirtschafts- und Sozialkunde mit 10 Prozent.

(2) Die Gesellenprüfung ist bestanden, wenn die Prüfungsleistungen wie folgt bewertet worden sind:

1.
im Gesamtergebnis von Teil 1 und Teil 2 mit mindestens „ausreichend",

2.
im Ergebnis von Teil 2 mit mindestens „ausreichend",

3.
im Prüfungsbereich Kundenauftrag mit mindestens „ausreichend",

4.
in mindestens zwei der übrigen Prüfungsbereiche von Teil 2 mit mindestens „ausreichend" und

5.
in keinem Prüfungsbereich von Teil 2 mit „ungenügend".

(3) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der Prüfungsbereiche „Antriebs- und Steuerungstechnik", „Fertigungs-, Montage- und Servicetechnik" oder „Wirtschafts- und Sozialkunde" durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn

1.
der Prüfungsbereich schlechter als mit „ausreichend" bewertet worden ist und

2.
die mündliche Ergänzungsprüfung für das Bestehen der Gesellenprüfung den Ausschlag geben kann.

Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2 : 1 zu gewichten.


Abschnitt 3 Schlussvorschriften

§ 17 Bestehende Berufsausbildungsverhältnisse



Berufsausbildungsverhältnisse, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bereits bestehen, können nach den Vorschriften dieser Verordnung unter Anrechnung der bisher absolvierten Ausbildungszeit fortgesetzt werden, wenn die Vertragsparteien dies vereinbaren und der oder die Auszubildende noch nicht die Zwischenprüfung absolviert hat.


§ 18 Inkrafttreten, Außerkrafttreten


§ 18 ändert mWv. 1. August 2016 RolllaAusbV



Schlussformel



Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie

In Vertretung Machnig


Anlage (zu § 3 Absatz 1) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker und zur Rollladen- und Sonnenschutzmechatronikerin



