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Verordnung über die Berufsausbildung zum Brauer und Mälzer/zur Brauerin und Mälzerin (BrauMälzAusbV k.a.Abk.)

V. v. 22.02.2007 BGBl. I S. 186, 1202 (Nr. 6); aufgehoben durch § 17 V. v. 04.06.2021 BGBl. I S. 1483
Geltung ab 01.08.2007; FNA: 806-22-1-28 Berufliche Bildung
2 frühere Fassungen | wird in 2 Vorschriften zitiert
Eingangsformel
§ 1 Staatliche Anerkennung des Ausbildungsberufes
§ 2 Ausbildungsdauer
§ 3 Ausbildungsrahmenplan, Ausbildungsberufsbild
§ 4 Durchführung der Berufsausbildung
§ 5 Zwischenprüfung
§ 6 Gesellenprüfung/Abschlussprüfung
§ 7 Bestehende Berufsausbildungsverhältnisse
§ 8 Inkrafttreten, Außerkrafttreten
Anlage (zu § 3) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Brauer und Mälzer/zur Brauerin und Mälzerin

Eingangsformel



Auf Grund des § 4 Abs. 1 in Verbindung mit § 5 des Berufsbildungsgesetzes vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), von denen § 4 Abs. 1 zuletzt durch Artikel 232 Nr. 1 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) geändert worden ist, und des § 25 Abs. 1 in Verbindung mit § 26 der Handwerksordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. September 1998 (BGBl. I S. 3074, 2006 I S. 2095), von denen § 25 Abs. 1 zuletzt durch Artikel 146 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) und § 26 zuletzt durch Artikel 2 Nr. 4 des Gesetzes vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931) geändert worden ist, verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:

---

*)
Diese Rechtsverordnung ist eine Ausbildungsordnung im Sinne des § 4 des Berufsbildungsgesetzes und des § 25 der Handwerksordnung. Die Ausbildungsordnung und der damit abgestimmte, von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland beschlossene Rahmenlehrplan für die Berufsschule werden demnächst als Beilage zum Bundesanzeiger veröffentlicht.

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§ 1 Staatliche Anerkennung des Ausbildungsberufes



Der Ausbildungsberuf Brauer und Mälzer/Brauerin und Mälzerin wird

1.
nach § 4 Abs. 1 des Berufsbildungsgesetzes sowie

2.
nach § 25 der Handwerksordnung zur Ausbildung für das Gewerbe Nummer 29, Brauer und Mälzer, der Anlage B der Handwerksordnung

staatlich anerkannt.

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§ 2 Ausbildungsdauer



Die Ausbildung dauert drei Jahre.

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§ 3 Ausbildungsrahmenplan, Ausbildungsberufsbild


§ 3 wird in 2 Vorschriften zitiert

(1) Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die im Ausbildungsrahmenplan (Anlage) aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit). Eine von dem Ausbildungsrahmenplan abweichende Organisation der Ausbildung ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.

(2) Die Berufsausbildung zum Brauer und Mälzer/zur Brauerin und Mälzerin gliedert sich wie folgt (Ausbildungsberufsbild):

Abschnitt A

Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:

1.
Hygiene,

2.
Rohstoffe, Hilfsstoffe und Betriebsmittel,

3.
Herstellen von Malz,

4.
Herstellen von Würze,

5.
Gären, Reifen, Lagern und Filtrieren von Bier,

6.
Herstellen von alkoholfreien Erfrischungsgetränken und Biermischgetränken,

7.
Abfüllen und Verpacken,

8.
Getränkeschankanlagen und Produktpflege,

9.
Technische Infrastruktur,

10.
Warten; Steuern und Regeln;

Abschnitt B

Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:

1.
Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,

2.
Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,

3.
Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,

4.
Umweltschutz,

5.
Planen von Arbeitsabläufen, qualitätssichernde Maßnahmen,

6.
Information und Kommunikation.

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§ 4 Durchführung der Berufsausbildung



(1) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne von § 1 Abs. 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 5 und 6 nachzuweisen.

(2) Die Ausbildenden haben unter Zugrundelegung des Ausbildungsrahmenplanes für die Auszubildenden einen Ausbildungsplan zu erstellen.