Abschnitt A: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

Lfd.
Nr.
Teil des
Ausbildungsberufsbildes
Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitliche Richtwerte
in Wochen im
1. bis 18.
Monat
19. bis 36.
Monat
1234
1Arbeitsschritte vorbereiten
(§ 4 Absatz 2 Nummer 1)
a) Arbeitsaufträge und Kundenanforderungen erfassen
und Vorgaben auf Umsetzbarkeit prüfen
b) Arbeitsschritte festlegen sowie Arbeitsmittel auswäh-
len und bereitstellen
c) Skizzen, Pläne und Zeichnungen anfertigen, lesen
und anwenden
d) Materialbedarfe ermitteln
e) Messungen durchführen
f) Informationen und technische Unterlagen, insbeson-
dere Merkblätter, Materiallisten, Betriebsanleitungen,
Herstellerangaben, Normen, Sicherheitsregeln und
Arbeitsanweisungen, beschaffen und auswerten so-
wie Dokumentationen erstellen
4 
2Arbeitsabläufe kundenorien-
tiert gestalten
(§ 4 Absatz 2 Nummer 2)
a) Arbeitsaufgaben mit Hilfe von Informations- und Kom-
munikationssystemen lösen, dabei branchenspezi-
fische Software anwenden, Vorschriften des Daten-
schutzes beachten und Daten pflegen und sichern
b) berufsspezifische Richtlinien und gesetzliche Regelun-
gen, insbesondere zur Energieeinsparung, Schalldäm-
mung sowie zur Befestigungs-, Automatisierungs-,
Steuerungs- und Sicherheitstechnik, anwenden
c) Liefertermine und -bedingungen beachten
d) Arbeitsabläufe unter Berücksichtigung ergonomischer,
ökologischer, wirtschaftlicher und arbeitssicherheits-
technischer Gesichtspunkte gestalten
e) Zeitaufwand und personelle Unterstützung abschätzen
f) Aufgaben im Team planen, abstimmen und umsetzen
sowie Ergebnisse der Zusammenarbeit auswerten
g) Abstimmungen mit anderen Gewerken und weiteren
Beteiligten treffen
h) technische Entwicklungen feststellen und berück-
sichtigen
i) Gespräche situationsgerecht führen, Sachverhalte dar-
stellen, fremdsprachige Fachbegriffe anwenden und
kulturelle Identitäten beachten
j) Termine mit Kunden abstimmen und anpassen
 4
3Qualitätssichernde Maßnah-
men durchführen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 3)
a) Ziele und Aufgaben von qualitätssichernden Maßnah-
men unterscheiden
b) Wareneingänge auf Vollständigkeit und Unversehrt-
heit kontrollieren und Waren lagern sowie Lagerkrite-
rien beachten
c) Zwischenkontrollen durchführen
4 
  d) Zusammenhänge zwischen Qualität, Kundenzufrie-
denheit und Betriebserfolg berücksichtigen
e) Endkontrollen durchführen
f) durchgeführte Arbeiten bewerten und dokumentieren
g) Ursachen von Qualitätsabweichungen feststellen und
Maßnahmen zur Behebung ergreifen
h) zur kontinuierlichen Verbesserung der Arbeit im eige-
nen Arbeitsbereich beitragen
 6
4Arbeitsplätze einrichten,
sichern und räumen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 4)
a) persönliche Schutzausrüstungen auswählen und ver-
wenden
b) Verkehrs- und Transportwege auf ihre Eignung beur-
teilen und Maßnahmen zur Nutzung veranlassen
c) Verkehrssicherungsmaßnahmen zur Be- und Entladung
veranlassen
d) örtliche Gegebenheiten für den Arbeitsbeginn prüfen,
insbesondere Maße und Leitungswege
e) Transportmittel und Transporthilfsmittel nutzen und
warten sowie Maßnahmen zur Behebung von Män-
geln und Störungen ergreifen
f) Fahrzeuge nach Anfahrfolgen und Transportgut unter
Berücksichtigung der Gewichtsverteilung und Höchst-
ladung beladen, ergonomische Gesichtspunkte be-
rücksichtigen und Ladungen sichern
g) Leitern, Gerüste und Hubarbeitsbühnen auswählen,
auf Verwendbarkeit und Betriebssicherheit prüfen so-
wie Arbeitsgerüste auf- und abbauen
h) Energiebereitstellung veranlassen und Sicherheitsmaß-
nahmen beim Umgang mit elektrischem Strom ergrei-
fen
i) Materialien, Geräte und Maschinen vor Witterungs-
einflüssen und Beschädigungen schützen sowie ge-
gen Diebstahl sichern und für den Abtransport vorbe-
reiten
j) Abfall- und Reststoffe trennen und lagern und deren
Entsorgung veranlassen
k) Sofortmaßnahmen zur Versorgung von verletzten
Personen bei Arbeitsunfällen ergreifen und Unfallstel-
len sichern
10 
5Bauteile und Baugruppen
herstellen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 5)
a) Werkstoffe, insbesondere Hölzer, Kunststoffe, Metalle,
Glas und Textilien, nach Verwendungszweck auswäh-
len
b) Werk- und Hilfsstoffe sowie Halbzeuge auf Fehler
prüfen und für die Be- und Verarbeitung vorbereiten
c) Werkzeuge, Geräte, Maschinen und technische Anla-
gen auswählen
d) Werkzeuge und Geräte handhaben und instand hal-
ten
e) Geräte, Maschinen und technische Anlagen einrich-
ten und unter Verwendung von Schutzeinrichtungen
bedienen sowie Werk- und Hilfsstoffe sowie Halb-
zeuge manuell und maschinell be- und verarbeiten
26 
  f) Bauteile herstellen und zu Baugruppen fügen
g) Transportgeräte auswählen und bedienen
h) Störungen erkennen und Maßnahmen zur Störungs-
beseitigung veranlassen
i) Geräte, Maschinen und technische Anlagen nach
Wartungsvorschriften instand halten
  