(3) Die Auszubildenden haben einen schriftlichen Ausbildungsnachweis zu führen. Ihnen ist Gelegenheit zu geben, den schriftlichen Ausbildungsnachweis während der Ausbildungszeit zu führen. Die Ausbildenden haben den schriftlichen Ausbildungsnachweis regelmäßig durchzusehen.

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§ 5 Zwischenprüfung


§ 5 wird in 1 Vorschrift zitiert

(1) Zur Ermittlung des Ausbildungstandes ist eine Zwischenprüfung durchzuführen. Sie soll zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.

(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage für die ersten drei Ausbildungshalbjahre aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.

(3) Die Zwischenprüfung findet in einem praktisch durchzuführenden und in einem schriftlich durchzuführenden Prüfungsbereich statt. In der Zwischenprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er Verfahrensschritte darstellen, Produktionsabläufe kontrollieren und dokumentieren, Produktionsanlagen reinigen und desinfizieren, Arbeitsmittel festlegen, technische Unterlagen sowie Informations- und Kommunikationssysteme nutzen, fachbezogene Berechnungen durchführen, Funktionsweisen von Anlagen und Maschinen beschreiben, Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zur Hygiene und zum Umweltschutz durchführen kann.

(4) Für den praktischen Prüfungsbereich bestehen folgende Vorgaben:

1.
Folgende Gebiete sind zugrunde zu legen:

a)
Getreide, Wasser, Hopfen, Hefe,

b)
Malz,

c)
Würze und

d)
technische Einrichtungen;

2.
der Prüfling soll bis zu vier Arbeitsproben durchführen und mit praxisüblichen Unterlagen dokumentieren;

3.
die Prüfungszeit beträgt höchstens zwei Stunden.

(5) Für den schriftlichen Prüfungsbereich bestehen folgende Vorgaben:

1.
Folgende Gebiete sind zugrunde zu legen:

a)
Rohstoffe und deren Lagerung,

b)
Malzherstellung,

c)
Würzeherstellung,

d)
Kälteerzeugung,

e)
Wasseraufbereitung und

f)
Reinigung und Desinfektion;

2.
der Prüfling soll schriftliche Aufgaben bearbeiten, die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen;

3.
die Prüfungszeit beträgt höchstens drei Stunden.

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§ 6 Gesellenprüfung/Abschlussprüfung


§ 6 wird in 1 Vorschrift zitiert

(1) Durch die Gesellenprüfung/Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In der Gesellenprüfung/Abschlussprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er die dafür erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen.

(2) Die Gesellenprüfung/Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen

1.
praktische Arbeit,

2.
Verfahrenstechnologie,

3.
Betriebstechnik und

4.
Wirtschafts- und Sozialkunde.

(3) Für den Prüfungsbereich praktische Arbeit bestehen folgende Vorgaben:

1.
Der Prüfling soll nachweisen, dass er Roh- und Hilfsstoffe sowie Betriebsmittel auswählen und beurteilen, Fehler und Qualitätsmängel ermitteln und beheben, Messgeräte kalibrieren und einsetzen, Arbeitsmittel festlegen, Arbeitsabläufe unter Beachtung rechtlicher, wirtschaftlicher und verfahrenstechnologischer Vorgaben planen und durchführen, Arbeitsergebnisse auswerten und dokumentieren sowie Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie zur Hygiene, zur Qualitätssicherung und zum Umweltschutz durchführen kann;

2.
hierfür ist aus den Gebieten

a)
Steuern von Brauprozessen,

b)
in Betrieb nehmen und übergeben einer Schankanlage,

c)
Warten und in Betrieb nehmen von Teilsystemen,

d)
Einrichten oder Umrüsten eines Anlagenteils aus dem Abfüllbereich,

e)
Ausmischen eines Biermischgetränkes oder eines alkoholfreien Getränkes,

f)
Proben ziehen und auswerten, Parameter bestimmen,

auszuwählen, wobei die Gebiete nach den Buchstaben a und b in der Auswahl enthalten und aus den Gebieten nach den Buchstaben c und d sowie aus den Gebieten nach den Buchstaben e und f jeweils eins enthalten sein muss;

3.
der Prüfling soll vier Arbeitsproben durchführen und mit praxisüblichen Unterlagen dokumentieren;

4.
die Arbeitsprobe nach Nummer 2 Buchstabe a muss mindestens zwei Teilprozesse umfassen; der zugrunde liegende Prozess kann als Simulation erfolgen, wobei dem Prüfling Gelegenheit zu geben ist, sich in das Simulationsprogramm einzuarbeiten;

5.
die Prüfungszeit beträgt insgesamt höchstens fünf Stunden.