6Rollpanzer und Behänge
aus Halbzeugen herstellen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 6)
a) Rollpanzer und Behänge, insbesondere für Rollläden,
Markisen sowie Jalousien, nach Bauarten und Kon-
struktionen unterscheiden und auswählen
b) Profile und Stäbe nach Arbeitsauftrag auswählen und
ablängen
c) Behänge aus unterschiedlichen Materialien unter Be-
rücksichtigung unterschiedlicher Verfahren herstellen
d) Schlussstäbe, Schlussprofile und Fallstangen aus-
wählen, bearbeiten und fügen
e) Aufhängungen auswählen und herstellen
f) Beschläge auswählen und anbringen
g) Maßnahmen zur Oberflächenbehandlung durchführen
h) Rollpanzer zusammenbauen und gegen seitliches
Verschieben sichern
14 
7Rollabschlüsse aus
Halbzeugen, Bauteilen
und Baugruppen herstellen
und montieren
(§ 4 Absatz 2 Nummer 7)
a) Rollabschlüsse, insbesondere Rollläden und Marki-
sen, nach Bauarten und Konstruktionen unterschei-
den und auswählen
b) Untergründe prüfen sowie Befestigungsmittel aus-
wählen und einsetzen
c) Wellenteile herstellen, zusammenbauen und auf Rund-
lauf prüfen
d) Tragkonstruktionen herstellen und montieren
e) Antriebe nach Bauart und Verwendungszweck aus-
wählen und einbauen
f) Wellen montieren
g) Führungsschienen anpassen und montieren
h) Rollabschlüsse und Behänge montieren
i) Dämmmaßnahmen durchführen
j) Verkleidungen herstellen und montieren
k) Bauwerksanschlüsse herstellen
l) Maßnahmen zur Sicherheit, insbesondere zur Ein-
bruchhemmung, durchführen
m) Korrosionsschutzmaßnahmen durchführen
n) Art der Funktionsprüfungen von Rollabschlüssen fest-
legen, Funktionsprüfungen vorbereiten sowie mecha-
nische, elektronische und elektrotechnische Funk-
tionsprüfungen durchführen
o) Ursachen von Funktionsstörungen ermitteln und Maß-
nahmen zur Behebung ergreifen
p) Sicherheitsprüfungen durchführen
q) Prüfergebnisse dokumentieren und bewerten
 14
8Zusätzliche, nicht rollbare
Abschlüsse montieren
(§ 4 Absatz 2 Nummer 8)
a) zusätzliche, nicht rollbare Abschlüsse, insbesondere
Jalousien, nach Bauarten und Konstruktionen unter-
scheiden und auswählen
b) Untergründe prüfen sowie Befestigungsmittel aus-
wählen und einsetzen
c) nicht rollbare Abschlüsse für den Einbau vorbereiten
d) Antriebe nach Bauarten und Verwendungszweck aus-
wählen und einbauen
e) nicht rollbare Abschlüsse montieren und Bauwerks-
anschlüsse herstellen
f) Sicherheitseinrichtungen nach Herstellervorgaben
montieren und Maßnahmen zur Einbruchhemmung
durchführen
g) Korrosionsschutzmaßnahmen durchführen
h) Art der Funktionsprüfungen von nicht rollbaren Ab-
schlüssen festlegen, Funktionsprüfungen vorbereiten
sowie mechanische, elektronische und elektrotechni-
sche Funktionsprüfungen durchführen
i) Ursachen von Funktionsstörungen ermitteln und Maß-
nahmen zur Behebung ergreifen
j) Sicherheitsprüfungen durchführen
k) Prüfergebnisse dokumentieren und bewerten
10 
9Alleinige Abschlüsse
montieren
(§ 4 Absatz 2 Nummer 9)
a) alleinige Abschlüsse einer begeh- oder befahrbaren
Bauwerksöffnung, insbesondere von Toren, nach Bau-
arten, Konstruktionen und Antrieben unterscheiden
und auswählen
b) Untergründe prüfen und Befestigungsmittel auswäh-
len und einsetzen
c) alleinige Abschlüsse für den Einbau vorbereiten
d) alleinige Abschlüsse nach Montageanleitung montie-
ren, Herstellervorgaben umsetzen und Bauwerksan-