(4) Für den Prüfungsbereich Verfahrenstechnologie bestehen folgende Vorgaben:

1.
Der Prüfling soll nachweisen, dass er fachliche Probleme mit verknüpften arbeitsorganisatorischen, naturwissenschaftlichen, mathematischen, technologischen und betriebswirtschaftlichen Sachverhalten analysieren, bewerten und geeignete Lösungswege darstellen kann; dabei sollen Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Umweltschutz, Hygiene sowie qualitätssichernde Maßnahmen berücksichtigt werden;

2.
es kommen Aufgaben aus der Herstellung von Malz und Bier sowie von Biermischgetränken und alkoholfreien Getränken sowie verfahrenstechnische Berechnungen in Betracht;

3.
der Prüfling soll schriftliche Aufgaben bearbeiten, die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen;

4.
die Prüfungszeit beträgt höchstens 150 Minuten.

(5) Für den Prüfungsbereich Betriebstechnik bestehen folgende Vorgaben:

1.
Der Prüfling soll nachweisen, dass er fachliche Probleme mit verknüpften arbeitsorganisatorischen, naturwissenschaftlichen, mathematischen, technologischen und betriebswirtschaftlichen Sachverhalten analysieren, bewerten und geeignete Lösungswege darstellen kann; dabei sollen Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Umweltschutz, Hygiene sowie qualitätssichernde Maßnahmen berücksichtigt werden;

2.
es kommen Aufgaben zu Einsatz, Funktion, Erhalt und Reinigung von Maschinen und Anlagen sowie zur Funktion von Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen in Betracht;

3.
der Prüfling soll schriftliche Aufgaben bearbeiten, die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen;

4.
die Prüfungszeit beträgt höchstens 90 Minuten.

(6) Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen folgende Vorgaben:

1.
Der Prüfling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen kann;

2.
der Prüfling soll schriftliche Aufgaben bearbeiten, die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen;

3.
die Prüfungszeit beträgt höchstens 60 Minuten.

(7) Die einzelnen Prüfungsbereiche sind wie folgt zu gewichten:

1.
Prüfungsbereich praktische Arbeit 50 Prozent,

2.
Prüfungsbereich Verfahrenstechnologie 25 Prozent,

3.
Prüfungsbereich Betriebstechnik 15 Prozent,

4.
Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde 10 Prozent.

(8) Die Gesellenprüfung/Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Leistungen

1.
im Gesamtergebnis mit mindestens „ausreichend",

2.
im Prüfungsbereich praktische Arbeit sowie in der Arbeitsprobe nach Absatz 3 Nr. 2 Buchstabe b jeweils mit mindestens „ausreichend",

3.
in mindestens zwei der übrigen Prüfungsbereiche mit mindestens „ausreichend" und

4.
in keinem Prüfungsbereich mit „ungenügend"

bewertet worden sind.

(9) Auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses ist die Prüfung in einem der mit schlechter als „ausreichend" bewerteten Prüfungsbereiche, in denen Prüfungsleistungen mit eigener Anforderung und Gewichtung schriftlich zu erbringen sind, durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2 : 1 zu gewichten.

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§ 7 Bestehende Berufsausbildungsverhältnisse



Berufsausbildungsverhältnisse, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bestehen, können unter Anrechnung der bisher zurückgelegten Ausbildungszeit nach den Vorschriften dieser Verordnung fortgesetzt werden, wenn die Vertragsparteien dies vereinbaren.

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§ 8 Inkrafttreten, Außerkrafttreten


§ 8 ändert mWv. 1. August 2007 Brau/MälzAusbV

Diese Verordnung tritt am 1. August 2007 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Berufsausbildung zum Brauer und Mälzer/zur Brauerin und Mälzerin vom 8. Dezember 1995 (BGBl. I S. 1624) außer Kraft.