schlüsse herstellen
e) Sicherheitseinrichtungen nach Herstellervorgaben
montieren und Maßnahmen zur Einbruchhemmung
durchführen
f) Korrosionsschutzmaßnahmen durchführen
g) Art der Funktionsprüfungen von alleinigen Abschlüs-
sen festlegen, Funktionsprüfungen vorbereiten sowie
mechanische, elektronische und elektrotechnische
Funktionsprüfungen durchführen
h) Ursachen von Funktionsstörungen ermitteln und Maß-
nahmen zur Behebung ergreifen
i) Sicherheitsprüfungen nach gesetzlichen Vorschriften
und Richtlinien durchführen
j) Prüfergebnisse dokumentieren und bewerten
 14
10Rollladen- und Fenster-
kombinationen herstellen
und montieren
(§ 4 Absatz 2 Nummer 10)
a) Rollladen- und Fensterkombinationen nach Bauarten
und Konstruktionen unterscheiden und auswählen
b) Teile für Rollladen- und Fensterkombinationen her-
stellen und zusammenbauen
10 
  c) Untergründe prüfen sowie Befestigungsmittel aus-
wählen und einsetzen
d) Fertigelemente und Bauteilkombinationen für die
Montage vorbereiten und systembezogen einbauen
e) Beschläge und Funktionsteile montieren
f) Bauwerksanschlüsse herstellen
g) Maßnahmen zur Sicherheit, insbesondere zur Ein-
bruchhemmung, durchführen
h) Art der Funktionsprüfungen von Rollladen- und Fens-
terkombinationen festlegen, Funktionsprüfungen vor-
bereiten sowie mechanische, elektronische und elek-
trotechnische Funktionsprüfungen durchführen
i) Ursachen von Funktionsstörungen ermitteln und
Maßnahmen zur Behebung ergreifen
j) Sicherheitsprüfungen durchführen
k) Prüfergebnisse dokumentieren und bewerten
 8
11Automatisierungs- und
Steuerungskomponenten
montieren und programmieren
(§ 4 Absatz 2 Nummer 11)
a) Komponenten und Systeme zur Ansteuerung von
Antrieben und zur Steuerung von automatischen Ab-
läufen nach Bauarten und Funktionen unterscheiden,
auswählen und prüfen
b) Regeln für Arbeiten an elektrischen Anlagen für An-
triebe und Steuerungen von Rollladen- und Sonnen-
schutzsystemen anwenden und Unfallverhütungsvor-
schriften beachten
c) elektrische Anschlüsse auf mechanische Beschädi-
gungen sichtprüfen
d) Steuerungskomponenten, insbesondere elektrische
Antriebe, und Systeme für die Montage vorbereiten
und nach Herstellerangaben einbauen
e) elektrische Anschlüsse an vorhandene, sicherheits-
geprüfte und freigegebene Einspeisepunkte herstel-
len sowie Sicherheitsregeln zur Vermeidung von Ge-
fahren durch elektrischen Strom beachten und an-
wenden
f) Steuerungskomponenten und Systeme einstellen
und in Betrieb nehmen
g) Steuerungskomponenten und Systeme nach Anfor-
derungen zur Automatisierung programmieren und
Programmierungen dokumentieren
h) Programmierungen mit dem Kunden abstimmen so-
wie Programmierungen durchführen, dem Kunden er-
läutern und ihn in die Steuerungen einweisen
i) System- und Funktionsprüfungen durchführen sowie
Ergebnisse dokumentieren und bewerten
j) Sicherheitsprüfungen bei alleinigen Abschlüssen
durchführen sowie Ergebnisse dokumentieren und
bewerten
k) Ursachen von Funktionsstörungen ermitteln und
Maßnahmen zur Behebung ergreifen
 16
12Wartungs- und Instand-
setzungsarbeiten durchführen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 12)
a) Wartungsarbeiten entsprechend den Wartungsinter-
vallen vorbereiten, durchführen und protokollieren
b) Schäden und deren Ursachen ermitteln und doku-
mentieren
  
  c) Instandsetzungsarbeiten vorbereiten, durchführen und
dokumentieren
d) Sicherungsmaßnahmen durchführen
e) regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen durchführen,
gesetzliche Bestimmungen und Richtlinien beachten
sowie Ergebnisse dokumentieren und bewerten
 8
13Leistungen übergeben und
Kundengespräche führen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 13)
a) Kundengespräche führen, insbesondere zur Über-
gabe von fertiggestellten Arbeiten, zur Erläuterung
von Pflege- und Bedienungsanleitungen sowie zu
Wartungsintervallen
b) Abnahmen durchführen und Abnahmeprotokolle er-
stellen
c) Reklamationen entgegennehmen, bearbeiten und
weiterleiten
d) Tätigkeitsnachweise erstellen sowie Zeitaufwand und
Materialverbrauch erfassen und dokumentieren
e) weitere Kundenbedarfe feststellen
f) Kunden über das betriebliche Leistungsspektrum und
Dienstleistungen, insbesondere zur Energieeinspa-
rung, informieren, Kundenanforderungen erfassen
und Kundenbedarfe auf Umsetzbarkeit prüfen
g) durch das eigene Verhalten zur Kundenzufriedenheit
beitragen
h) Aufmaße erstellen und weiterleiten
 8


Abschnitt B: integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

Lfd.
Nr.
Teil des
Ausbildungsberufsbildes
Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitliche Richtwerte
in Wochen im
1. bis 18.
Monat
19. bis 36.
Monat
1234
1Berufsbildung, Arbeits-
und Tarifrecht
(§ 4 Absatz 3 Nummer 1)
a) Bedeutung des Ausbildungsvertrages erklären, ins-
besondere Abschluss, Dauer und Beendigung
b) gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem Ausbil-
dungsvertrag nennen
c) Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nennen
d) wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nennen
e) wesentliche Bestimmungen der für den Ausbildungs-
betrieb geltenden Tarifverträge nennen

2Aufbau und Organisation des
Ausbildungsbetriebes
(§ 4 Absatz 3 Nummer 2)
a) Aufbau und Aufgaben des Ausbildungsbetriebes er-
läutern
b) Grundfunktionen des Ausbildungsbetriebes wie Be-
schaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung erklären
c) Beziehungen des Ausbildungsbetriebes und seiner
Belegschaft zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsver-
tretungen und Gewerkschaften nennen
d) Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der be-
triebsverfassungs- oder personalvertretungsrecht-
lichen Organe des Ausbildungsbetriebes beschreiben
3Sicherheit und
Gesundheitsschutz
bei der Arbeit
(§ 4 Absatz 3 Nummer 3)
a) Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Ar-
beitsplatz feststellen und Maßnahmen zur Vermei-
dung der Gefährdung ergreifen
b) berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhü-
tungsvorschriften anwenden
c) Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie
erste Maßnahmen einleiten
d) Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes an-
wenden sowie Verhaltensweisen bei Bränden be-
schreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung er-
greifen
während
der gesamten
Ausbildung
4Umweltschutz
(§ 4 Absatz 3 Nummer 4)
Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen
im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbeson-
dere
a) mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbil-
dungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz
an Beispielen erklären
b) für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des
Umweltschutzes anwenden
c) Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltscho-
nenden Energie- und Materialverwendung nutzen
d) Abfälle vermeiden sowie Stoffe und Materialien einer
umweltschonenden Entsorgung zuführen