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Anlage (zu § 3) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Brauer und Mälzer/zur Brauerin und Mälzerin


Anlage hat 1 frühere Fassung

Abschnitt A Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

Lfd.
Nr.
Teil des
Ausbildungsberufsbildes
Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitliche Richtwerte
in Wochen
1.-18.
Monat
19.-36.
Monat
1234
1Hygiene
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 1)
a) Produktionsanlagen und Leitungssysteme reinigen,
desinfizieren und sterilisieren
b) Reinigungs- und Desinfektionslösungen ansetzen
und anwenden
c) Maßnahmen der Personal-, Produkt- und Betriebs-
hygiene durchführen
10 
2 Rohstoffe, Hilfsstoffe
und Betriebsmittel
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 2)
a) Bedarf an Rohstoffen, Hilfsstoffen und Betriebs-
mitteln für Produktionsabläufe im Heißbereich der
Brauerei festlegen
b) Rohstoffe, Hilfsstoffe und Betriebsmittel für die Mäl-
zerei und den Heißbereich der Brauerei annehmen,
prüfen, lagern und bereitstellen
c) Lagerbestände kontrollieren und pflegen
6 
d) Bedarf an Hilfsstoffen und Betriebsmitteln für Pro-
duktionsabläufe für den Kaltbereich und die Abfül-
lung festlegen
e) Hilfsstoffe und Betriebsmittel für den Kaltbereich der
Brauerei und die Abfüllung annehmen, prüfen, lagern
und bereitstellen
 3
3Herstellen von Malz
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 3)
a) Anlagen und Maschinen zum Fördern, Aufbereiten,
Weichen, Keimen, Darren, Entkeimen und Einlagern
bedienen und Produktionsabläufe kontrollieren
b) Zeiten, Temperaturen und Mengen für Mälzungs-
prozesse festlegen
c) Weichgrad, Keimstadium, Kornauflösung und Mäl-
zungsschwand feststellen
d) Proben nehmen, Getreide- und Malzanalysen durch-
führen
4 
4 Herstellen von Würze
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 4)
a) Malz unter Berücksichtigung von Vorgaben zur
Schrotbeschaffenheit schroten
b) Zeiten, Temperaturen und Mengen für Maischpro-
zesse festlegen
c) Maischprozesse nach Malzqualität und Biersorte füh-
ren
d) Maische läutern
13 
e) Würze kochen und Hopfen geben
f) Würze klären und kühlen
g) Brauwasser analysieren
13 
5 Gären, Reifen, Lagern
und Filtrieren von Bier
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 5)
a) Hefemanagement betreiben 3 
b) Gärung, Reifung und Lagerung steuern, Reifezustand
von Bier ermitteln
c) Bier filtrieren und stabilisieren
d) Bieranalysen durchführen
 22
6Herstellen von alkoholfreien
Erfrischungsgetränken und
Biermischgetränken
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 6)
a) Karbonisierungsanlagen bedienen und Kohlensäure-
gehalte einstellen
b) Zucker- und Siruparten sowie Essenzen unterschei-
den und Dosierungen berechnen
c) Ausmischanlagen bedienen
d) Limonaden, Fruchtsäfte oder fruchtsafthaltige Ge-
tränke herstellen
e) Biermischgetränke herstellen
 4
7Abfüllen und Verpacken
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 7)
a) Verpackungen annehmen, prüfen, lagern und bereit-
stellen
b) Abfüllanlagen einrichten, umrüsten und bedienen
c) Proben für die Überwachung der Abfüllung nehmen
und auswerten
 15
8Getränkeschankanlagen
und Produktpflege
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 8)
a) Getränkeschankanlagen aufbauen, in Betrieb neh-
men, pflegen und handhaben
b) Gefährdungsbeurteilungen für Getränkeschankan-
lagen nach rechtlichen Vorschriften durchführen
c) Getränkeschankanlagen übergeben und Betreiber
unterweisen
d) Produkte lagern und präsentieren, Kunden beraten
e) Gläser pflegen und Getränke ausschenken
 4
9Technische Infrastruktur
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 9)
a) Verfahrensschaubilder und Verrohrungspläne lesen
und anwenden
b) Anlagen zur Wasserversorgung und zur Wasserauf-
bereitung sowie zur Abwasserbehandlung bedienen
und überwachen
c) Kälte-, Druckluft- und Dampferzeugungsanlagen be-
dienen und überwachen
d) Anlagen zur Wärmerückgewinnung bedienen und
überwachen
16 
10 Warten; Steuern und Regeln
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 10)
a) mechanische Wartungsarbeiten an Maschinen und
Geräten durchführen
b) Pumpen und Ventile warten
 11
c) Messeinrichtungen kalibrieren sowie Parameter für
Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen festlegen
und dokumentieren
d) speicherprogrammierbare Steuerungssysteme para-
metrieren und Funktionsabläufe kontrollieren
 11


Abschnitt B Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

Lfd.
Nr.
Teil des
Ausbildungsberufsbildes
Zu vermittelnde
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Zeitliche Richtwerte
in Wochen
1.-18.
Monat
19.-36.
Monat
1234
1Berufsbildung, Arbeits-
und Tarifrecht
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 1)
a) Bedeutung des Ausbildungsvertrages, insbesondere
Abschluss, Dauer und Beendigung erklären
b) gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem Aus-
bildungsvertrag nennen
c) Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nennen
d) wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nennen
e) wesentliche Bestimmungen der für den ausbildenden
Betrieb geltenden Tarifverträge nennen
während
der gesamten
Ausbildung
zu vermitteln
2Aufbau und Organisation
des Ausbildungsbetriebes
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 2)
a) Aufbau und Aufgaben des ausbildenden Betriebes
erläutern
b) Grundfunktionen des ausbildenden Betriebes wie
Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung er-
klären
c) Beziehungen des ausbildenden Betriebes und seiner
Beschäftigten zu Wirtschaftsorganisationen, Berufs-
vertretungen und Gewerkschaften nennen
d) Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweisen der be-
triebsverfassungs- oder personalvertretungsrecht-
lichen Organe des ausbildenden Betriebes beschrei-
ben
3Sicherheit und Gesundheits-
schutz bei der Arbeit
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 3)
a) Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Ar-
beitsplatz feststellen und Maßnahmen zu ihrer Ver-
meidung ergreifen
b) berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhü-
tungsvorschriften anwenden
c) Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie
erste Maßnahmen einleiten
d) Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes an-
wenden; Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben
und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
4Umweltschutz
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 4)
Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen
im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbeson-
dere
a) mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbil-
dungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz
an Beispielen erklären
b) für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des
Umweltschutzes anwenden
c) Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltscho-
nenden Energie- und Materialverwendung nutzen
d) Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer um-
weltschonenden Entsorgung zuführen
5 Planen von Arbeits-
abläufen, qualitäts-
sichernde Maßnahmen
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 5)
a) Arbeitsschritte und -abläufe nach funktionalen, orga-
nisatorischen, technischen, rechtlichen und wirt-
schaftlichen Kriterien sowie nach Herstellervorgaben
planen und festlegen
b) fachbezogene Rechtsvorschriften anwenden
c) Prüfverfahren und Prüfmittel anwenden
d) chemisch-technische Analysen und sensorische Prü-
fungen in der Mälzerei und im Heißbereich der Braue-
rei durchführen
8 
e) Arbeitsergebnisse kontrollieren, dokumentieren und
bewerten
f) Aufgaben im Team planen und umsetzen, Ergebnisse
abstimmen und auswerten
g) Maßnahmen zur Vermeidung und Behebung von
Fehlern und Qualitätsmängeln durchführen
h) Ursachen von Fehlern und Qualitätsmängeln syste-
matisch suchen, Fehlerberichte erstellen
i) Maßnahmen zur Verbesserung von Arbeitsprozessen
vorschlagen
j) chemisch-technische Analysen und sensorische
Prüfungen im Kaltbereich der Brauerei sowie mikro-
biologische Untersuchungen durchführen
 8
6Information und
Kommunikation
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 6)
a) Informations- und Kommunikationssysteme anwen-
den
b) Kommunikation mit vorausgehenden und nachge-
lagerten Funktionsbereichen sicherstellen
c) Daten erfassen, sichern und pflegen, Datenschutz
beachten
d) Sachverhalte in Gesprächen mit Vorgesetzten, Mit-
arbeitern, Zulieferern und Abnehmern darstellen so-
wie deutsche und fremdsprachige Fachausdrücke
anwenden
5 



Text in der Fassung der Berichtigung der Verordnung über die Berufsausbildung zum Brauer und Mälzer/zur Brauerin und Mälzerin B. v. 21. Juni 2007 BGBl. I S. 1202 m.W.v. 30. Juni 2007



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